"Mir steht mehr zu, als ich bekomme !"
Dieser Satz ereignet sich nicht nur im Gehirn ... ist doch die Kontraktion der Muskulatur im Stirnbereich gut erkennbar
Vieles geht Frau N. 'gegen den Strich': auch wenn ihr schon die Galle übergeht' , 'hält sie sich zurück';
In ruhigeren Minuten findet sie selbst es schade, dass sie sich so viel gefallen hat lassen, nicht 'mehr an sich gedacht hat' ...
Eigentlich ist sie sich - und irgendwie auch den anderen- etwas schuldig geblieben ...
Herr N. ist 'da ganz anders': schon 'wenn ihm eine Laus über die Leber läuft' , setzt er sich unter Spannung und will sich und den anderen beweisen, wie gut er ist ...
Wenn bezüglich solcher Einstellungen eine Änderung eintreten soll, helfen Vorsätze kaum - sind eher der "Weg zu Hölle" des sich -im Sinn von 'culpa'/leider nicht auch: 'debitum' - schuldig fühlenden Gewissens:
WAS ES VIELMEHR BRAUCHT IST EINE
BEHANDLUNG
der GANZHEITLICH VERSTANDENEN
GALLENBLASE UND LEBER ...
Denn: Bereits die Beschreibung der physiologischen Funktion der
Gallenblase,
also die von der Leber produzierte und zur Emulgierung der Fette im Darm bestimmte Galle zu speichern und bei Bedarf abzugeben, macht erkennbar, dass es auf das Zusammenspiel von im Zwölffinger-Darm tatsächlich vorhandenen Fetten und Gallenabgabe ankommt - wird Galle, obwohl zur Emulgierung der Fette erforderlich, zurückgehalten, so ist dies ein Fehler im eigentlichen Sinne des Wortes /ein debitum entsteht; wird sie ohne Anlass ausgeschüttet, so liegt leibliche Tatschuld /'culpa' vor.
So wird verständlich, dass "in der chinesischen Tradition die Gallenblase noch weitere, umfassendere Aufgaben (hat): sie ist Sitz unserer Entschlusskraft, der Wohnsitz unserer Handlungsfähigkeit. Die Gallenblase verkörpert die Yang-Energie des Holzes: die Fähigkeit, Entscheidungen zu treffen und uns mit unseren Bedürfnissen in der Außenwelt durchzusetzen." (Eckert, Tao der Akupressur, 39)
Auch die physiologischen Funktionen der
Leber
als das große Laboratorium lassen -in Analogie- verstehen, dass in der TCM "die Leber als ... das Haus der Seele" (Eckert, Tao, 62) gilt - wobei der spezifizierende Akzent auf "Haus" liegt in der Bedeutung, die "Haus" auch in der alteurop. Kultur hatte, also "Haus" als der Ort, der "den persönlichen Lebensplan, Projekte und Ideen (enthält)" (Eckert, Tao, 62).
So ergibt sich: "Wenn ein Mensch schwer realisierbare Ziele verfolgt und seine Vorstellungen vom Leben nicht verwirklichen kann, wenn er mit sich selbst oder der Umwelt in Konflikt liegt und in seinem Wachstum und seiner Entfaltung behindert wird, wird er frustriert, reizbar oder wütend sein, rebellisch, trotzig oder depressiv - wie er sich im Fall von Schwierigkeiten und Widerständen verhält, hängt von der Funktion von Leber und Gallenblase ab." (Eckert, Tao, 62)
Deren ganzheitliche Behandlung wird ermöglicht bei ....
Symballesthai-Behandlung des Typs C, die abzielt auf die Muskulatur, erfolgt als Gallenblase#Leber-Behandlung.
Mit Muskulatur ist aber nicht bloß die willentlich steuerbare Muskulatur gemeint; wenn man bedenkt, dass die vornehmlich in den Wänden aller Hohlorgane anzutreffende (z.B. Darm, Atemwege, Blutgefäße, Harnwege und Geschlechtsorgane) glatte Muskulatur bei wesentlichen Vitalfunktionen eine Rolle spielt (und diese Vitalfunktionen wesentlich für unsere Gesundheit sind), so wird man als Desiderat nennen können, dass Massage, der relaxive Wirkung zugeschrieben wird, wohl auch darauf Bezug nehmen sollte.
Denn: bloßes Muskel-Design unterscheidet sich von muskulärer Authentizität insoferne als bei ihr ANS/ glatte Muskulatur und willkürliche Bewegung zusammenspielen ...
"Wir müssen uns vergegenwärtigen, dass innerhalb des Nervensystems alles mit allem verbunden ist. In kybernetisch analysierbaren Schaltkreisen mit Selbsterregung und Rückopplungen bildet das Nervensystem ein in sich geschlossenes Ganzes innerhalb der menschlichen Gestalt. Diese Kreisprozesse sind lediglich über jene Nervenzellen, die die quergestreifte Muskulatur versorgen, unterbrochen. Der Nervenreiz geht in der motorischen Endstrecke in Muskelkontraktionen über. Und so erhält das in sich abgeschlossene Nervensystem lediglich über Bewegungsvorgänge in Form einer 'offenen Wirkungskette' (Henatsch S.198) ei Tor zu Umwelt. Es ist aber auch über den afferenten Schenkel der Sinnesrezeptoren für die Aussenwelt offen. Erst über die Rückwirkung der Aussenwelt schließt sich dieser aufgerissene Kreis. Dann verschmilzt Bewegen und Wahrnehmen zu einer Einheit, wie sie von von Weizsäcker in seiner Lehre vom Gestaltkreis herausgestellt wird. Erst so kann das 'Subjekt' (Henatsch, S.119) in die Betrachtungsweise eingeführt werden.
Es geht also nicht an, sich bei der Erörterung der Motorik nur mit solchen Schaltungsmustern zu beschäftigen, die erforderlich sein könnten, ein objektivierbares Phänomen in Haltung und Bewegung zu erzeugen, also das zu produzieren, was als motorischer Effekt zum Ausdruck kommt. Wir müssen auch solchen Schaltungsmöglichkeiten nachgehen, die zur Motivationsbildung und subjektiven Stellungnahme erforderlich sein könnten. ...
...
Wollen wir z.B. eine sinnvolle menschliche Bewegung analysieren, so ist es unmöglich, den dazugehörigen Motivationsvorgang zu ignorieren." (1) Glaser Volkmar, Eutonie. Das Verhaltensmuster des menschlichen Wohlbefindens. Lehr- und Übungsbuch für Psychotonik® Glaser, Karl F. Haug Verlag/Heidelberg, 1993 (4.Aufl.), 127)
So können wir sagen: Die Subjektivität verwirklicht sich in der Übergangssphäre, in der sich Bewegen und Empfinden abspiele. Mehr als die Haut selbst wird das Muskelsystem zum Grenzland zwischen der Person und ihrem Umfeld. Einerseits puffert es in seiner Elastizität die äußeren Einwirkungen ab und stabilisiert die eigene Statur, andererseits vermittelt es den Durchgang persönlicher Antrieb." (2) Glaser Volkmar, Eutonie. Das Verhaltensmuster des menschlichen Wohlbefindens. Lehr- und Übungsbuch für Psychotonik(R) Glaser, Karl F. Haug Verlag/Heidelberg, 1993 (4.Aufl.), 128-129)
Eutonie : das Verhaltensmuster des menschlichen Wohlbefindens ; Lehr- und Übungsbuch für Psychotonik® Glaser
"Die physiologische Funktion der Gallenblase ist schnell umrissen - sie nimmt die von der Leber produzierte und zur Emulgierung der Fette im Darm bestimmte Galle auf, speichert sie und gibt sie bei Bedarf über den Gallengang an den Zwölffingerdarm ab. In der chinesischen Tradition hat die Gallenblase noch weitere, umfassendere Aufgaben: Sie ist der Sitz unserer Entschlusskraft, der Wohnsitz unserer Handlungsfähigkeit. Die Gallenblase verkörpert die Yang-Energie des Holzes: Die Fähigkeit, Entscheidungen zu treffen und uns mit unseren Bedürfnissen in der Außenwelt durchzusetzen.
Man kann die LEBER mit einem Architekten vergleichen, der den Plan für ein Haus entwirft, und die GALLENBLASE mit einem Baumeister, der die vielen Entscheidungen und Anordnungen trifft, die nötig sind, um das Haus Wirklichkeit werden zu lassen. Die Funktionen beider Organe hängen eng zusammen. Ohne ein umfassendes Konzept sind unsere Handlungen zusammenhanglos und wenig sinnvoll. Gleichermaßen sind die schönsten Pläne und Projekte wertlos, wenn sie nicht durchgeführt werden können. [4]
Die Gallenblase gibt die Impulse zu handeln und unsere Vorhaben in die Tat umzusetzen. Wenn es starke innere oder äußere Hindernisse für die Verwirklichung unserer Wünsche und Vorhaben gibt, werden wir uns je nach Energiezustand der Gallenblase unterschiedlich verhalten: Bei Energiemangel oder Leere in der Gallenblase werden wir uns leicht geschlagen geben und uns schon bei geringen Schwierigkeiten handlungs- und bewegungsunfähig zeigen: bei Fülle werden wir ungeduldig und gereizt, verärgert oder, im Extremfall mit Wut- und Zornausbrüchen reagieren. Bei einer ausgewogenen Funktion der Gallenblase sind unsere Handlungen impulsiv und spontan, aber auch flexibel genug, um sich rasch an veränderte Bedingungen und neue Situationen anzupassen." [4]
TYP C :
GALLENBLASE#LEBER
SYMBALLESTHAI-MASSAGE-RITUAL
in den dafür adaptierten Formen der
KLASSISCHEN MASSAGE
SEGMENT-MASSAGE
MANUELLEN LYMPHDRAINAGE
FUSSREFLEXZONEN-MASSAGE
v.a. aber mit AKUPUNKT-MERIDIAN-MASSAGE
wandelt durch PURIFICATIO
SCHULDHAFT DISTONISCHE Muskulatur/Gewebs-VERKÜMMERUNG
in SAKRAL-EKSTASE mittels
MUSKULÄRER AUTHENTIZITÄT
zu LEIBLICHER ANASTASIS mit
EUTONISCH MUSKULÄRER EFFIZIENZ
PURIFICATIO von
BRING-SCHULDHAFTER ('fauler Hund' /acedia)
UNFÄHIGKEIT
mit ihren (u.a. muskulären)
GEWEBS-VERKÜMMERUNGEN
und
TAT-SCHULDHAFTER
GEWEBS-SCHÄDIGUNG
bereitet VERGEBUNG vor ...
... die in SAKRAL EKSTASE
mit ihrer Wandlungs-Potenz
MUSKULÄRER AUTHENTIZITÄT
erlebbar wird
(d.h. anstelle des bloßen Anscheins muskulärer Kraft,
tritt Stimmigkeit von Muskulatur und Werten, Gedanken, Emotionen, Überzeugungen und Bedürfnissen ein)
(Denn: bloßes Muskel-Design unterscheidet sich von muskulärer Authentizität insofern als bei ihr ANS/ glatte Muskulatur und willkürliche Bewegung zusammenspielen ... ) und
zu LEIBLICHER ANASTASIS,
die
- auch widrige Verhältnisse bewältigend -
(siehe dazu nebenstehendes Bild)
mittels
EU-TONISCHER EFFEKTIVITÄT
zu salutogenem Leib/Lebensstil beiträgt
(1) Kohler-Spiegel Helga, Erfahrungen des Heiligen. Religion lernen und Lehren, München 2008, 55
(2) Art. "Muskelatrophie" in wikipedia, Abfr. 14.9.18
(3) zu dieser Fähigkeit siehe Wolfers Melanie, Die Kraft des Vergebens. Wie wir Kränkungen überwinden und neu lebendig werden, Herder: Freibur-Basel-Wien 2017, ISBN 978-3-451-06823-2, 49 ff.
[4] Eckert, Tao der Akupressur und Akupunktur, 38
[5] zum Schuldbegriff siehe Maria-Sibylla Lotter, Scham, Schuld, Verantwortung. Über die kulturellen Grundlagen der Moral
Was macht aus Menschen moralische Personen? Wie entstehen die spezifischen Verhältnisse, in denen Phänomene wie Schuld, Scham, Verantwortung und Respekt auftreten? Und warum fühlen wir uns oft so fremd in unserem Selbstverständnis – warum ist es so schwierig, unsere eigenen Verhältnisse mit unseren moralischen Begriffen und philosophischen Theorien zu verstehen? Auf den ersten Blick sind das aussichtslose Fragen, denn das moralische Leben gründet nicht auf moralphilosophischen Argumenten. Es...
Psychotonik ist die Lehre von der Wechselbeziehung zwischen Emotionalität und Muskelspannung (Psyche und Tonus). Sie erforscht das Zusammenwirken von Affekten, Befinden, Körperausdruck und
Verhalten.
Die Psychotonik ist ein entwicklungsorientiertes körperpsychotherapeutisches Verfahren.
Jede Emotion löst Erregung im Organismus aus. Negativ erlebte Emotionen führen zu Anspannung oder Erschlaffung (Rückzug, Flucht, Blockade, Totstellverhalten). Beglückend erlebte Gefühle unterstützen das Fließen und Pulsieren (Kontaktverhalten). Dieses Lebensgefühl kann als Eutonie = Wohl-Spannung bezeichnet werden. Kein anderes Organsystem reagiert dabei so unmittelbar wie der Atem. Jede innere Bewegung verändert die Muskelspannung und löst Atemimpulse aus.
Jede Lebenssituation hat also ihre eigene Atemform, da jede Handlung, aber auch bereits jede Vorstellung einer Handlung und die ihr zugrundeliegenden Gefühle die nötigen Impulse zur Steuerung der Muskulatur und damit der Atmung erzeugt. Gefühle steuern jedes Tun und begünstigen oder verhindern einen frei schwingenden Atem, indem entweder lustbetonte oder angstvolle Momente die Reaktionsfähigkeit der Atemmuskulatur fördern oder beeinträchtigen. Jede innere Bewegung (lat.: Emotion = hinaus-Bewegung) wirkt also über die Veränderung des Muskeltonus und des Atems auch als Ausdrucksbewegung nach außen.
Schmincke, C. Die Psychotonik Volkmar Glasers (1912–1997). Dtsch Z Akupunkt 55, 19–23 (2012
Die Psychotonik Volkmar Glasers gründet auf das unwillkürliche motorische Ausdrucksverhalten, das die situative Gebundenheit eines Menschen im sozialen Kontakt bestimmt. Muskuläre Dystonien können damit Aufschluss geben über Störungen im Interaktionsmuster eines Menschen. Glaser hat den Außenraumbezug des Qi-Flusses in den Leitbahnen herausgearbeitet und gelangte damit zu einer psychosomatischen Deutung der chinesischen Meridiane (Keiraku). Die pädagogische oder therapeutische Anwendung der „Keiraku-Lehre“ kann helfen, humane Ressourcen freizulegen und zu entwickeln.
Zur Differenzierung von "Schuld" und "Scham"
"Das Schuldgefühl ... entsteht, weil der Mensch äußeren Normen gegenüber nicht gerecht wird bzw. weil er sich gegenüber äußeren Normen vergangen hat. ... Schamerleben dagegen entsteht u.a., wenn das Erleben nicht dem eigenen Idealbild entspricht."(Pfau Bolko, Scham und Depression. Ärztliche Anthropologie eines Affektes, Schattauer Vlg., Stuttgart 1998, ISBN 3-7945-1878-0, S.63)
Lässt sich das oben genannte DIS-TONISCHE BURNOUT zurückführen auf eine SCHULD [5], die verstanden wird als SCHULD DEM LEBEN GEGENÜBER? Also dem eigenen und dem Leben der Mitmenschen die LEBENDIGKEIT SCHULDIG GEBLIEBEN zu sein oder die eigene und deren Lebendigkeit GESCHÄDIGT zu haben ?
Dieser Schuldbegriff hebt sich ab: "In der christlichen Tradition ... stand in den letzten Jahrhunderten, wenn es um Fehler, um Schuld ging, die Betonung von Einzeltaten im Vordergrund. Im Blick darauf waren Menschen angehalten, ihr Verhalten zu prüfen: War diese eine oder andere Tat richtig oder falsch, moralisch gut oder verwerflich ?
Wir haben vermutlich oft erlebt, dass das ... nicht wirklich hilfreich war, dass es weder unser Verhalten noch unsere Einstellung nachhaltig verändert hat." (1)
Diese also letztlich irrelevante Moralität hat sich insofern ergeben als "eine wichtige Unterscheidung ... dadurch verloren gegangen (ist) , nämlich zwischen existenzieller Schuld und Tatschuld" (1), indem 'Alles' auf Tatschuld reduziert wurde.
"Das lateinische Wort 'debitum' beschreibt Existenzialschuld, Schuld als grundlegendes Phänomen menschlichen Daseins. 'Debitum' kann in seiner Entfaltung gehemmtes Leben sein, ein zum Stillstand gekommenes Leben, Verfehlen der eigenen Bestimmung, Versäumen potenzieller Möglichkeiten, ein nicht-erfülltes Leben." (1)
Neben dem obigen Begriffsverständnis von Schuld als etwas „Gesolltem“,
wird Schuld verstanden als Tat
im Sinne einer Fremd-,
durchaus aber auch als Selbst-SCHÄDIGUNG
Beide Formen der Schuld sind - so meine Hypothese- auf ganzheitlich verstandene BLOCKADEN zurückführbar:
Wie die Eingangs-Geschichten indizieren, wird einerseits die Galle zurückgehalten und andererseits die Leber in ihrer Labor-Funktion durch Belastung mit geistigem und körperlichem Giften behindert.
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