Ausgangspunkt dieses Prozesses ist die erste Konstitution des Ichs und seines Werts nach einem religiösen Muster.
In dieser emotionalen Anlage liegt der Ausgangspunkt für die Erzeugung des Religiösen im Sport.
Dieses erhält eine doppelte Schubkraft, insoferne es nicht nur von Ritualen hervorgebracht wird, sondern mit der Sicherheit der
Subjekte bereits einen vorgängig emotionalen Antrieb besitzt.
Im Sport können die emotionalen Kräfte positiv oder negativ wirken: hier gibt es den – im Vergleich zu anderen religiösen Handlungsystemen – besonderen Fall, dass die Emotionen der Gruppen und die Sicherheit der Subjekte je nach Ausgang des Geschehens bestärktoder bedroht werden."
[Gebauer Gunter, Kollektive Emotionen und Glaube: das erhöhte Ich im Fußball, S,244, in: Sprachen der Emotion. Kultur, Kunst, Gesellschaft, hrg. Gebauer Gunter/ Edler Markus, Campus Vlg. Frankfurt/New York, ISBN 978-3-593-39989-8, S.230-244)