Sowohl nach Niederlagen als auch nach Siegen: NEHMEN SIE IHRE EMOTIONEN IN LEBER / GALLENBLASE WAHR !

Nicht nur nach Ausschreitungen, sondern auch nach Erfolgen sollten sowohl Spieler, als auch Fans sowie die Vereinsleitung sich an einen Tisch setzen, sich in den leeren Sesseln zurücklehnen und ihr emotionales Erleben anh. der Bezugnahme auf GALLENBLASE und LEBER nach der SYMBALLESTHAI-Methode artikulieren ...


"In Fangruppen bestärken sich das Ich- Gefühl der einzelnen Subjekte und das Wir-Gefühl der Gruppe gegenseitig. Die Gruppe kann aus ihrer kollektiven Gewissheit das Religiöse hervorbringen.

Mit dem Vollzug von Ritualen allein ist die Entstehung des Religiösen nicht zu erklären.

Die Gruppe kann aus ihrer kollektiven Gewissheit das Religiöse hervorbringen. Dieser Gedanke, der auf Durkheim zurückgeht, ist zu ergänzen: die einzelnen Mitglieder der Gemeinschaft müssen schon eine Gewissheit von sich selbst besitzen, wenn sie in das kollektive religiöse Leben eintreten


Ausgangspunkt dieses Prozesses ist die erste Konstitution des Ichs und seines Werts nach einem religiösen Muster.

In dieser emotionalen Anlage liegt der Ausgangspunkt für die Erzeugung des Religiösen im Sport.

Dieses erhält eine doppelte Schubkraft, insoferne es nicht nur von Ritualen hervorgebracht wird, sondern mit der Sicherheit der

Subjekte bereits einen vorgängig emotionalen Antrieb besitzt.

Im Sport können die emotionalen Kräfte positiv oder negativ wirken: hier gibt es den – im Vergleich zu anderen religiösen Handlungsystemen – besonderen Fall, dass die Emotionen der Gruppen und die Sicherheit der Subjekte je nach Ausgang des Geschehens bestärktoder bedroht werden."

[Gebauer Gunter, Kollektive Emotionen und Glaube: das erhöhte Ich im Fußball, S,244, in: Sprachen der Emotion. Kultur, Kunst, Gesellschaft, hrg. Gebauer Gunter/ Edler Markus, Campus Vlg. Frankfurt/New York, ISBN 978-3-593-39989-8, S.230-244)