Herr D. erlebt bereits Mitte August die "Melancholie des September": Tatsächlich werden ja die Tage kürzer. Dabei übersieht er allerdings, dass diese Augusttage ja noch immer viele Sonnenstunden bieten. Aber für ihn ist bereits jetzt die Sonne verloren - was ihn unsäglich traurig macht. Als ihn seine Frau einlädt, mit ihr einen sonnigen Augusttag zu erleben, wehrt er nur müde und lustlos ab. Und er kann das auch erklären: "Es ist ja ein Naturgesetz, dass die Tage kürzer werden." Dementsprechend macht er sich anschließend Selbst-Vorwürfe: Er habe den vergangenen Sommer nicht genutzt, ständig auf bessere, idealere Sommertage gewartet. Überhaupt sei er jemand, der sich mit "halben Sachen" nicht zufrieden geben könne.
Auf diese Weise verstreichen für ihn tatsächlich die Sonnentage. Als er das registriert, verstärkt sich seine miese Stimmung "Ich bin halt so- und da kann man nichts machen!"
"Du brachtest mich in die unterste Grube, in Finsternisse, in Tiefen. Auf mir lastet dein Grimm, mit all deinen Wogen drückst du mich nieder. ...
Ich aber, Herr, ich schreie zu dir um Hilfe, am Morgen komme zu dir mein Bittgebet."
(Psalm 88, 7,8 und 14)
"Die Überlebensmechanismen, die uns im Notfall gute Dienste leisten, wirken sich bei psychischen Störungen wie etwa Depressionen schädlich aus." Da sie von schlimmen Erinnerungen permanent angestoßen werden, wirken sich Überlebensmechanismen [Angst, Stress und Trauer], die uns im akuten Notfall gute Dienste leisten - durch Ausschüttung von Stresshormonen etwa, die den Organismus in Alarm versetzen.
(Dobbs David, Strom an, Schwermut aus, 100, in: Psychotherapie heute. Seelische Erkrankungen und ihre Behandlung im 21. Jahrhundert, hrsg. v. Christiane Gelitz, Schattauer/Stuttgart 2012, ISBN 978-3-7945-2867-7, S.95-103)
WESHALB
DEPRESSIVER VERSTIMMUNG ?
... WEIL SUIZID ALS -ALS THEOLOGISCH ALS 'VERSUCHUNG' ZU QUALIFIZIERENDER- 'AUSWEG' LOCKT
"Die Unzufriedenheit mit sich selbst ist ein wesentliches Merkmal depressiver Zustände. Sie findet ihre extremste Ausformung in der Suizidalität, im Wunsch, den eigenen Tod herbeizuführen."
[Wilda-Kiesel Anita, Tögel Anette, Wutzel Uwe, Kommunikative Bewegungstherapie. Brücke zwischen Psychotherapie und Köpertherapie, Verlag Hans Huber 2011 Bern, ISBN 978-3-456-84865-5, S.76)
Dass der Suizid als anstrebenswert erscheint (= eine der nach Unfall-Tod häufigsten Todesweisen), hängt (und damit ist Theologie /Histor. Theologie angesprochen, nämlich insoferne als sich im ggw. Todes-Glauben in neuzeitlichen Entwicklungen säkularisierte Gottes-Attribute wie Allmächtigkeit im Sinn eines totalen Verfügens über den Menschen zeigen [siehe dazu meine Forschungen zu
"Letal-Dispositionen im Gottesbild des Mittelalters und der Neuzeit: deren Implikationen im Rahmen der Entwicklung einer Sterbekultur" in: https://kg-ktf.univie.ac.at/ueber-uns/wissenschaftliches-personal/hold/letal-dispositionen/] )
... AUS DER -SICH IN DEPRESSIVER VERSTIMMUNG ARTIKULIERENDEN- DIABOLIK
Seit einigen Wochen wacht Herr K. niedergeschlagen, hoffnungslos und verzweifelt auf. Seine Stimmung befindet sich schon unmittelbar nach dem Aufwachen auf dem absoluten Tiefpunkt ...; Dabei sollte man sich ja gerade am Morgen besonders frisch, aktiv, unternehmungslustig fühlen !
Personen, welche unter einem Morgentief leiden, schildern häufig, dass das Gedankenkreisen, die Zukunftsängste und das Gefühl der Niedergeschlagenheit bereits mit dem ersten Augenaufschlag beginnen und die Intensität der Symptome den Start in den Tag deutlich beeinträchtigen würden. Im Verlaufe des Tages würden die Symptome in ihrer Intensität häufig nachlassen, so dass sie am Mittag oder am Abend weniger stark seien als am Morgen. Das heißt, dass sich die gedrückte Stimmung im Laufe des Tages bessern oder sogar bis zum Abend weitgehend normalisieren kann.
Das Morgentief der Depression korreliert häufig mit einer Störung der eigenen inneren Uhr bzw. des sogenannten zirkadianen Rhythmus. Die innere Uhr beeinflusst unsere Energie, unsere Wachheit, unser Denken und unsere Stimmung. Sie hilft uns dabei, eine stabile Stimmung zu bewahren und sorgt dafür, dass wir gesund bleiben. Wenn unsere innere Uhr jedoch durcheinandergerät, dann kommen wir in ein Ungleichgewicht, weil beispielsweise Hormone (z.B. Melatonin) zur falschen Tageszeit und in der falschen Menge produziert werden. Der Körper ist dann nicht mehr in der Lage ausreichend dafür zu sorgen, dass wir uns während des Tages wach und fit, am Abend hingegen schläfrig und müde fühlen und uns in der Nacht erholen können. Dies wirkt sich negativ auf unsere körperliche Gesundheit und unser emotionales Wohlbefinden aus und kann zu verschiedenen körperlichen Erkrankungen und psychischen Störungen (beispielsweise Depressionen) führen.
Das Durcheinander / Grch. : Diabolische ist xxx
"Die Karriere der Depression beginnt in dem Augenblick, in dem das disziplinarische Modell der Verhaltenssteuerung, das autoritär und verbietend den sozialen Klassen und den beiden Geschlechtern ihre Rolle zuwies, zugunsten einer Norm aufgegeben wird, die jeden zur persönlichen Initiative auffordert: ihn dazu verpflichtet, er selbst zu werden. Die Konsequenz dieser neuen Norm ist, dass die Verantwortung für unser Leben nicht nur in uns selbst liegt, sondern auch im Kollektiven-Zwischenmenschlichen. Dieses Buch wird zeigen, dass die Depression die genaue Umkehrung dieser Konstellation ist. Sie ist eine Krankheit der Verantwortlichkeit, in der ein Gefühl der Minderwertigkeit vorherrscht. Der Depressive ist nicht voll auf der Höhe, er ist erschöpft von der Anstrengung, er selbst werden zu müssen." (Ehrenberg Alain, Das erschöpfte Selbst. Depression und Gesellschaft in der Gegenwart, Campus Vlg. Frankfurt/ N.Y., 2.Aufl. 2015, 26-27)
" 'Du bist nicht mehr du selbst, sondern etwas Fremdem ausgeliefert', sagt Andrew Solomon über seine eigenen Erfahrungen im Reich der Depression. 'Ich fühlte mich, als hätte ein Dämon von mir Besitz ergriffen', erklärt eine schwer depressive Patientin ihren Zustand. Bei solchen Beschreibungen drängt sich der Eindruck von Besessenheit im Sinne von Besetzungen durch fremde Seelenenergie auf ..." [1]
Man kann dieses Dämonische im Sinne der antiken Bedeutung von 'Daimon' aber auch konkretisieren als diabolische Struktur der Depression, die sich im 'Atmen' zeigt:
"Der Atem wird nicht frei in die Welt hinaus entlassen, sondern ist mit der Gegenbotschaft des Rückzugs besetzt, während die Gemütsbewegung beim Einatmen widersprüchlicherweise einen Anfang von Loslassen, Auftun, Entspannung und Zuwendung zur Außenwelt beinhaltet." (1)
Der Atem ist ins Durcheinander geraten, in griechischer Formulierung: 'diabolisch' geworden.
Analog gilt dies m.E. auch für den Dickdarm: "Der leib-seelische Fluss stockt zwischen Spannung und Entspannung."(2) [1] Dahlke Ruediger, Depression. Wege aus der dunklen Nacht der Seele, Arkana 2.Aufl. 2010, ISBN 978-3-442-21923-0, 128
Dieses 'Diabolische' zeigt sich - im Rahmen von Hypothesen zur Depression argumentierend- auch:
Wenn die hinter der Medikation durch SSRI's liegende Serotonin-Hypothese stimmt, dann ...
... erfolgt bei Depression eine Falschverteilung dieses Neurotransmitters hin zu Stellen, an denen er die seiner Neurotransmitter-Funktion entsprechende Wirksamkeit nicht entfalten kann.
... fehlt Serotonin eben im Synapsenspalt.
Wenn die hinter Seligmans Theorie der Depression, also die der erlernten Hilflosigkeit stimmt, dann ...
... erfolgt bei Depression eine Fixierung auf Ausweglosigkeit.
... fehlt die mentale Fluidität, um auch aus schwierigen Situationen einen Ausweg zu finden.
Wenn im Zentrum Aaron T. Becks kognitiver Theorie der Depression kognitive Verzerrungen der Realität stehen, dann ...
... erfolgt bei Depression eine Fixierung auf pessimistische Selbst- und Weltsicht
... fehlt die Wahrnehmung des Guten, Schönen und Wahren.
Wenn Vertreter des Konzepts der Emotionalen Intelligenz, die auf die Fähigkeit, eigene und fremde Gefühle (korrekt) wahrzunehmen, zu verstehen und zu beeinflussen abstellen, dann ...
... stellen sie bei Depressiven eine Tendenz fest, Wahrnehmungen negativ, also depressionsverstärkend, zu interpretieren.
... fehle Depressiven ein solides Können in der Handhabung zwischenmenschlicher Beziehungen (Eltern, Peergroup, Sexualpartner).
Dementsprechend zeigen sich folgende
SYMPTOME BEI DEPRESSIVEN ERKRANKUNGEN
[nach Wilda-Kiesel Anita, Tögel Anette, Wutzel Uwe, Kommunikative Bewegungstherapie. Brücke zwischen Psychotherapie und Köpertherapie, Verlag Hans Huber 2011 Bern, ISBN 978-3-456-84865-5, S.75)
SYMPTOMGRUPPEN
Beziehung zu sich selbst
Stimmung
Antrieb
Denkinhalte
Vegetativum
TYPISCHE SYMPTOME
Minderwertigkeit und Insuffizienzgefühle; vermindertes Selbstvertrauen; misstrauisches und ängstliches Beobachten des eigenen Körpers; Selbstvorwürfe und Selbstkritik; Verwahrunglosungstendenzen; Suizidideen, suizidale Handlungen oder Selbstverletzungen; Gefühlosigkeit, Gefühl innerer 'Leere'
Anhedonie (Schwierigkeit, Freude zu empfinden); gedrückte Stimmung, Niedergeschlagenheit; rasches Weinen und Trauergefühle
motorische Hemmung, Verlangsamung der Bewegungen; Körperhaltung: kraftlos und gebeugt; Sprache: leise, monoton, langsam, Entschlussunfähigkeit; Einfallsarmut und Denkhemmmung; Müdigkeit; Interessen- un d Lustlosigkeit;
Konzentrationsstörungen; Grübelneigung; sorgen und Ängste bestimmen das Denken; Überwertige Ideen von Schuld bis hin zu wahnahften Gedanken von Versündigung und Schuld
innnere Unruhe und Erregung; Blutdruckregulationsstörungen; Appetitlosigkeit und Gewichtsverlust; Verdauungsstörung; Libidoverlust; Schlafstörungen; Schmerzen
"Die Diagnostik depressiver Erkrankungen beruht auf kategorialen Klassifikationssystemen, die eine Vielzahl heterogener und teils konträrer Symptome zusammenfassen ..." [52]
"... deren komplexe biologische Grundlagen noch weitgehend ungeklärt sind. Die Diagnosestellung in der Psychiatrie und die damit verbundene Wahl der Behandlung erfolgen primär nur durch Sprache." [52]
"Die biologische Charakterisierung der Pathophysiologie und Therapiemechanismen durch Biomarker und Gentests stellt eine der Sprache überlegene Organisation der Behandlung mit entsprechend höherer Erfolgsrate in Aussicht. Mithilfe von genetischen Untersuchungen, proteomischen und metabolomischen Profilen, neuroendokrinen und elektrophysiologischen Parametern und multimodaler zerebraler Bildgebung konnten bereits potentiell wichtige Biomarker für die biologische Charakterisierung depressiver Störungen und die Vorhersage des anti-depressiven Behandlungserfolges identifiziert werden. Daraus wurden spezifische pathophysiologische Modelle entwickelt, so z. B. das Stress-Modell der Depression, das Serotoninmodell und das Modell der frontocingulären Dysfunktion. Dennoch konnte bislang kein Biomarker Eingang in die klinische Praxis der Depressionsbehandlung finden. Bis Ergebnisse aus der Labordiagnostik in die klinische Behandlungsroutine integriert werden, wird in der Depressionsbehandlung weiterhin die Sprache das letzte Wort haben." [52] [70]
Oder man sucht -die Interessen, wer das letzte oder das erste Wort habe, zurückstellend- an der Frage orientiert, welche der biologisch verstandenen Leib-Organe mit Depression zusammenhängen könnten, als Hypothese aufzustellen, dass 'Lunge' und 'Dickdarm' 'verantwortlich' seien für depressives Geschehen.
Aber "Es gibt keiun Symptom, das allein spezifisch für eine Depression ist. sondern eine Fülle von Beschwerden, die mit einer Depression verbunden sein können."
[Wilda-Kiesel Anita, Tögel Anette, Wutzel Uwe, Kommunikative Bewegungstherapie. Brücke zwischen Psychotherapie und Köpertherapie, Verlag Hans Huber 2011 Bern, ISBN 978-3-456-84865-5, S.75)
DAHER DIE FRAGE: WORAUF SOLL PURIFICATIO DER DEPRESSIVEN VERSTIMMUNG HINAUSLAUFEN ?
VERSÄUMNIS-TRAUER SOLL ENTSTEHEN !
"Die Schwierigkeit zwischen Trauer und Depression zu unterscheiden, beschäftigte Freud in seiner heute noch sehr lesenswerten Arbeit 'Trauer und Melancholie' von 1917. Auf ihn geht die Erkenntnis zurück, dass die Selbstanklage und das damit verbundene verminderte Selbstvertrauen ein zentrales Symptom depressiver Erkrankungen darstellt. "Bei der Trauer ist die Welt arm und leer geworden, bei der Melancholie ist es das Ich selbst." (Freud S., Gesammelte Werke. Studienausgabe, Bd. III, Fischer Taschenbuchverlag Frankfurt/Main 2000, S.200) Er beschreibt damit, dass bei der Trauer der Verlust einer realen Sache oder Person im Mittelpunkt steht und der Trauerprozeß dabei hilft, diesen Verlust zu verarbeiten. Bei der Depression jedoch beklagt der Patient, dass eine innere fähigkeit verloren gegangen ist, zum Beispiel die Fähigkeit sich zu freuen oder sich für etwa zu interesseren, weshalb hier die Selbstentwertung und Selbstanklage vorrangig sind. Die Depression ist eine Erkrankung des Selbst."
"Aber was bedeutet es, man selbst zu werden? Diese Frage ist nicht so einfach, wie sie aussieht. Sie stellt uns vor schwierige Probleme der Grenzziehung: zwischen dem Erlaubten und dem Verbotenen, dem Möglichen und dem Unmöglichen, dem Normalen und dem Pathologischen. Die Psyche muss heute mit instabilen Beziehungen zwischen Schuld, Verantwortung und Geisteskrankheit umgehen." (Ehrenberg Alain, Das erschöpfte Selbst. Depression und Gesellschaft in der Gegenwart, Campus Vlg. Frankfurt/ N.Y., 2.Aufl. 2015, 26-27)
D depressiver Episoden ?
Anregung nimmt sie an Polyakov, der 167 depressive Patienten mit Akupunktur behandelt hat
(wobei sich nicht nur die Hauptsymptome der Depression verringerten, sondern auch Ausprägung und Stärke der Nebensymptome: die besten Resultate wurden bei Patienten mit melancholischer Depression erzielt. Schlechte Ergebnisse hingegen zeigten sich bei Patienten mit Angstdepression und apathischer Depression. Bei zyklothymen Depressionen war Akupunktur fast so wirksam wie der Einsatz von Antidepressiva, während sie bei Patienten mit psychotischen Merkmalen bedeutend weniger anschlug als trizyklische Antidepressiva) [10]
näherhin u.a. mittels Lu 7 und Di 4 akupunktierte. [11]
LU 7 Schon dessen Bezeichnung (Liè Que; 'Fehlende Ordnung'; 'Fehler in der Reihe' (Eckert, Tao Psychosomatik S.81); Wolkenbruch (Seirin, S.30) läßt erwarten, dass er füras Werden von VERSÄUMNIS-TRAUER könnte ansetzen mit Behandlung von Lu7: bei der inneren Realität, bei Gefühlen und Gedanken, die man im Geschehenfluss nicht wahrnahm, ankommen lässt: "Es kann eine helle und freundliche Stimmung entstehen - oder überschäumende Lebenslust. Manchmal werden aber auch Mutlosigkeit, Trauer, Verzweiflung und Verletzlichkeit bewusst. Lié Que wirkt als Verstärker, als Lupe, als Mikroskop: Er verstärkt und vergrößert vorhandene Gefühle und Gedanken, ändert aber zuerst einmal nichts daran. er macht sie einfach in ihrer Qualität bewusst. Man bleibt im Zwiespalt, so man einen hat." [15].
Damit entspricht Lu 7 der vom Unwesentlichen befreienden und das Wesentliche sichtbar machenden Charakteristik von Purificatio , also insoferne als dessen Behandlung in diesen zwei Dimensionen wirkt: sie "breitet das Lungen-Qi aus und zerstreut schädigende Einflüsse" [Seirin-Bildatlas der Akupunktur [21)
Diese zwei-dimensionale Wirksamkeit von Lu 7 könnte zusammenhängen mit der Position "zwischen den Sehnen des M. brachioradialis und M. abductor pollicis longus" (siehe Seirin-Bildatlas der Akupunktur [21), S.30)".
Dann weiters mit der gebenden bzw. nehmenden Handstellung: "M. brachioradials beugt im Ellbogengelenk und führt darüber hinaus den Unterarm aus der extremen Pronations- und Supinationsstellung jeweils wieder in die Mittelstellung zurück" (Valerius Klaus-Peter u.a., Das Muskelbuch. Anatomie. Untersuchung.Bewegung, 4.vollst. überarb. Aufl., KVM-Der Medizinverlag 2009, ISBN 978-3-932119-38-5, S.72)
Weiters ist diese Zwei-Dimensionalität erkennbar im: "M. abductor pollicis longus: der den Daumen streckt und abduziert (Valerius Klaus-Peter u.a., Das Muskelbuch. Anatomie. Untersuchung. Bewegung, 4.vollst. überarb. Aufl.,, KVM-Der Medizinverlag 2009, ISBN 978-3-932119-38-5, S.122) Höchst relevant wurde dieses Strecken bzw. Abduzieren bei Gladiator-Kämpfen, wobei der römische Kaiser damit nicht nur willkürlich über Tod und Leben des Verlierers entscheiden, sondern wohl auch beachten konnte, ob der Verlierer ein tapferer Kämpfer war, dem man wieder eine Chance, sich aufzurichten geben sollte (wobei dies auch beinhalten konnte, dass man den tapferen Verlierer wiedersehen wollte - eben weil er die für einen Kaiser, dessen Macht auf militärischem Erfolg beruhte, 'Tugenden' aufwies). [Diese Zwei-Dimensionalität ist auch an -je nach Kultur unterschiedlichen- Bedeutungen erkennbar: Denn -international gesehen- bleibt es ein Risiko, ob das Aufzeigen mit dem Daumen als Ausdruck von etwas Positivem oder von Obszönem genommen wird: Während in Deutschland und den meisten anderen Ländern Europas die Bedeutung von „Daumen hoch“ etwas Positives aussagt wie „gut gemacht“ oder „alles in Ordnung“, ist dieser Fingerzeig zum Beispiel in Russland, Griechenland, Frankreich und Australien eine obszöne, rüde Geste].
Der vor dem Übergang von Unterarm zu Hand, näherhin knapp proximal des Processus styloideus radii, 15 fen proximal der Beugefalte des Handgelenks, sich befindende Lu7, der also vor einer Hürde zum konkreten Aufzeigen mit dem Daumen liegende Punkt "entstaut die Leitbahn und macht sie durchgängig" [Seirin-Bildatlas der Akupunktur [21], macht also dem mut- und lust-losen Depressiven wieder Aussicht. auf etwas oder jemanden, das er 'angehen' bzw. jemanden ihn Interssierenden, den er anreden könnte.
Dass Lu 7 gerade für den Depressiven, der in seiner Lustlosigkeit ohnedies 'wenig Luft' zu brauchen scheint, relevant ist, insoferne als er "entfaltet die Lungen, der Brustkorb dehnt sich, die Atmung vertieft sich" [14; Eckert, S.81]
Lu 7 steht auch an erster Stelle bei der Anwendung der TCM bei Diagnose und Behandlung von 'Zorn'-Depressionen (siehe dazu Typ A der Symballesthai-Behandlungen), also des Typs "Leber-Qi-Stagnation attackiert Herz und Lunge" [23]: Charakteristisch für dieses Muster ist ein zugrundeliegender Lungen-Qi-Mangel, sowie möglicherweise Herz-Qi-Mangel kombiniert mit einer Leber-Qi-Stagnation. Das Qi stagniert primär im Thoraxbereich und beeinträchtigt die Funktion der Lunge, das Qi zu regieren (Atmungs-Qi und wahres Qi). Zu einem gewissen Grad wird auch die Funktion des Herzens, das Blut zu regulieren (Bewegung des Blutes), beeinflusst, da Herz- und Lungen-Funktion in Wechselwirkung stehen." [23]
Der Zusammenhang zur profanen Ekstase:
Weiters Lu 7 "reguliert den Ren Mai" [Seirin-Bildatlas der Akupunktur [21] Der zuletzt genannte Hinweis auf das Konzeptionsgefäß lässt erkennen, dass die bei Depressiven häufig beobachtbare erhöhte Sensitivität nicht harsch, also über das Lenkergefäß, angegangen wird. Es geht als nicht darum unempfindsam zu werden, sondern die Empfindsamkeit zu modulieren.
Das führt hin zu der Frage, ob nicht auch mittels anderer Massagetechniken diese Lungen-Effekte erreichbar sind: insbesondere erprobt wurden Griffe aus Fussreflex- und Segment-Massage: bei letzterer solche, die zum Organ hinführen in Kombination mit solchen, die zur Wirbelsäule zurückbringen.
dem Symballesthai-Prinzip entsprechend: Verbindung zu Di 4.
" und die Dickdarmperistaltik." [14; Eckert, S.81] -Zusammenhang mit Zwerchfell - daher Symballesthai
Dickdarmperistaltik: Wasserhaushalt und Weg mit Altlasten
läßt Ur-Vertrauen erwachen "Er regt den Solarplexus - den Ursprung des Lungenmeridians- an, aktiviert die Zwerchfellatmung" [14; Eckert, S.81],
Di 4 Ursprung Solarplexus?
Depression ist also nicht bloß eine falsche Positionierung von Energie, sondern auch ein Fehlen von Energie, wobei das Fehlen und das Falsche nur die zwei Seiten eines einzigen Geschehens sein könnten.
Dieser oben aufgezeigte Doppelcharakter der DEPRESSION, also die falsche Positionierung von Energie als auch das Fehlen an den benötigten Stellen, lässt die als die drei Hauptsymptome genannten Phänomene in ihrem inneren Zusammenhang erkennen:
Dementsprechend könnte man "Dysphorie" (bzw. die dieser entsprechende "Depression") nicht nur als Zustand ("jemand hat eine Depression"), sondern auch als Geschehen ("jemand wird depressiv") charakterisieren.
Diese 'Trauerarbeit' braucht/sollte aber nicht bloß mental zu erfolgen.
Ganzheitlich wird sie, wenn -wie in Tabelle 3.3. zum "Verhältnis zwischen den fünf Wandlungsphasen, den Zang-Fu-Organen, psychischen und physischen Funktionen sowie in deren Übereinstimmung mit Depression nach DSM-IV-Kriterien (Quelle: Beinfield und Korngold)" von Schnyer Rosa N., Allen John B., Akupunktur bei Depressionen [29] ersichtlich ist- "Trauer" als "Affekt" bzw. "Störung des emotionalen Gleichgewichts"
heilsam beeinflussbar wird durch
BEHANDLUNG
DER NACH TCM VERSTANDENEN LUNGE (DICKDARM)
Kraft Dominik, Matura Silke, Katharina Cless, Psychische Störungen, in: Bewegung und Sport gegen Burnout, Depressionen und Ängste, hrsg. Oertel Viola, Matura Silke, Springer Vlg. 2017, ISBN 978-3-662-53937-8, S.19-32:
Zu unterscheiden ist zwischen depressiver Symptomatik und Entstehungsbedingungen einer Depression.
"Depressive Symptome können sich auf emotionaler Ebene (z.B. Niedergeschlagenheit, Schuld), kognitiver Ebene (z.B. Grübeln, Konzentrationsprobleme), physiologischer Ebene (z.B. Antriebslosigkeit, Schlafstörungen) und auf der Verhaltensebene (z.B. verlangsamte Sprache und Motorik) ausdrücken (Assion und Angst 2006)" [Kraft Dominik, Matura Silke, Katharina Cless, Psychische Störungen, in: Bewegung und Sport gegen Burnout, Depressionen und Ängste, hrsg. Oertel Viola, Matura Silke, Springer Vlg. 2017, ISBN 978-3-662-53937-8, S.19-32]
"Aufgrund der hohen Heterogenität depressiver Störungen lassen sich die Entstehungsbedingungen am besten in einem Vulnerabilitäts-Stress-Modell darstellen. Dabei wird angenommen, dass prädisponierende Faktoren (z.B. genetische Aspekte, Verlusterfahrung) zu einer erhöhten Vulnerabilität, d.h. Verletzlichkeit, für die Entwicklung einer psychischen Störung beitragen. Treten dann auslösende Ereignisse (z.B. Stressoren, kritische Lebensereignisse) auf, kann es in Abhängigkeit psychologischer, entwicklungsbiologischer wie auch sozialer Prozesse zum Auftreten eines depressiven Symptoms kommen (Klinische Psychologie und Psychotherapie, hrsg. Wittchen H.-J. und Hoyer J., Berlin: Springer 2011)
"Die Wirkungsweise von Sport auf das Gehirn wurde vielfach untersucht. So weiß man inzwischen, dass Sport -ähnlich wie ein Antidepressivum- den Serotoninspiegel im Gehirn steigen lässt und sich so positiv auf die Stimmung auswirkt (Dey et al.1992; Meeusse und De Meirleir 1995). Zudem verringert Sport die Freisetzung von Stresshormonen (Gouarne et al. 2005).
Aus psychologischer Perspektive kann man davon ausgehen, dass das Gefühl, den inneren Schweinehund überwunden und etwas geleistet zu haben, die Selbstwirksamkeit und das Kontrollerleben steigert." (Kraft Dominik, Matura Silke, Katharina Cless, Psychische Störungen, S.21, in: Bewegung und Sport gegen Burnout, Depressionen und Ängste, hrsg. Oertel Viola, Matura Silke, Springer Vlg. 2017, ISBN 978-3-662-53937-8, S.19-32
Zur Differenzierung von Depression und POSTTRAUMATISCHER VERBITTERUNGSSTÖRUNG siehe BAUMANN Kai und LINDEN Michael, Frieden mit früher, in: Psychotherapie heute. Seelische Erkrankungen und ihre Behandlung im 21. Jahrhundert, hrsg. v. Christiane Gelitz, Schattauer/Stuttgart 2012, ISBN 978-3-7945-2867-7, S.47-54.
"Äußerlich wirken die [von belastenden Ereignissen] Betroffenen tatsächlich oft depressiv. Befragt man sie jedoch nach ihrem eigenen Erleben, ergibt sich ein anderes Bild: Nicht Verzweiflung und Hoffnungslosigkeit stehen hier im Vordergrund, sindern Verbitterung, Wut und Ärger. Es gelingt diesen Menschen nicht Ungerechtigkeiten oder Kränkungen zu vergessen oder ihnen nachträglich sogar etwas Gutes abzugewinnen. Sie können das Geschehene nicht hinter sich lassen." (BAUMANN Kai und LINDEN Michael, Frieden mit früher, 47, in: Psychotherapie heute. Seelische Erkrankungen und ihre Behandlung im 21. Jahrhundert, hrsg. v. Christiane Gelitz, Schattauer/Stuttgart 2012, ISBN 978-3-7945-2867-7, S.47-54.
"Auf einen Blick.
Therapie gegen Bitterkeit
1 Wut und Enttäuschung kennzeichnen die Verbitterungsstörung. Den Betroffenen gelingt es nicht, mit einem erlittenen Unrecht oder einer Kränkung abzuschließen
2 Verbitterten Menschen mangelt es an Ressourcen, um die Belastungen zu bewältigen udnd Probleme zu lösen. Eine neue Therapie soll diuese 'Weisheitskompetenzen' reaktivieren.
3 Ziel ist zum einen die Einsicht, dass das Hadern mit dem Unrecht dem seelischen Wohl im Weg steht. Zum anderen lernen die Patienten, ihr Problem aus einem neuen Blickwinkel zu betrachten und es schließlich auf sich beruhen zu lassen."(BAUMANN Kai und LINDEN Michael, Frieden mit früher, 47, in: Psychotherapie heute. Seelische Erkrankungen und ihre Behandlung im 21. Jahrhundert, hrsg. v. Christiane Gelitz, Schattauer/Stuttgart 2012, ISBN 978-3-7945-2867-7, S.47-54.
Dementsprechend hat Polyakov, der 167 depressive Patienten mit Akupunktur behandelt hat (wobei sich nicht nur die Hauptsymptome der Depression verringerten, sondern auch Ausprägung und Stärke der Nebensymptome) [10] u.a. Lu7 und Di 4, sondern auch Ma 36, Pe 5 und Pe 6 akupunktiert. [11]
Kramer, S. Studienlage zu Akupunktur bei Depressionen. Dtsch Z Akupunkt 61, 9–11 (2018). https://doi-org.uaccess.univie.ac.at/10.1007/s42212-018-0023-1
PURIFICATIO DER DEPRESSIO: ENTTÄUSCHUNG ARTIKULIERT SICH
"Wir wissen immer noch nicht, warum die Regulierung von Area 25 (x) einen solchen Effekt hat", sagt Mayberg. "Das wollen wir als Nächstes erforschen. Klar ist jedenfalls, dass sie Depressionen auslöst, wenn sie überaktiv ist, und dass ihre Beruhigung Erleichterung verschafft." (Dobbs David, Strom an, Schwermut aus, 102, )
(x) Mayberg, Lozano und Kennedy platzierten von 2003 an bei einem Dutzend besonders schwerer Fälle von Depression winzige Elektroden im Gehirn der Betroffenen. Lozano bohrte hierfür zwei centstückgroße Löcher in die Schädeldecke, führte ein mit dünnen Kabeln verbundenes Elektrodenpaar zu Area 25 schloss die Kabel an kleinen, unterhalb des Schlüsselbeins eingepflanzten Schrittmacher an und schaltete ihn ein. Eine stete Spannung von vier Volt reizte nun das Nervengewebe (Dobbs David, Strom an, Schwermut aus, 102, in: Psychotherapie heute. Seelische Erkrankungen und ihre Behandlung im 21. Jahrhundert, hrsg. v. Christiane Gelitz, Schattauer/Stuttgart 2012, ISBN 978-3-7945-2867-7, .95-103; Literaturtipp: Mayberg H. et al.: Deep Brain Stimulation for Traetment Depression, in: Neuron 45)
Allerdings: "Anfang 2004 veröffentlichte Mayberg dann eine Studie, die ihre eigenen Ergebnisse ad absurdum zu führen schien. Sie hatte eine Anzahl von Patienten untersucht, die wegen Depressionen behandelt wurden: eine Gruppe mit dem Psychopharmakon Paxil, die anderen mit kognitiver Verhaltenstherapie (KVT). Bei den Paxil Probanden zeigten sich dieselben Muster wie in früheren Studien. Die KVT-Patienten hingegen wiesen eine verwirrende Dynamik auf. Schlug die Behandlung an, beruhigte sich Area 25 wie erwartet. Doch die frontalen Hirnareale verhielten sich umgekehrt zu denen anderer Patienten. Ihre Aktivität war während der depressiven Phase ungewöhnlich hoch und nahm nach einer erfolgreichen Therapie ab.
'Da war ich mit meinem Latein erst einmal am Ende', sagt Mayberg. Nach vielen Diskussionen und langem Grübeln wurde ihr jedoch klar, dasss die erfolgreichen KVT-Patienten diese Reaktion geradezu zeigen mussten. Denn die kognitive Verhaltenstherapie lehrte sie, ihre negativen Gedankenmuster zu erkennen und zu verändern. Ein agiler Frontalkortex ist dafür eine Grundvoraussetzung. Patienten, die auf KVT ansprechen, tun dies entweder, weil sie von Natur aus eifrige Denker sind oder weil sie schon zuvor über einen Weg aus der Depression nachgedacht hatten." (Dobbs David, Strom an, Schwermut aus, 100, in: Psychotherapie heute. Seelische Erkrankungen und ihre Behandlung im 21. Jahrhundert, hrsg. v. Christiane Gelitz, Schattauer/Stuttgart 2012, ISBN 978-3-7945-2867-7, S.95-103)
Damit ist eine wesentliche Dimension des Erfolgs der psychotherapeutischen Behandlung angesprochen; Allerdings: diese Depressions-Therapie nimnmt nicht direkt Bezug auf Area 25.
Vielleicht sollte man aber (eben bedenkend, dass sich Mayberg mit ihrer Aufforderung an traurige Ereignisse sich zu erinnern) -im Sinne eines Ausbaus der kognitiven Verhaltens-Therapie zu einer Ereignis-Therapie (durch lebens-historische Methodik im Sinne der Mentalitäts-Historie der französischen Annales-Schule) - nicht nur auf das Erleben achten, sondern das Erleben als eingebunden in das Geschehen sehen. D.h., dass Depression nicht nur eine innere Niedergeschlagenheit bedeutet, sondern auf die Faktizität eines als niederdrückend verstandenen Geschehens Bezug nimmt.
In diesem Ansatz ergibt sich -so meine Hypothese-, dass DEPRESSION die FOLGE EINES ENTTÄUSCHUNGS-GESCHEHEN ist.
Enttäuschung wird dabei verstanden als eine Glaubens-Angelegenheit, wobei Glauben sich nicht nur auf Inhalte bezieht,sondern auch Vertrauen meint. Dieses Vertrauen kann bekanntlich als enttäuscht worden zu sein erscheinen.
Um hier sicher zu gehen, wäre es sinnvoll, nach der Signifikanz des Ereignisses zu forschen. Dazu reicht es nicht auf das innere Erleben zu achten. sodern es geht um Faktizität: am Beispiel des Seitensprungs erläutert um die Frage, ob trotz deses Seitensprungs wieder gelingende Sexualität möglich ist. Wenn dies gelingt, so wird es eben nicht zum Verlust der Beziehung kommen; gelingt es aber nicht, so wird man wohl kaum eine allfällige Scheidung als sonderlichen Verlust und damit auch nicht als einen Auslöser für Depression erleben müssen.
Eine ereignis-therapeutische Bewältigung der nach Enttäuschungen sich zeigenden Depressiom müsste sich daher nach der Signifikanz des Enttäuschungs-Ereignisses richten.
Auf Massage bezogen heißt das im Rahmen einer APM-Behandlung auf jene Punkte zu achten, die Enttäuschung thematisieren.
Gallenblase 3 (Auf dem Pass; Kreuzungspunkt mit dem Dreifachen Erwärmer-, Dickdarm- und Magen-Meridian; bei Leere im Holz belebend, bei Holzfülle, gestauter Aggressivität macht er Gefühle und die damit zusammenhängende Situation bewusst , Tao, S.42)
Gallenblase 4 (Ermüdeter Unterkiefer), auch G 6 Geringe Sorgen
Eine ereignistherapeutische Depressions-Behandlung wird auch die Frage nach berechtigter/unbererchtigter Indikation für SSRI-Medikation anhand des Kriteriums der Gewichtigkeit des die Depression auslosenden Ereignisses stellen. Macht es etwa Sinn jemandem, der nach dem Scheitern seiner Firma entlassen wurde, jetzt keine neue Arbeit findet und in Depression gefallen ist, ein Medikament zu geben, das künstlich den Serotonin-Spiegel im Synapsenspalt aufrechterhält, ihn also zur Aktivität befähigt - er aber trotzdem erleben muß, dass ihn niemand braucht ?
Ad: SAKRAL-EKSTASE ALS HERAUSSTEIGEN AUS DEPRESSIVEN GEDANKEN BZW. DEPRESSIVEN EMOTIONEN und erfasst-werden von AREA 25
Symballesthai (als Zusammenfügung von Zweiem, wobei die Zusammenfügung nicht einem der Zwei ausgeht) von Cortex und limbischem System
Symballesthai-Behandlungen werden -sollen sie ihrem Namn gerecht werden- zu beachten haben: "Offenbar vermittelt Area 25 den neuronalen Informationsfluss zwischen den Gefühlszentren und solchen Hirnregionen, die an Denken und Handlungskontrolle beteiligt sind." (Dobbs David, Strom an, Schwermut aus, 95, in: Psychotherapie heute. Seelische Erkrankungen und ihre Behandlung im 21. Jahrhundert, hrsg. v. Christiane Gelitz, Schattauer/Stuttgart 2012, ISBN 978-3-7945-2867-7, S.95-103)
"Ein kleiner Cortexabschnitt feuerte bei depressiven Gehirnen auffallend stark - Area 25. Unabhängig von Mayberg entdeckte Wayne Drevets von der Washington University ebenfalls diese auffällige Hyperaktivität. Doch wieso sollte bei Depression, die ansonsten überwiegend eine verminderte Nervenaktivität auszeichnet, diese kleine Hirnstruktur so viel stärker arbeiten?
Wie sich bald zeigte, unterhält Area 25 enge Kontakte zu den Gefühls- und Gedächtniszentren des limbischen Systems, ebenso wie zum Stirnhirn. Was genau diese Verbindung bewirkt, blieb allerdings unklar. Machte Area 25 vielleicht Überstunden, um den Teufelskreis aus Angst und negativen Gedanken zu durchbrechen? Oder war sie im Gegenteil selbst die Wurzel des Übels, weil sie das fatale Wechselspiel erst ermöglichte?" (Dobbs David, Strom an, Schwermut aus, 99, in: Psychotherapie heute. Seelische Erkrankungen und ihre Behandlung im 21. Jahrhundert, hrsg. v. Christiane Gelitz, Schattauer/Stuttgart 2012, ISBN 978-3-7945-2867-7, S.95-103) Oder -so formuliere ich vom Symballesthai (R)-Prinzip her-ist sie die Bedingung der Möglichkeit der Kommunikation von Cortex und limbischem System - eine Bedingung freilich, die nicht bloß als Transportkanal, sondern mit eigenständigen Qualitäten agiert? Sitzt in Area 25 das bei Depression mit "Stimmung" Umschriebene? Erfolgt also in Area 25 die Zusammenfügung der Gedanken des Cortex mit den Emotionen des limbischen Systems nach einem dieser Area 25 entsprechenden Gestaltungs-Prinzip?
Wenn man annehmen kann, dass diese Zusammenfügung nach einem kranken/depressiven bzw. gesunden Schema erfolgen kann, so wäre also an Area 25 für eine allfällige Therapie der Depression anzusetzen.
ad Verständnis der Depression als Niedergeschlagenheit
"A Conversation with Helen Mayberg, in: Cold Spring Harbor Symposia on Quantitative Biology, 2018, Vol.83, p.264-267, das Folgende_ S.264
"Sébastien Thuault: We all know individuals with depression. Could you do a bit of a presentation on this condition? What are the therapies that are available to the patient population at this time? Dr. Mayberg: Depression is a very common psychiatric condition, one of the most common that we have. It’s diagnosed by an interview, not by a laboratory test or a scan. It’s a condition that’s characterized by a disturbance in one’s mood, generally a profoundly and distressing low mood that’s accompanied, in most cases, by a sense of not feeling pleasure: anhedonia. It has an admixture of many other symptoms that affect our drives—like sleep, or appetite, or one’s libido—and activities, as well as interests and thought. Thinking can get slow or confused. People feel like doing less. They may feel anxiety. They may have sensations in the body that, at their core, are disturbances in drive states, emotion, and putting thought to action. Despite being extremely common and accounting for much of the world’s disability, the good news is that there are many treatments, and have been. There are a number of evidence-based psychotherapies like interpersonal psychotherapy or cognitive behavioral therapy that can be quite effective. There’s a multitude of medications and have been since the late ’50s, heralded now by the serotonin reuptake inhibitors, but also drugs like tricyclics or mixed serotonin and norepinephrine drugs. We have new medications like ketamine that are being tested that are not even of the old classes. And we have somatic treatments, like using magnetic therapies like TMS [transcranial magnetic stimulation]. Most importantly, the best treatment that there is is actually electroconvulsive therapy, but it’s generally reserved for people who are extremely ill and have not responded to medication or psychotherapy."
M.E. ist diese Niedergeschlagenheit die Folge einer Enttäuschung: man hat an etwas/jemanden geglaubt. Wo sitzt dieses Glauben? An der Seite/Lateral? Daher Gallenblase und Leber. Die Leber arbeitet nicht mehr; die Gallenblase ist dauernd aktiv.
DIESER SPEZIFISCHEN FORM DER DEPRESSION ENTSPRECHEND
WIRD BEI SYMBALLESTHAI-BEHANDLUNG des Typs D GEACHTET AUF BEHANDLUNG DER GANZHEITLICH VERSTANDENEN LUNGE UND DES DICKDARMS:
WENN 'LUNGE' und 'DICKDARM' ALS AUSTAUSCH-ORGANE FUNKTIONIEREN GIBT'S KEINE 'TRAUER'-DEPRESSION.
Damit angesprochen ist eine SPEZIFISCHE [30] FORM DER DEPRESSION, nämlich:
"DEPRESSION MIT LETHARGIE UND SCHWÄCHE, PSYCHOMOTORISCHER VERLANGSAMUNG, ERSCHÖPFUNG" [29]
Aber: es sind ja nicht nur die depressiven Gedanken ...;
Wie wärs daher -um das Thema der oben genannten "Biologischen Grundlagen" nochmals anzusprechen- von LEIBLICHEN STIMMUNGEN UNSERER ORGANE auszugehen ?, näherhin von
des DEPRESSIVEN LUNGE sowie DICKDARM:
VON DEREN DEPRESSION / VON DEREN BEDRÜCKUNG,
die korreliert mit Fixierung auf eigentlich Wegzubringendes und somit auch unfähig wird zur Aufnahme von LebensNotwendigem ...
Bedenkt man noch dazu, dass Alain Ehrenberg meinte: "Die Depression ist das Geländer des führungslosen Menschen, sie ist nicht nur sein Elend, sondern das Gegenstück zur Entfaltung seiner Energie" [66], so wird man bei SYMBALLESTHAI-Behandlung des Typs D Wert legen auf AUS DER GENANNTEN APORIE HERAUSFÜHRENDER, religionswissenschaftlich fundierter RITUELLER GESTALTUNG SEROTONIN KORRELIERTER, üblicherweise MIT DEM BEGRIFF "DEPRESSION" ASSOZIIERTER, AFFEKTIVITÄT.
Eckert schlägt stattdessen vor, "sich auf das Wesentliche zu konzentrieren":
"Schreibe Briefe an Menschen, die dir viel bedeuten oder viel bedeutet haben. Drücke Gefühle und Gedanken aus, vor allem Konflikte, die du bisher für dich behalten hast. Versuche, entstandene Missverständnisse aufzuklären, und konzentriere dich dabei auf das Wesentliche." [31]
https://www.doccheck.com/de/detail/articles/39846-depression-die-serotonin-luege?utm_source=DC-Newsletter&utm_medium=email&utm_campaign=DocCheck-News_2022-09-08&utm_content=asset&utm_term=article&sc_src=email_2739509&sc_lid=266542570&sc_uid=vPOcYeU7Dd&sc_llid=237893&sc_customer=e31f608556940aa4b4bdab041d0c6887 (Abfr.8.9.22}
Depression: Die Serotonin-Lüge
Die Serotoninhypothese war eine verlockend simple Erklärung für die Wirkung von Antidepressiva. Doch von Anfang an wurde sie als allumfassend fehlinterpretiert.
Stefanie Uhrig
Medizinjournalist/in
Es war eine einfache Theorie: Menschen mit Depression haben weniger vom Botenstoff Serotonin. Also blockieren wir die Transporter, die den Stoff in die Zellen aufnehmen und schon sollte mehr davon im Spalt zwischen den Nervenzellen vorhanden sein und die Symptome sollten sich verbessern. Der Gedanke basiert auf einer Veröffentlichung zweier Wissenschaftler aus dem Jahr 1969. Sie hatten beobachtet, dass im Gehirn von depressiven Patienten ein Abbauprodukt von Serotonin weniger vorkam als bei gesunden Probanden.
„Die Hypothese war zugleich ein Versuch, die Wirkung von Antidepressiva zu erklären und die Erkrankung zu entstigmatisieren“, erklärt Prof. Andreas Heinz, Direktor der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie an der Charité Berlin. Eine körperliche Ursache für die Symptome zu benennen, sollte die Menschen wegbringen von der „Sollen die sich doch einfach zusammenreißen“-Mentalität.
Dass es nicht so einfach ist, wurde jedoch schnell klar. Tatsächlich hatten die Forscher nie behauptet, dass Depression ausschließlich durch einen Serotoninmangel verursacht wird. Vielmehr schlugen sie vor, dass die stimmungsaufhellenden Effekte von Antidepressiva auf die Erhöhung eines zuvor gesenkten Serotoninspiegels zurückgehen. Die Forscher wiesen aber gleichzeitig auf weitere neurologische Mechanismen hin, die für andere Aspekte zuständig sein sollten.
Verschiedene Studien fanden seitdem teils gar keinen Zusammenhang zwischen der Serotoninkonzentration und der Depression, manchmal war sogar bei Depressiven mehr von dem Botenstoff zu finden, wie Studien zeigen. Dabei kam es auch darauf an, wo, wie und was genau gemessen wurde: das Serotonin selbst, ein Abbauprodukt oder die Serotonintransporter.
Trotz verschiedener Hinweise darauf, dass die Serotoninhypothese nicht DIE Antwort auf eine sehr komplexe Frage ist, hält sie sich etwa in Arztpraxen und Lehrbüchern bis heute hartnäckig. Um den Wissensstand genau zusammenzufassen, sahen sich Forscher nun Studien und Übersichtsstudien zur Serotoninhypothese an. Ihre Schlussfolgerung: Es gibt keine Belege für die Theorie. In einer eigenen Stellungnahme drückten sie es recht drastisch aus: „Depressionen werden wahrscheinlich nicht durch ein chemisches Ungleichgewicht im Gehirn verursacht“ heißt es in der Überschrift.
Lebensumstände nicht vergessen
So plakativ würde Heinz es nicht ausdrücken. „Dass bei einer so vielfältigen Erkrankung nicht ein einzelner Botenstoff verantwortlich sein kann, wussten wir in der Forschung schon lange, das ist nichts neues.“ Denn häufig tritt Depression überhaupt erst im Zusammenhang mit traumatischen oder schwierigen Lebenssituationen auf – nach einem Jobverlust, dem Tod eines Nahestehenden, der Trennung vom Partner. Nur selten leiden Menschen unter Depression, ohne dass es zumindest einen erkennbaren Katalysator gab. Das heißt aber nicht, dass chemische Veränderungen im Gehirn keine Rolle spielen.
Eine wahrscheinlichere Erklärung für Depression sieht Heinz darin, dass aus unterschiedlichen Gründen mehrere Balancen im Gehirn unter Stress aus dem Gleichgewicht geraten. Serotonin mag bei manchen Betroffenen ein Teil dieser Gleichungen sein, etwa bei Suchterkrankungen mit Depression, aber wohl selten die ganze Wahrheit.
Und selbst die Idee, dass wir Transporter blockieren und dadurch ein Gleichgewicht wieder ins Lot rücken können, sei viel zu einfach gedacht, so Heinz: „Die Transporter sind nicht brav auf der Außenseite der Zellen aufgereiht und warten darauf, blockiert oder genutzt zu werden.“ Vielmehr seien diese Proteine in einem Fließgleichgewicht, werden in die Zelle aufgenommen, wenn sie gerade überflüssig sind, und wieder an die Oberfläche gebracht, wenn Serotonin in die Zelle gelangen soll. Und auch dieser Prozess ist von unserer Umwelt und unseren Erlebnissen abhängig.
Wie so oft: Die Fragen bleiben
Was bleibt also? Wir wissen weiterhin nicht, wie Depression genau entsteht und was wir dagegen tun können. Die Wissenschaft kann versuchen, einzelne Aspekte zu entschlüsseln, doch vermutlich wird es keine definitive Antwort geben, die für alle Betroffenen gleich ist. Vorerst helfen die Antidepressiva weiterhin einem Teil der Patienten und die Forschung geht weiter, um neue Behandlungen oder verbesserte Protokolle zu finden.
Auch körperliche Aspekte werden mittlerweile meist berücksichtigt, etwa, ob die Schilddrüse ordentlich funktioniert. Auch weitere Erkrankungen, wie Infektionen und Immunschwächen, können Depressionen auslösen, betont Heinz. Darauf werde bisher nicht ausreichend geachtet, zumal sich solche Krankheiten manchmal leicht behandeln lassen. „Wir benötigen noch ein ganzheitlicheres Verständnis unseres körperlichen Wohlbefindens, um auch gezieltere Behandlungen zu ermöglichen.“
Das mit Purificatio Angesprochene wird auch erkennbar anh. der Frage:
In welchem Verhältnis steht die SYMBALLESTHAI-Behandlungs-Methode der Depressio zu medizinisch-medikamentösen sowie psychotherapeutischen Verfahren ?
Wie aus dem Nachfolgenden ersichtlich, ersetzt sie selbstverständlich diese nicht, sondern sie ist als ganzheitlich-leibliche Ergänzung zu psychologischen und medikamentösen Behandlungsformen zu verstehen !
Die in der Medizin der Depression [34] als Anti-Depressiva eingesetzten Serotonin-Wiederaufnahmehemmer, die den Serotonintransport an für die Transmitter-Funktion ungeeignete Stellen zu blockieren suchen, setzen eben auf ein inhibitorisches Verfahren.
In psychotherapeutischer Hinsicht sei auf Aaron T. Becks kognitive Theorie der Depression hingewiesen: kognitive Verzerrungen (als typische kognitive Verzerrungen werden u. a. willkürliche Schlüsse, selektive Abstraktion, Übergeneralisierungen und Über- oder Untertreibungen angesehen) der Realität durch den Depressiven seien zu behandeln. .
Diese Verfahren sind bekanntlich anerkannt gute Heilmethoden.
Insoferne aber beide Verfahren (mit Inhibition bzw. mit Korrektur) auf eine Beseitigung der Depression abzielen, brauchen sie eine Ergänzung durch das spezifisch Menschliche, das an die Wandelbarkeit von depressiver Verstimmung glaubt und ein freudvolles Leben erhofft.
Sondern ZU TRAUERN, DASS 'WIR DAS KIND MIT DEM BAD AUSGESCHÜTTET HABEN*, also die UNERFREULICHEN BIS HIN ZU VERWUNDENDEN UMSTÄNDE UNS DIE WERTHAFTIGKEIT DES WESENTLICHEN IN UNS BZW: DEM ANDEREN HABEN ÜBERSEHEN LASSEN
Also:
ABWASCHUNG der Depressive kennzeichnenden ÜBERWERTIGKEIT/ÜBERBEACHTUNG KÖRPERLICHER BZW. GEISTIGER DEFEKTE AN SICH BZW. AN ANDEREN und der damit einhergehenden ÜBERFORDERUNG; 'trotzdem JA zum Leben zu sagen'; ENTDECKEN lassen, dass es ein SELBST GIBT, das es verdient, gefördert zu werden.
Wie sich nun von dieser Überbetonung der Defizienz lösen ?
Der Versuch der
.) Vertuschung scheint nicht sonderlich hilfreich - betont er für einen selbst doch (hinterhältigerweise; siehe die Relation von These und Antithese) genau diese Defizienz - und führt auf diese Weise noch tiefer in die Depression
.) Überkompensation wird sehr anstrengend - und wird letztlich aber doch durchschaut
Wenn man aber nun nicht bloß eine "Depression hat", sondern "depressiv ist" (zu dieser Differenzierung siehe: xxxx) kann man sie diagnostizieren als: "Major Depression": "Von Major Depression Betroffene berichten häufig von Überwältigungs-, Taubheits- und Erstickungsgefühlen, Hilflosigkeit und Verzweiflung. Die Major Depression kann dabei von geringer Niedergeschlagenheit bis hin zu vollständiger Hoffnungslosigkeit reichen und wird oftmals von einer Neigung zum Weinen begleitet. Personen mit stärkeren Depressionen sind oft trotz eines starken Drangs unfähig zu weinen. Schwerstdepressive Menschen stehen häufig unter dem Eindruck, dass ihnen von niemandem geholfen werden kann." [32]
Die mit dem Ehrenberg-Zitat und der Definition der Major Depression erkennbare Bandbreite dessen, was "Depression" alles meinen kann, läßt verstehen, dass diverse Modelle der "Depression"[63] bestehen. Dementsprechend werden diese diversen "Depressionen" auch unter mehreren SYMBALLESTHAI-Behandlungen, wie z.B. unter Behandlung von Stress durch Massagen, die bei einer SYMBALLESTHAI-Behandlung an "Magen" und "Milz-Pankreas" orientiert sind, gebracht. Damit wird es möglich, Stress-Behandlungen von 'Serotonin-Depressions'-Behandlungen zu unterscheiden. Oder: durch die an 'Blase' und 'Niere orientierte Angst-bezogene SYMBALLESTHAI-Behandlung des Typs A wird eine Differenzierung zwischen Angst und 'Serotonin-Depression' möglich.
Für den in diesem Abschnitt näher zu besprechenden Typ D der organisch orientierten SYMBALLESTHAI-Behandlung wird die Serotonin-Hypothese [666] ausgewählt, nämlich insoferne als Serotonin sowohl in LUNGE als auch im DICKDARM, -dort eben als Gewebshormon- und im Gehirn -dort eben als Neurotransmitter fungierend- vorkommt.
Vielleicht greift es aber auch für die Serotonin-Hypothese zu kurz, Serotonin-Geschehen nicht auch in Abhängigkeit von anderen Hormonen zu sehen.[667]
Die Begriffe "Hormon" bzw. "Transmitter", also Begriffe, die Bewegung implizieren, fügen sich in die Bestimmung der "Depression" im ICD unter F3 "Affektive Störungen":
"Bei diesen Störungen bestehen die Hauptsymptome in einer Veränderung der Stimmung oder der Affektivität entweder zur Depression ... oder zur gehobenen Stimmung. Dieser Stimmungswechsel wird meist von einer Veränderung des allgemeinen Aktivitätsniveaus begleitet."
Vielleicht, weil's häufig übersehen wird, sei hingewiesen, dass die Hauptsymptome Affektiver Störungen "in einer Veränderung" angesetzt werden: "Depression" erscheint so als das Resultat eines Veränderungsprozesses.
Veränderungen in der neuronalen Positionierung des Serotonins, also die Wiederaufnahme aus dem Synapsenspalt, werden in Verbindung gebracht mit 'Depression', also einem Begriff, der durch die auch interessensgeleitete gesellschaftliche Diskussion der diversen Aspekte von "Niedergeschlagenheit" bestimmt ist. [62]
Dementsprechend wird versucht über SSRI-Medikation diesen Vorgang der Wiederaufnahme zu bremsen. Gelingt dies, so ist eine neuronale Erregungs-Weiterleitung möglich - und damit die Aktivierung des Depressiven. Freilich ist dies eine "künstliche" Aktivierung, die den durch Erlebnisse bedingten Reuptake-Vorgang des Serotonin korrigieren soll.[668]
Nach Seligman "werden Depressionen durch Gefühle der Hilflosigkeit bedingt, die auf unkontrollierbare, aversive Ereignisse folgen." [1]
"Das Modell erlernter Hilflosigkeit postuliert, dass einer Depression Gefühle der Hilflosigkeit zugrunde liegen. Sie basiert auf Experimenten mit Menschen und Tieren und beschreibt ausführlich, wie Lebewesen lernen, dass ihr Verhalten keinerlei Einfluss auf eine Situation hat und sie infolgedessen ihre Versuche aufgeben. Mit diesem Lerneffekt sind motivationale, kognitive und emotionale Veränderungen verbunden, die einer Depression ähneln." (Seligman M., Helplessness: on depression, development and death, San Francisco, California: Freemann)" [19]
"Menschen erlernen dieses Gefühl der Hilflosigkeit nicht nur in unkontrollierbaren Situationen, sondern auch unter dem Eindruck, durch ihr Verhalten keinen Einfluss auf wichtige Ereignisse ausüben zu können. Diese Frustration kann dazu führen, aufzugeben. Den Betroffenen fehlt der Antrieb, Situationen zu entkommen oder sie zu ändern, da sie gelernt haben, dass sich trotz ihrer Bemühungen doch nichts ändern wird." [19]
"Durch erlernte Hilflosigkeit verringert sich die Chance, dass jemand später wieder vom Einfluss seiner Handlungen überzeugt ist. Dies wurde beispielsweise an Hunden untersucht, die sich in einer Shuttle-Box (zwei durch einen Durchgang verbundene, identische Boxen ...) befanden und unvermeidbaren elektrischen Schocks ausgesetzt wurden. Danach wurden sie in eine andere shuttle-Box gebracht, in der sie durch das Wechseln in die andere Box den Schoicks ausweichen konnten. Anstatt sich durch einen Sprung in die andere Box zu retten, blieben sie jedoch oft lethargisch liegen und ließen die unangenehmen Reize über sich ergehen. Erlernte Hilflosigkeit fördert das Erleben negativer Kognitionen und führt so zu affektiven Defiziten (Abramson L., Seligman M., Teasdale J., Learned helplessness in humans: critique and reformulation, in: Journal of Abnormal Psychology 87 (1978), 49-74).
Als nachgewiesen werden konnte, dass die meisten Menschen durch das Erleben unkontrollierbarer Situationen nicht depressiv werden, wurde die Theorie modifiziert. Laut der revidierten Theorie (Abramson L., Seligman M., Teasdale J., Learned helplessness in humans: critique and reformulation, in: Journal of Abnormal Psychology 87 (1978), 49-74) entwickeln manche Betroffene einen 'depressogenen' Attributionsstil, d.h.
"Entscheidend für die erlebte Kontrollierbarkeit von Ereignissen sind die Ursachen, auf die die Person ein Ereignis zurückführt. Nach Seligman führt die Ursachenzuschreibung unangenehmer Ereignisse auf interne, globale und stabile Faktoren zu Gefühlen der Hilflosigkeit, die wiederum zu Depressionen führen." [1]
Allerdings:
Die bei der obigen Besprechung der Depression erfolgende Betonung des Lungen- und des Dickdarm-Meridians unterscheidet sich von der These von Rosa N. Schnyer und John J.B. Allen in deren Darlegung der "Akupunktur bei Depressionen"; sie setzen nämlich breiter an "Eine Depression kann sich, wie jede andere affektive Störung, als gestörtes Gleichgewicht bestimmter Funktionen der Zang-Fu-Organe [also von Leber (Gallenblase), Herz (Dünndarm), Milz (Magen), Lunge (Dickdarm), Niere (Blase) manifestieren." [24]
Dahinter steht die "Annahme, dass die westlich definierte Depression heterogen ist und durch eines oder mehrere Disharmoniemuster charakterisiert werden kann, die von Fall zu Fall variieren."[25]
Freilich wissen Rosa N. Schnyer und John J.B. Allen auch: "Genau genommen existiert in der chinesischen Medizin keine Krankheitskategorie, die exakt der Depression entspricht." [26]
Dementsprechend taucht im weiteren Sinne des Worts gemeinte Depression z.B. auch auf bei der Besprechung von Typ A der Symballesthai-Behandlungen.
Dementsprechend
.) hat Polyakov, der 167 depressive Patienten mit Akupunktur behandelt hat (wobei sich nicht nur die Hauptsymptome der Depression verringerten, sondern auch Ausprägung und Stärke der Nebensymptome: die besten Resultate wurden bei Patienten mit melancholischer Depression erzielt. Schlechte Ergebnisse hingegen zeigten sich bei Patienten mit Angstdepression und apathischer Depression. Bei zyklothymen Depressionen war Akupunktur fast so wirksam wie der Einsatz von Antidepressiva, während sie bei Patienten mit psychotischen Merkmalen bedeutend weniger anschlug als trizyklische Antidepressiva) [10] u.a. Lu 7 und Di 4 akupunktiert. [11]
LU 7 ('Fehlende Ordnung'; 'Fehler in der Reihe'; Funktion: Verbindung zu Di 4; "entfaltet die Lungen, der Brustkorb dehnt sich, die Atmung vertieft sich. Er regt den Solarplexus - den Ursprung des Lungenmeridians- an, aktiviert die Zwerchfellatmung und die Dickdarmperistaltik." [14]
Im Seirin-Bildatlas der Akupunktur heißt es von Lu 7: "breitet das Lungen-Qi aus und zerstreut schädigende Einflüsse, entstaut die Leitbahn und macht sie durchgängig, reguliert den Ren Mai" [21]
Allerdings kann die Behandlung von Lu7 Zweierlei erwirken: "Es kann eine helle und freundliche Stimmung entstehen - oder überschäumende Lebenslust. Manchmal werden aber auch Mutlosigkeit, Trauer, Verzweiflung und Verletzlichkeit bewusst. Lié Que wirkt als Verstärker, als Lupe, als Mikroskop: Er verstärkt und vergrößert vorhandene Gefühle und Gedanken, ändert aber zuerst einmal nichts daran. er macht sie einfach in ihrer Qualität bewusst. Man bleibt im Zwiespalt, so man einen hat." [15].
Lu 7 steht auch an erster Stelle bei der Anwendung der TCM bei Diagnose und Behandlung von 'Zorn'-Depressionen (siehe dazu Typ A der Symballesthai-Behandlungen), also des Typs "Leber-Qi-Stagnation attackiert Herz und Lunge" [23]: Charakteristisch für dieses Muster ist ein zugrundeliegender Lungen-Qi-Mangel, sowie möglicherweise Herz-Qi-Mangel kombiniert mit einer Leber-Qi-Stagnation. Das Qi stagniert primär im Thoraxbereich und beeinträchtigt die Funktion der Lunge, das Qi zu regieren (Atmungs-Qi und wahres Qi). Zu einem gewissen Grad wird auch die Funktion des Herzens, das Blut zu regulieren (Bewegung des Blutes), beeinflusst, da Herz- und Lungen-Funktion in Wechselwirkung stehen." [23]
DI 4 ('Zusammenschluss des Tals'; Verbindung zu Lu 7; zu seiner Wirksamkeit siehe unten unter: 'Rituelle Reinigung', 'Sakral-Ekstase' und 'Anastasis') - für dessen erfolgreiche Akupressur ist - da er auf der höchsten Stelle des Musc. adductor pollicis liegt- hilfreich, das der gesamte Muskel langsam durchgeknetet wird [15] (es braucht also auch Kenntnisse und Fertigkeiten der Klassischen Massage)
Di 4 wird auch als Zusatz-Punkt bei der Anwendung der TCM bei Diagnose und Behandlung von Depressionen des Typs "Leber-Qi-Stagnation attackiert Herz und Lunge" [23] genannt.
.) nennt Eckert
..) an erster Stelle der Hauptpunkte bei Depression Lu 1 [12]: Dessen "Yáng-Wirkung: Man fühlt sich groß, stark, unverwundbar, manchmal auch schlagkräftig und aktiv; Yin-Wirkung: man fühlt sich zuversichtlich, weich und ruhig, geborgen. Man hat das Gefühl in der Welt zu Hause zu sein - die Lunge stellt die Verbindung her, das Eingebundensein in die Welt." [13]
Bei Lu 1 Akupressur wurde erzählt: "Die Atmung verlangsamt sich und wird tiefer. Ich sehe mich, wie ich nackt, mit ausgebreiteten Armen, am Strand im Sand liege. Der Wind streichelt sanft meine Haut. Es stellt sich ein Gefühl des Loslassens und der Entspannung ein."[13]
..) dann Ma 12 ('Unvollkommenes Becken'; fördert die Schlüsselbein- und Lungenspitzenatmung: Die Lunge kann sich besser entfalten, eine depressive Stimmungslage hellt sich auf [18])
Der Lungen Meridian: Das große Ja zum Leben; Der Dickdarm Meridian: die Kraft des Nein
Dass sich diese Gelassenheit nur SAKRAL-EKSTASE, also im Ausstieg von einem keinerlei Ungemach ertragen könnenden Ich bzw. Einstieg in Heilsames, ausbilden wird können,
wird erkennbar, wenn man die
Narzissmus- These von Otto Kernberg in den Blick nimmt:
"Der KERN und das ZENTRUM seines SEINS ist die eigene GROSSARTIGKEIT.
Diese Grandiosität muss ein schwer gespaltenes, vielleicht traumatisiertes Selbst ausgleichen" [28]
Aber damit ist selbst 'Grandiosität' überfordert ...
Statt vom (GÖTTLICHEN) SELBST GETRAGEN zu sein,
wird der Versuch unternommen, das in der Spannung von ÜBER-ICH und Es (ent-)stehende ICH zum Zentrum des Seins zu machen.
Es fehlt also das "Selbst",
wobei unter "SELBST" -mit Anselm Grün verstanden- gemeint wird: Bezogenheit auf "den eigenen Wert, ... die eigene Würde, ... die Einmaligkeit als Person. Es ist das Gespür für mein Selbst, für mein wahres Wesen, für das Bild, das Gott sich von mir gemacht hat ... .
Das Selbstwertgefühl bläht sich nicht auf, es ist vielmehr das Gefühl für den eigenen Wert in allen Schwächen und Grenzen." [12]
Diese Werthaftigkeit in allen Schwächen und Grenzen zeigen religiöse Zeichen wie das Kreuz, und auch das im chinesischen Daoismus und auch Neukonfuzianismus verwendete Zeichen Yin-Yang ... nämlich insoferne als sie Sterben und Auferstehung, Schwarz und Weiß zusammenfügen, auf Grch. symballieren und so zum Symbol (= dem Zusammengefügten) werden ...
Dementsprechend orientiert ereignet sich bei SYMBALLESTHAI-Massage des Typs E eine
VOM [GÖTTLICHEN] SELBST HER MÖGLICHE
ZUSAMMENFÜGUNG DER WIRKWEISEN VON MAGEN UND MILZ-PANKREAS,
SODASS SICH -DER STRUKTUR DES BINDEWEBS ANALOGE- GELASSENHEIT ERGIBT
Sie ist die Basis für
Es gilt also den Zusammenhang zwischen Tätigkeiten unseres Nerven-, Hormon- und Organsystems, näherhin den Dickdarm, in den Blick zu nehmen:
"Besonders überraschend ist die Missachtung, mit der das enterische Nervensystem gestraft wurde, jener riesige Anteil des Nervensystems, der den Verdauungstrakt vom Rachen und der Speiseröhre an abwärts steuert. Es wird im medizinischen Unterricht nur selten erwähnt. Wenn überhaupt darauf Bezug genommen wird, behandelt man es allgemein als ´peripheren´ Bestandteil des Nervensystems. ... In Wirklichkeit ist das enterische Nervensystem kein peripherer sondern ein zentraler Bestandteil. Es ist riesig in seinem Umfang und unverzichtbar in seiner Funktion. Insgesamt besteht es aus schätzungsweise 100 bis 600 Millionen Neuronen. ... Die Neuronen sind in ihrer Mehrzahl genau wie in dem höher angesiedelten Gehirn intrinsisch, d.h. sie gehören zu der eigentlichen Struktur und stammen nicht von anderen Organen im Organismus, und ebenso erfüllen sie ihre Aufgabe innerhalb der Struktur, statt Fortsätze an andere Orte auszusenden. Nur einen kleinen Anteil machen die extrinsischen Neuronen aus, deren Fortsätze - im Wesentlichen über den berühmten Vagusnerv- mit dem ZNS verbunden sind. ... Entsprechend unterliegen die Funktionen des enterischen NS größtenteils einer eigenen Kontrolle. Das ZNS gibt an das enterische System keine Anweisungen, was es tun oder wie es sich verhalten soll, kann aber dessen Tätigkeit beeinflussen. Kurz gesagt, besteht ein ständiges ´Zwiegespräch ´´zwischen enterischem NS und ZNS, der Kommunikationsfluss verläuft allerdings größtenteils vom Darm zum Gehirn. "[200]
So ergibt sich:
DEPRESSION IST DIE FOLGE EINES FESTHALTENS AN EINER GLÄUBIGKEIT AN JEMANDEN ODER ETWAS, OBWOHL ERKENNBAR WÄRE, DASS DAS VERTRAUEN IN DIESEN JEMANDEN ODER ETWAS NICHT MEHR BERECHTIGT IST.
Anhand der in Zusammenhang mit Depression immer wieder zitierten Seligmannschen Studie zum Geschick des Pawlovschen Hundes lässt sich diese Hypothese wie folgt erläutern:
Soll der Hund nach x ihn quälenden Versuchen noch weiter daran glauben/vertrauen können, dass er zukünftig für ihn Positives bekommen wird? Ist es nicht einfach realistischer, resignativ zur Kenntnis zu nehmen, wie aussichtslos seine Situation (in einen Käfig mit Elektroschocktasten gesperrt) ist?
Konkretisiert auf den medikamentösen Einsatz von SSRIs, also von Inhibitoren des Serotonin Wiederaufnahme-Vorgangs, stellt sich die Frage, welchen Sinn die biochemisch erreichbare Dauer-Transmission im Synapsenspalt für einen Menschen, der seinen Arbeitsplatzes, an dem er sein Leben lang gehangen ist, verloren hat, machen soll? Wird da nicht die nach Einnahmebeginn beobachtbare (das Suizidrisiko erhöhende) Agitiertheit als der eigentliche Effekt dieser Medikation anzusehen sein?
Manchmal wird als Ausweg Trauer vorgeschlagen, näherhin die Trauerphasen, die vom Abschiednehmen hin........
In einer kognitiven Depressions-Therapie mag darauf aufmerksam gemacht werden, wie unmöglich der geschiedene Partner sich verhalten hat und dass es daher recht sei, sich von ihm zu verabschieden; wie unzuverlässig das Management der jetzt in Konkurs befindlichen Firma mit der man sich total identifiziert hat wäre; ...
Aber vermag sie herauszuführen (= zur Ekstase führen), in der Urvertrauen aus einem Zusammenspiel von Geben und Nehmen - also im Sinne des Austausches wie ihn Lunge und Dickdarm praktizieren- sich ergibt?!
Wenn man nun aber so kritisch fragt, was es denn sei, ob es etwa die kognitive Therapie sei, die herauszuführen vermag, so wird man wohl nur dann zufrieden sein können, wenn die Kern-Ressource der Trauer entdeckt. Dies scheint auch die Aufgabe der Purificatio der Depression zu sein.
Im Rahmen von TCM ist dies -so meine Hypothese- charakterisierbar als "Störung des emotionalen Gleichgewichts"; Näherhin: "DIE UNFÄHIGKEIT, KUMMER ZU ÜBERWINDEN SCHWÄCHT DAS QI UND SCHNEIDET DEN BETROFFENEN VOM LEBEN AB." [29]
UMZUWANDELN IN SELBSTVERTRAUEN, DAS SEINE STRUKTUR AUS DEM URVERTRAUEN ABLEITET.
Bezüglich der SSRI-Medikation ist daher AUS ETHISCHER PERSPEKTIVE m.E. zu überlegen, ob ein natürlicher Vorgang, wie der der Resorption des Serotonin aus dem Synapsenspalt, wegen der -etwa auch von Ehrenberg beschriebenen- idealistischen-Ich-Anforderungen (vor allem ab den 60er Jahren des 20.Jhdts. sind sie drastisch angestiegen) verhindert werden darf ...
Allerdings: Bedenkt man, dass es eben nicht ein gesellschaftliches, sondern ein Ich-Ideal ist, das Ich zu verwirklichen, und sieht dazu die Faszination, die von dieser Ideologie ausgeht, so wird auch gefühlsmäßig erlebbar, wie groß die Versuchung ist, allzeit und überall erfolgreich zu sein - und dementsprechend auch die Bereitschaft besteht, SSRIs einzunehmen...
Pointiert formuliert: Ist es nicht 'nur natürlich' und daher mehr als not-wendig, wenn das Serotonin sich mit seinem Tonus zurückzieht, wenn dieser Tonus Verwendung für unrealistische Ich-Anforderungen findet?
Dieses sowohl körperliche als auch geistig/psychische Wirkungsfeld des Serotonins wird im Rahmen einer Symballesthai-Salbungs-Massage des Typs D angesprochen durch Behandlung der ganzheitlich verstandenen 'Lunge' bzw. 'Dickdarm'.
Denn: Beide brauchen für ihre Funktion
A.) des Austausches von verbrauchter zu wertvoller Luft bzw. Nahrung/Flüssigkeit einen Wechsel zwischen Zu- bzw. Ab-nahme der Spannung der diesen Organ-Inhalten umgebenden Muskulatur (bei der Lunge die Atemhilfs-Muskulatur, beim Darm der lokale Reflex der Peristaltik). Zusätzlich wird die Peristaltik durch den Parasympathikus gefördert und durch den Sympathikus gehemmt.
B.) der Nutzung der lebensförderlichen Inhalte von Lunge und Dickdarm eine verweilen-lassende (Darm: hier retrograde Peristaltik genannt die der Stuhlspeicherung dient) bzw. Sauerstoff aufnehmen lassende Situation (Anhalten der Atmung).
Eine retrograde Peristaltik findet sich als Transportbewegung in die umgekehrte Richtung in der Speiseröhre bei Erbrechen sowie bei Wiederkäuern, physiologischerweise aber auch im Dickdarm, wo sie der Stuhlspeicherung dient.
Im Gegensatz zu der gleichmäßigeren Peristaltik des Dünndarmes wird der Dickdarminhalt durch periodische Massenbewegungen angetrieben. Sie treten etwa ein- bis dreimal pro Tag im Dickdarm auf und treiben den Darminhalt zum Rektum voran. Diese Massenbewegungen sind durch den gastrokolischen Reflex auslösbar.
Dies insoferne als Serotonin außerhalb des Gehirns Einfluss hat auf die Weite der Blutgefäße, der Bronchien und des Darms. Außerdem stimuliert es die Blutplättchen (Thrombozyten) und spielt so eine wichtige Rolle bei der Blutgerinnung.
Im zentralen Nervensystem hingegen ist das Serotonin ein wichtiger Botenstoff, der Prozesse, die mit "Depression" assoziiert werden, beeinflusst: so Emotionen, das Zentrales Belohnungssystem, Stimmung und Antrieb, Bewusstseinslage und Schlaf-Wach-Rhythmus sowie Schmerzbewertung. (vgl. dazu: https://www.netdoktor.at/laborwerte/serotonin/ Abfr. 21.12.2021)
Diese Lebens-Restriktion wird nach dem taoistischen Fünf-Elemente-Schema in Verbindung gebracht mit 'Metall' und dieses wieder mit in bestimmter Weise verstandener "TRAUER"; Eckert lädt daher in seiner Vorstellung des Heilenden Taos ein "Die Trauer (zu) schätzen": "Das ist eine schwierige Übung, da unser kulturelles System die Fähigkeit zu trauern und Abschied zu nehmen nicht oder nur wenig entwickelt. Beim nächsten Anlass nimm dir mehr Zeit für deine Trauer. Es mag der Verlust eines Verwandten oder eines Freundes sein oder auch ein heftiger Streit mit deinem Partner, bei dem ihr euch nicht verständigen konntet. Ziehe dich zurück und spüre die Trauer, verdränge sie nicht." [31]
In der Phase der Purificatio soll von der missbräuchlichen Verwendung des 'Drucks' im Sinne einer Bedrückung /Unterdrückung der Sinnlichkeit gereinigt werden. Eine solche missbräuchliche Verwendung liegt vor, z.B. wenn man sich nichts gönnt, unfähig zum Genießen ist ...; und stattdessen etwa der Arbeits- bzw. Vergnügungs-Sucht anhängt. Demnach ginge es in dieser Phase der Symballesthai-Behandlung um eine Befreiung der Lust von ihrer aus dem eigenen Ich bzw. der 'Gesellschaft' kommenden Bedrückung. Auf diese Weise müsste sich genau das Gegenteil dessen einstellen, was in der symptomatischen Beschreibung der Depressio als Lust-/Freud-/Antriebs-Losigkeit als charakteristisch angesetzt wird.
Ziel der Purificatio der Depressio wäre demnach das Eingeständnis bzw. die Betroffenheit darüber, dass der bisherige Lebensstil 'aufs falsche Pferd gesetzt hat', man also nicht ans Leben bzw. Lebendigkeit glaubte, sondern an Aufstieg, Erfolg, Geld, Macht, Besitz; an einen Verein, eine Partei, Firma, Institution etc. glaubte.
Für eine auf den 'Dickdarm' bezogene SYMBALLESTHAI-Behandlung sind die Ausführungen von Christian Schubert zu "Sickness behavior und immunologisch vermittelte Depression" [Schubert Christian, Sickness behavior und immunologisch vermittelte Depression, in: Psychoneuroimmunologie und Psychotherapie, hrsg. Christian Schubert, Schattauer Stuttgart 2.Aufl. 2015, ISBN 978-3-7945-6823-9, S.99-116) wesentlich. [xxxxx]
[xxxxx] "Es gibt eine Reihe von grundlegenden Studien, die zur Entwicklung des Konzepts des sickness behavior führten (Dantzer und Kelly 2007). Als sickness behavior bezeichnet man eine Konstellation von Symptomen, die üblicherweise im Zusammenhang mit chronischen Entzündungsprozessen und Infektionskrankheiten auftritt. Eine erkrankte Person bewegt sich wenig und zeigt geringes oder überhaupt kein Interesse an ihrer materiellen und sozialen Umgebung. Darüber hinaus vernachlässigt sie sich und schränkt die Nahrungsaufnahme deutlich ein, obwohl der Organismus aufgrund der Fieberentwicklung metabolisch aktiver ist. Noch nicht vor allzu langer Zeit ging man davon aus, dass diese Beschwerden allgemeiner Ausdruck der Energie zehrenden Erkrankung, also von unspezifischer Schwäche sind. Heute weiß man, dass sickness behavior eine immunologisch vermittelte, strategische Anpassungsleistung des Organismus ist, ein "central motivational state", um den Organismus bei Erkrankung zu schonen und Energie für die Auseinandersetzung mit dem Erkrankungsauslöser bereitzustellen (Dantzer et al. 1999). Aufgrund von gemeinsam geteilten Liganden und Rezeptoren, die von allen Körpersystemen gleichermaßen freigesetzt und an der Zelloberfläche exprimiert werden können ("gemeinsame biochemische Sprache"), fungiert das Immunsystem dabei wie ein sechster Sinn und dedektiert Signale, die der Körper sonst nicht hören, sehen, riechen, schmecken oder ertasten kann (Blalock 2007) und meldet diese an das Gehirn weiter. Sickness behavior befindet sich damit in einer Reihe mit basalen physiologischen Motivationsphänomenen wie Furcht, Hunger und Durst (Dantzer und Kelly 2007). [Schubert Christian, Sickness behavior und immunologisch vermittelte Depression, S. 99, in: Psychoneuroimmunologie und Psychotherapie, hrsg. Christian Schubert, Schattauer Stuttgart 2.Aufl. 2015, ISBN 978-3-7945-6823-9, S.99-116)
"Injiziert man Ratten intracerebral pro-inflammatorische Zytokine, lassen sich auffallende Ähnlichkeiten zwischen dem Erscheinungsbild des sickness behavior und jenem der Depression feststellen [Yirmmija et al. 1999). In der Tat sprechen insbesondere tierexperimentelle Befunde für die Makrophagen-oder Zytokintheorie der Depression. (Smith 1991; Maes et al. 1995), die davon ausgeht, dass Depression nicht nur beim Tier, sondern auch beim Menschen psychopathologischer Ausdruck von zentralen entzündlichen Vorgängen ist und mit ant-inflammatorischen Substanzen kurierbar sein sollte (Müller u. Schwarz 2007). Erste Studien zeigen z.B. verringerte Depressionswerte nach Anti-TNF-a (Infliximab)-Behandlung von Patienten mit Morbus Crohn (Guloksuz et al. 2013).
Nun weiß man aber um die Heterogenität depressiver Erkrankungen beim Menschen und um pathophysiologische Unterschiede verschiedener Depressionsformen, die auch Unterschiede in der HPA-Achsen-Funktion und zellulären Immunaktivität betreffen. Während die atypische Depression (z.B. mit Erschöpfung, vermehrtem Schlaf, Gewichtszunahme) in der Tat mit einer Unterfunktion der HPA-Achse (Hypocortisolismus) und erhöhten pro-inflammatorischen Zytokinspiegeln assoziiert ist, imponiert die melancholische Depression (z.B. mit Unruhe, Schlafstörungen, Gewichtsabnahme) mit einer Überfunktion der HPA-Achse (Hypercortisolismus) und erniedrigten zellulären Immunparameterwerten (Antonijevic 2006). Dies entspricht wiederum metaanalytischen Ergebnissen, nach denen Depression und chronischer Stress sowohl mit Immunaktivitätsanstieg als auch mit Immunsuppression verbunden sein können (Zorrilla et al. 2001)." [Schubert Christian, Sickness behavior und immunologisch vermittelte Depression, S. 100-101, in: Psychoneuroimmunologie und Psychotherapie, hrsg. Christian Schubert, Schattauer Stuttgart 2.Aufl. 2015, ISBN 978-3-7945-6823-9, S.99-116]
Diese letztgenannten Erkenntnisse lassen eine Kontextuierung des depressiven Geschehens im Rahmen einer APM-Behandlung zu: näherhin in der Weise, dass eine Yin-Yang-Paar-Behandlung der Depression hilfreich sein könnte, d.h. es reicht hinsichtlich Depression nicht aus nur mit einem Meridian zu behandeln. Diese Hypothese lässt sich noch weiter differenzieren. Im Falle der atypischen Depression wird es eine Auffüllung des Yin-Meridians brauchen und umgekehrt bei der melancholischen Depression erscheint eine Detonisierung des Yang-Meridians als indiziert. Im Kontext der Purificatio heißt das, dass sich die eigentliche Yin-bzw. Yang-Qualität des jeweiligen Meridians zeigt.
Und eine noch grundsätzlichere Konsequenz: Massage braucht einen Organ-Bezug, wie er in der Segment-Massage bereits vorliegt, wobei es freilich sinnvoll wäre, das westliche Organ-Verständnis um das in der TCM damit Gemeinte zu bereichern.
" Der an Querschnittsstudien metaanalytisch ... stehen in bidirektionaler Wirkverbindung" [Schubert Christian, Sickness behavior und immunologisch vermittelte Depression, S. 103, in: Psychoneuroimmunologie und Psychotherapie, hrsg. Christian Schubert, Schattauer Stuttgart 2.Aufl. 2015, ISBN 978-3-7945-6823-9, S.99-116)
"Für die Frage wie zelluläre Immunaktivierung .... (Morikawa et al. 1998)[Schubert Christian, Sickness behavior und immunologisch vermittelte Depression, S. 104-105, in: Psychoneuroimmunologie und Psychotherapie, hrsg. Christian Schubert, Schattauer Stuttgart 2.Aufl. 2015, ISBN 978-3-7945-6823-9, S.99-116)
"Für die Überwindung eines Traumas ist Viktor Frankl ein Beispiel. Er hat die Logotherapie entwickelt. Richard G. Tedeschi und Lawrence G. Calhoun haben dafür den Begriff posttraumatisches Wachstum (englisch posttraumatic growth) definiert.[Tanja Zöllner, Lawrence G. Calhoun, Richard G. Tedeschi: Trauma und persönliches Wachstum. In: Andreas Maercker, Rita Rosner (Hrsg.): Psychotherapie der posttraumatischen Belastungsstörungen. Thieme Verlag, Stuttgart 2006, S. 36–45]
Konzepte, die sich mit der Überwindung von Traumata beschäftigen, sind unter anderem Resilienz, Salutogenese und Hardiness."
(vgl. wikipedia-Art. "Trauma" , Abfr. 1.1.2022)
Hardiness
Hardiness (engl. für ‚Widerstandsfähigkeit‘) bezeichnet einen Persönlichkeitsfaktor, der Menschen trotz großer Belastungen und kritischer Lebensereignisse vor Krankheit zu schützen vermag. Dabei steht der individuelle Umgang mit Stressoren im Vordergrund. Der Begriff wurde 1979 von Suzanne C. Kobasa eingeführt.[1]
Komponenten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Commitment (Engagement und Selbstverpflichtung): Damit ist das Bestreben einer Person gemeint, sich selbst mit allem, was sie tut oder was ihr begegnet, zu identifizieren und dafür zu engagieren. Commitment ist das Gegenteil von Passivität und Vermeidungsverhalten und bedeutet Neugier auf das Leben und eine hohe Motivation, etwas zu bewerkstelligen und zu verwirklichen.
Control (Kontrolle): Damit ist das Gegenteil von Hilflosigkeit gemeint. Personen mit hoher Kontrolle glauben, Einfluss auf den Lauf der Ereignisse ihrer Erfahrung nehmen zu können. Sie erleben Ereignisse nicht als etwas Fremdes, sie überwältigen es, weil sie sehen, dass ihnen verschiedene Möglichkeiten der Reaktion und Entscheidung zur Verfügung stehen.
Challenge (Herausforderung) meint schließlich, dass Veränderungen nicht als Bedrohung, sondern als positive Chance wahrgenommen werden. Wandel und Veränderung gehören für solche Menschen zum Leben, und sie sehen darin eher eine Gelegenheit für neue Erfahrungen und Anreiz zu weiterem Wachstum denn eine Bedrohung ihrer Sicherheit und Stabilität. Schwierigkeiten werden dabei als Anlass genommen, daraus zu lernen.
Kritik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Der Begrifflichkeit folgend, bedeutet Hardiness die Eigenschaft einer Person, Stresssituationen sachlich und problemorientiert zu bearbeiten, während Gefühle dabei unbeachtet bleiben. Kritikern zufolge bedeutet dies eine unzureichende Bearbeitung der Gesamtsituation. Zwar könne in der Situation akuten Stresses die Handlungsfreiheit beibehalten werden (vgl. Akute Belastungsreaktion), dennoch enthebe dies nicht von der Notwendigkeit einer Nachbearbeitung bislang unterdrückter Gefühle.
Das zugrunde liegende Konzept ist auch wegen seiner Breite und aufgrund von Schwierigkeiten, die sich bei der Messung ergeben, umstritten.[2]
Es sei auf die konzeptionellen Überschneidungen zu Konstrukten der Resilienz oder des Kohärenzgefühls (sense of coherence, in Bezug auf die Salutogenese) hingewiesen.
Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
↑ Kobasa, S. C. (1979). Stressful life events, personality, and health – Inquiry into hardiness. Journal of Personality and Social Psychology 37 (1): 1–11.
↑ Vgl. G. Kaluza 1996, S. 45; vgl. Bengel und Koch (Hrsg.) 2000, S. 56 f.( wikipedia, "Hardiness", Abfr. 5.1.2022)
Definitionen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Fischer und Riedesser definieren Trauma in ihrem Lehrbuch der Psychotraumatologie (Gottfried Fischer, Peter Riedesser: Lehrbuch der Psychotraumatologie. E. Reinhardt, München 1998, ISBN 3-8252-8165-5.S. 79) als:
„[…] ein vitales Diskrepanzerlebnis zwischen bedrohlichen Situationsfaktoren und den individuellen Bewältigungsmöglichkeiten, das mit Gefühlen von Hilflosigkeit und schutzloser Preisgabe einhergeht und so eine dauerhafte Erschütterung von Selbst- und Weltverständnis bewirkt.“
Das medizinische Klassifikationssystem ICD-10[6] und die zugehörigen diagnostischen Anleitungen beschreiben das Traumakriterium als:
„[…] ein belastendes Ereignis oder eine Situation kürzerer oder längerer Dauer, mit außergewöhnlicher Bedrohung oder katastrophenartigem Ausmaß, die bei fast jedem eine tiefe Verzweiflung hervorrufen würde (ICD-10) (z. B. Naturkatastrophe oder menschlich verursachtes schweres Unheil – man-made disaster – Kampfeinsatz, schwerer Unfall, Beobachtung des gewaltsamen Todes Anderer oder Opfersein von Folter, Terrorismus, Vergewaltigung, Misshandlungen oder anderen Verbrechen).“
(vgl. wikipedia-Art. "Trauma" , Abfr. 1.1.2022)
https://www.scinexx.de/news/biowissen/fruehkindliche-traumata-mit-lebenslanger-wirkung/
Mäuse, die nach der Geburt kurz von ihrer Mutter getrennt werden, schütten ihr Leben lang im Gehirn mehr Stresshormone aus als andere. Das Trauma der frühen Kindheit manifestiert sich in einer veränderten Regulierung entscheidender Gene, wie jetzt Wissenschaftler in „Nature Neuroscience“ zeigen. Diese Erkenntnis dokumentiert nicht nur, wie Umwelteinflüsse unsere Gene beeinflussen, sie eröffnen auch neue Einblicke in die Entwicklung von stressbedingten Erkrankungen.
{1l}
Dass Belastungen in der frühen Kindheit das Risiko erhöhen, an schweren Depressionen und Angststörungen zu erkranken, ist seit langer Zeit auch beim Menschen bekannt. Der molekulare Mechanismus dahinter war allerdings bisher ungeklärt. Forscher um Dietmar Spengler vom Max-Planck-Institut für Psychiatrie zeigen nun in ihrer neuen Studie an Mäusen, wie Stress dauerhafte Veränderungen der Erbsubstanz hervorrufen kann.
Die Wissenschaftler trennten junge Mäuse von ihren Müttern und maßen die Aktivität bestimmter Gehirnregionen. Es zeigte sich, dass bei den Jungtieren während der Trennung die Gehirnregion des Hypothalamus übermäßig aktiv war. Diese Region spielt eine wichtige Rolle bei der Stressbewältigung. Doch nicht nur das: Die belastende Erfahrung während der wichtigen Entwicklungsphase hatte sich auch langfristig festgeschrieben:
Traumawirkung hält ein Leben lang
Traumatisierte Tiere konnten sich auch später im Leben lang nur schlecht an anstrengende Situationen anpassen, Gedächtnis, Antrieb und Emotion waren gestört. Die Stresshormone waren erhöht, weil in ihrem Gehirn das Eiweißmolekül Vasopressin überproduziert wurde. Vasopressin ist ein Schlüsselfaktor für die Steuerung von Stresshormonen, Gedächtnis, Emotion und Sozialverhalten.
https://www.scinexx.de/news/biowissen/fruehkindliche-traumata-mit-lebenslanger-wirkung/
wikipedia "Vasopressin":
Das Antidiuretische Hormon (ADH), auch Adiuretin oder Vasopressin (INN) bzw. Arg(inin)-vasopressin (AVP) genannt, ist ein Peptidhormon.[1][2][3] Es wird von Nervenzellen des Hypothalamus im Gehirn gebildet und im Hypophysenhinterlappen (Neurohypophyse) freigesetzt, nach Spaltung des Prohormons gemeinsam mit Neurophysin II und Copeptin. Antidiuretisch bewirkt das Hormon die Bewahrung von Körperflüssigkeit. Der Name Vasopressin bezieht sich auf seine gefäßverengende Wirkung bei höheren Dosen (von lateinisch vas ‚(Blut-)Gefäß‘ und pressus ‚Druck‘).
ADH wird von großen (magnocellularen) Nervenzellen in Kerngebieten (Nucleus supraopticus und Nucleus paraventricularis) des Hypothalamus produziert, in Vesikeln gespeichert axonal bis in den Hypophysenhinterlappen transportiert und von dort bedarfsgerecht geregelt in das Blut abgegeben.
ADH wirkt hauptsächlich auf zwei Arten:
Periphere Wirkung: ADH wird aus magnozellulären Neuronen entlang des Hypophysenstiels axonal (Tractus supraopticohypophysialis) transportiert, in Vesikeln des Hypophysenhinterlappens (auch Neurohypophyse genannt) gespeichert und bei Bedarf in das Blut abgegeben, wo es in physiologischen Konzentrationen die Osmolalität des Blutes durch Wasserrückresorption in der Niere über V2-Rezeptoren reguliert. Bei verschiedenen Erkrankungen wie Infektionen, Schock oder Trauma wirken höhere Konzentrationen über sogenannte V1-Rezeptoren in den Arterien blutdrucksteigernd.
Zentrale Wirkung: Aus sogenannten parvozellulären Neuronen wird ADH in den hypophysären Portalkreislauf sezerniert, über den es zum Hypophysenvorderlappen (auch Adenohypophyse genannt) gelangt. Aus diesem Hypophysenvorderlappen wird es über V3-Rezeptoren zusammen mit CRH und ACTH wiederum in das Blut sezerniert. ACTH setzt aus der Nebennierenrinde Cortisol frei. Somit ist ADH Bestandteil des hormonalen Stress-Mechanismus des Körpers.
"Etwa 70 % der immunologisch aktiven Zellen befinden sich in der Darmschleimhaut und werden durch das Darmmikrobiom in ihrer Funktion unterstützt. So trägt das Darmmikrobiom zur Aufrechterhaltung der Darmbarriere bei, die ein ungehindertes Eindringen von pathogenen Keimen und anderen Substanzen verhindert. Kurzkettige Fettsäuren, die von den Bakterien aus Ballaststoffen synthetisiert werden, vermindern Entzündungsreaktionen, nicht nur im Darmgewebe, sondern wahrscheinlich auch in der Lunge. Nach neueren Erkenntnissen stehen Darm und Lunge in einem bidirektionalen Austausch über das Blut- und Lymphgefäßsystem, der sogenannten Darm-Lungen-Achse. Diese Beobachtung macht das Mikrobiom als potenzielles therapeutisches Ziel für die Behandlung von Atemwegserkrankungen sowie von COVID-19 interessant."
(https://www.doccheck.com/de/detail/trainings/1633-wie-das-darmmikrobiom-unser-immunsystem-und-atemwegserkrankungen-beeinflusst?utm_source=DC-Newsletter&utm_medium=email&utm_campaign=cme_220121)
Damit kommt das oben angesprochene Wirkprinzip von Serotonin an den Nervenendigungen bzw. im Synapsenspalt unter dem Stichwort "Erregungsübertragung", näherhin als "exzitatorische" und "inhibitorische" Synapsentätigkeit in den Blick. [60]
An diese Beobachtungen fügt sich -wenn man die Entstehung von Depression innerhalb des Ja-Nein-Rahmens erklären will- die Frage an, wie es zu einem Überwiegen der inhibitorischen Synapsentätigkeit kommen kann. Ein Riesenfeld an Antworten (z.B. aus der Entscheidungs-, Lerntheorie bis hin zur Frage der Gewissensbildung ) tut sich damit auf.
Für die Massage legt sich daher eine Begrenzung auf ein -im Rahmen dieser Behandlung- leiblich spürbares- Ja/Nein nahe. Konkreter heißt das, darauf zu achten, ob eine vollständige Ein- und auch eine vollständige Ausatmung stattfindet und weiters, ob der Dickdarm sowohl eine vollständige Entleerung und eine vollständige Aufnahme zustande bringt.
Dementsprechend anspruchsvoll ist das therapeutische Erfordernis:
"Es gilt das Beiwerk auszuscheiden, sodass die Essenz sich zeigen kann. Es gilt Abschied zu nehmen ohne aufzugeben, ohne das Vertrauen zu verlieren. So wird der Rückzug aus der Welt ein Rückzug in die wesentliche Welt." [1]
[1] https://www.welt.de/debatte/kommentare/article106380754/Wie-wir-verlernt-haben-das-Leben-zu-geniessen.html
(Wie) Kann auch Symballesthai-Behandlung helfen? Wenn es um Freisetzung von Qi geht ist Ma 6 (Wangenmechanik) zu empfehlen: dessen Akupressur wird von der Aufforderung an den Klienten begleitet, den Kaumuskel mehrmals anzuspannen und wieder zu entspannen und dabei zu fauchen, zu beißen und zu knurren wie ein Tier. So können im Kiefer festgehaltene Aggressionen gelöst werden. Aber nicht nur das: Das freigesetzte Qi fließt über den Magenmeridian zu Brust und Bauch, macht den Oberbauch warm und regt eine tiefe und regelmäßige Bauchatmung an. (Eckert Achim, Das Tao der Akupressur und Akupunktur. Die Psychosomatik der Punkte, Stuttgart 2010, 107)
Auf dieser Basis kann dann mittels Ma 7 behandelt werden: "leitet das Qi zum Dritten Auge, Visualisation und Imagination werden angeregt. Die Bilder, die man sieht haben oft eine spirituelle Bedeutung und haben oft mit dem persönlich religiösen Hintergrund zu tun." (Eckert Achim, Das Tao der Akupressur und Akupunktur. Die Psychosomatik der Punkte, Stuttgart 2010, 108) Abgrenzung, auch gegenüber im Namen das Allmächtigen sich gebenden Religiosität wird möglich.
[1] Art. Depression, in wikipedia, Abfr. 19.11.20
[2] Borst Mathias M., Anatomische und physiologische Grundlagen, 3, in: Göhring Hannelore, Atemtherapie - Therapie mit dem Atem Georg Thieme Verlag, Stuttgart-New York 2001, ISBN: 3-13-124261-2, 1-13
[3] Riemann Fritz, Grundformen der Angst: eine tiefenpsychologische Studie, München 2002, 34.Aufl., 63
[4] Riemann Fritz, Grundformen der Angst: eine tiefenpsychologische Studie, München 2002, 34.Aufl., 59-104
[5] Riemann Fritz, Grundformen der Angst: eine tiefenpsychologische Studie, München 2002, 34.Aufl. 83-84
[6] Riemann Fritz, Grundformen der Angst: eine tiefenpsychologische Studie, München 2002, 34.Aufl., 59
[7] Riemann Fritz, Grundformen der Angst: eine tiefenpsychologische Studie, München 2002, 34.Aufl.,, 60
[8] Schulz von Thun, Friedemann, Miteinander reden 3. Das innere Team und situationsgerechte Kommunikation, Rowohlt Taschenbuch Vlg., Hamburg 15.Aufl., 2006, ISBN 3 499 60545 7, 16.
[9] Schulz von Thun, Friedemann, Miteinander reden 3. Das innere Team und situationsgerechte Kommunikation, Rowohlt Taschenbuch Vlg., Hamburg 15.Aufl., 2006, ISBN 3 499 60545 7,
[9] Riemann Fritz, Grundformen der Angst: eine tiefenpsychologische Studie, München 2002, 34.Aufl., 84
[10] Polyakov Se, Acupuncture in the treatment of endogenous depressions, in: Soviet Neurology und Psychiatry 21 (1988), 36-44
[11] Schnyer Rosa N., Allen John J. B., Akupunktur bei Depressionen. Das Krankheitsbild aus Sicht der Psychiatrie und TCM, Urban u. Fischer, München / Jena, ISBN 978-3-437-57720-8, 5-6
[12] Eckert Achim, Das Tao der Akupressur und Akupunktur. Die Psychosomatik der Punkte, Karl F. Haug Vlg. (Stuttgart), 3.Aufl. 2005, ISBN 978-3-8304-7307-7, S.323