"Der dritte Leib ist unser einziges Lebensmotiv, lässt er uns doch in jedem Augenblick dem entgegengehen, was uns im Negativ des Fehlenden schon entgegenkommt." [1]

 

 

[1] "Es ist also zuwenig, wenn wir sagen: ein Lücke, eine Differenz, ein existenzieller Unterschied, ein Persönlichkeitsintervall lässt im offenen Raum der Imagination das Bild unserer Vollständigkeit in uns auftauchen. Dieses ist für Jung das Bild der 'Heiligen Hochzeit', des männlichen Ich mit der Anima oder des weiblichen Ich mit dem Animus. Das Entscheidende bleibt in dieser Auffassung noch unausgesprochen und ungelebt. Die Verdichtung des dritten Leibes geschieht durch leibliche Bewegung im Aufsteigen der Lebenssäfte, im Erwachen spontaner Du-Gebärden, im Drängen nach dem polaren Wechselspiel des dritten Leibes." (Schellenbaum Peter, Nimm deine Couch und geh!, Heilung mit Spontanritualen, Deutscher Taschenbuch Verlag München 1994, ISBN 3-466-30333-8, S. 250)