F. BEI NARZISSTISCHER GEWEBS-AUFBLÄHUNG: SANGUINALE  E.MOTIONALITÄT DURCH HERZ#DÜNNDARM SYMBALLESTHAI

"Kaum haben wir mit Hilfe des noradrenergen Systems die Verschaltungen für eine ganz bestimmte Verhaltensstrategie gebahnt, mit der wir wunderbar vorankommen, weil sie uns alle bisher in unserem Leben aufgetauchten Untiefen und Schlaglöcher immer besser vermeiden oder durchfahren hilft, schon steht uns wieder irgend jemand oder irgend etwas Neues, bisher noch nicht Dagewesenes im Wege. Fatalerweise trifft uns so etwas um so härter, je fester sich in unserem Kopf die Überzeugung gebildet hatte, auf dem einmal eingeschlagenen Weg ganz besonders gut voranzukommen. (Hüther Gerald, Biologie der Angst. Wie aus Streß Gefühle werden, 13.unveränd. Aufl., Vandenhoeck u. Ruprecht 2016, 71)

 

 

Daher sind manche der Meinung:

                    "Mir steht mehr zu, als ich bekomme."

Allerdings: Sollte ihm die in seiner Phantasie als überaus großartig ausgemalte und dementsprechend begehrte Liebe begegnen, so wird er nur kurzzeitig verliebt sein - am nächsten Morgen schon sieht er Unvollkommenheiten ... .

Damit ist also der (auch bei anderen Gelegenheiten) immer wieder eintretende Fall gegeben, dass sich die 'Realität'  'nicht an des Narzissten Ideale hält', ... .

Diese 'Realität' kann (auch) sein: Erkrankung, Erschöpfung, Alter, Verlust des wg. geglaubter 'Unersetzlichkeit' als sicher erachteten Arbeitsplatzes, der eigenen Größe nicht entsprechende Demütigung, Verlust des als Eigentum erachteten Partners  ...; also alles, das dem Narzissten Endlichkeit vor Augen hält ...

 

Des Narzissten Grandiosität wird dabei nicht so sehr von Außen in Frage gestellt ("Wie können mich diese Nichtse  überhaupt beleidigen?"), sondern es ist das Selbst-Erlebnis der eigenen Unzulänglichkeit gegenüber dem eigenen Ich-Idealinnere Unruhe und durch die erlebte Endlichkeit konterkarierte Anspannung stellen sich ein:

 

DAS HERZ LÄUFT -VERGLEICHBAR EINEM AUSGEKUPPELTEN MOTOR- 'AM STAND'...

 

Analog ergeht es dem 'DÜNNDARM': SEINE PERISTALTIK  VERMAG MIT DEM (AUCH MENTALEN) NAHRUNGSBREI NICHT SO UMZUGEHEN, DASS DAS BRAUCHBARE AUFGENOMMEN UND DAS UNBRAUCHBARE ABTRANSPORTIERT WIRD.

 

 

SOMIT HÄNGEN SOWOHL DAS HERZ ALS AUCH DER DÜNNDARM  MIT (BLUT-)KREISLAUF ZUSAMMEN       

  •        sie SIND einerseits SELBST  ALS 'BLUTLEERE' ORGANE   'ARM  D'RAN'
  •       andererseits ist -wenn der (BLUT-)KREISLAUF gestört ist- ihre 'SELBSTVERWIRKLICHUNG' BEEINTRÄCHTIGT 

NUN IST BZGL. MASSAGE HINLÄNGLICH BEKANNT, DASS SIE MIT DER DURCHBLUTUNG UNSERES GEWEBES ZUSAMMENHÄNGT.

Das kann -auf der Basis des oben Gesagten- POINTIERT WERDEN:

 

MASSAGE KANN MIT IHRER FÖRDERUNG EINES GESUNDEN BLUTKREISLAUFS ZUR 'SELBSTVERWIRKLICHUNG' DES HERZENS UND DES DÜNNDARMS BEITRAGEN

 

UND GENAU DIESE SELBSTVERWIRKLICHUNG DES HERZENS UND DES DÜNNDARMS BRAUCHEN WIR ALLE - UND INSBESONDERE DER NARZISST: dann braucht er nicht - in dem Versuch sich selbst aufzuwerten- die Entwertung  anderer Menschen  etc.  'Hilft' ihm dies nicht, weil es ihn eben nicht aufbaut, sondern bringt -wie das "Echo" im Narziss von Ovids Metamorphosen- statt dessen nur den Widerhall der  vom Narzissten ausgehenden Ausgrenzung, Bestrafung etc. in dem Sinn, dass ihm dies alles 'auf den Kopf fällt', dann stellt sich BURN-OUT UND IN DEREN SPÄTPHASEN AUCH DEPRESSION im Sinne von Niedergeschlagenheit ein: Lust-, Antriebs-, Sinn-, Aussichts-losigkeit ... ein.

 

Als Ausweg  böte sich an, die am Erlebnis von Grenzen gewonnenen Erfahrungen bzgl. der Realisierbarkeit von Wünschen, Erwartungen ins Kalkül zu ziehen. Dann wäre wohl die Empfindlichkeit gegenüber 'Enttäuschungen' zumindest nicht mehr groß. Allerdings: ein 'echter' Narzisst wird nicht sehr rasch zugeben, dass seine Erwartungen 'vielleicht' etwas übertrieben waren. Auch lernt er nicht aus Niederlagen - er meint vielmehr, er wurde zu wenig geliebt, beachtet, sogar beleidigt, muss 'recht' behalten etc. 

 

Denn: "Oft haben wir ein halbes Leben gebraucht, um zu begreifen, wie wir beruflich, bei Männern oder bei Frauen vorankommen, Karriere machen, den Haushalt perfekt beherrschen oder anderen ganz besonders imponieren können. Sie wissen besser als ich, was Ihnen sonst noch alles eingefallen ist, um sich immer glatter um all das im Leben vorbei- oder hindurchzuwinden, was bei Ihnen anfangs noch Verunsicherung, Angst oder Stress ausgelöst hat.

Aber, ob Sie es nun schon erlebt haben oder nicht, und obwohl wir es uns immer wieder wünschen: 

VIEL ERFOLG ZÄHLT ZUM SCHLIMMSTEN, WAS EINEM IM LEBEN PASSIEREN KANN."

(Hüther Gerald, Biologie der Angst. Wie aus Streß Gefühle werden, 13.unveränd. Aufl., Vandenhoeck u. Ruprecht 2016, 71)

 

 

Denn: "Wer immer wieder mit der gleichen Strategie vorankommt, der wird am Ende einem Rennpferd immer ähnlicher, einem Rennpferd, das sich selbst die Scheuklappen immer fester überzieht. Er sieht immer weniger von dem, was rechts und links von ihm passiert, merkt nicht, wie sich die Rennstrecke allmählich verändert oder dass ihm jemand einen Knüppel in den weg legt. Dann macht es platsch, und er liegt auf der Nase, oder er erkennt plötzlich, dass er sich hoffnungslos verrannt hat. Er stellt fest, dass er so viel Zeit und Aufmerksamkeit in seinen Beruf, seine Karriere gesteckt hat, dass ihm Frau und Kinder immer fremder wurden, bis sie sich nun endgültig von ihm getrennt haben, oder dass er all die Warnungen aus seinem Körper ignoriert hat, bis er im Krankenhaus aufwacht, weil ihm sein Herz von heute auf morgen den weiteren Dienst in der bisherigen Weise versagt.(Hüther Gerald, Biologie der Angst. Wie aus Streß Gefühle werden, 13.unveränd. Aufl., Vandenhoeck u. Ruprecht 2016, 71)

Wie solcher Wahn-Sinn sich entwickeln kann macht Haller's umfassender Begriff des Narzissmus deutlich: "NARZISSMUS ist nicht nur Egoismus und Arroganz, nicht nur Selbstsucht und Überheblichkeit. Narzissmus ist mehr als Stolz und Gier, er geht weit über Eitelkeit und Selbstgefälligkeit hinaus.

Er beinhaltet neben der starken Bezogenheit auf das eigene Ich und der Überzeugung von der eigenen Grandiosität ein hohes Maß an Empfindlichkeit und Verletzlichkeit, einen Mangel an Einfühlungsvermögen in unsere Mitmenschen und eine permanente Tendenz zur Entwertung anderer.

Nur beim Zusammentreffen dieser Komponenten, die unterschiedlich gewichtet sein können, ist das Störungsbild des Narzissmus gegeben. Wenn wir ihn nicht nur klischeehaft und oberflächlich betrachten, setzt er sich somit aus vier Komponenten zusammen:

  • Egozentrizität
  • Empfindlichkeit
  • Empathiemangel
  • Entwertung 

Je nach Art steht eines dieser Kennzeichen im Vordergrund: die Egozentrizität beim (noch) normalen Narzissmus, die Empfindlichkeit beim neurotischen, die Entwertung beim bösartigen und der Empathiemangel bei allen drei. " (Haller,  Narzissmusfalle, 39-40)

 

"Nun ist guter Rat teuer und auch nicht so schnell zu bekommen. Jetzt kommt es wieder, dieses sonderbare, schon längst vergessene und für immer überwunden geglaubte Gefühl im Bauch. Man macht noch zwei, drei vergebliche Versuche, doch noch mit dem Kopf durch die Wand, mit den alten Strategien durch die neuen Anforderungen zu kommen, und dann steckt die Karre endgültig fest.

Die untergründige Angst, und mit ihr die im Gehirn ausgelöste Stressreaktion, ist  nicht mehr aufzuhalten, sie wird unkontrollierbar. Hilflosigkeit und Verzweiflung machen sich breit, und der Körper wird immer wieder von den Wellen an Stresshormonen überschwemmt, die bei derartigen unkontrollierbaren Belastungen zwangsläufig ausgeschüttet werden, tagelang, manchmal wochenlang." (Hüther Gerald, Biologie der Angst. Wie aus Streß Gefühle werden, 13.unveränd. Aufl., Vandenhoeck u. Ruprecht 2016, 72-73) 

GESUNDER BLUTKREISLAUF BERUHT AUF                    - AUS SAKRALER MITTE KOMMENDER -        LEIBLICHER UMSCHALTKOMPETENZ

Warum ? "Der KERN und das ZENTRUM seines SEINS ist die eigene GROSSARTIGKEIT.

Diese Grandiosität muss ein schwer gespaltenes, vielleicht traumatisiertes Selbst ausgleichen" (aus  einem "Interview mit Otto Kernberg, dem berühmtesten Psychiater der Welt" [Profil vom 26.05.2015] von mir wurden Hervorhebungen vorgenommen)

Aber hier sitzt -religions-wissenschaftlich und religions-philosophisch gesprochen- die grundsätzliche Problematik:

 

STATT VON EINEM (GÖTTLICHEN) SELBST GETRAGEN ZU SEIN wird der Versuch unternommen, DAS in der SPANNUNG VON ÜBER-ICH und ES stehende ICH ZUM ZENTRUM DES SEINS ZU MACHEN.

 

Das kann sich zeigen in

  • Übertriebenem Perfektionismus. Nie mit den eigenen Leistungen zufrieden zu sein, immer noch mehr zu wollen und sich bis ins allerletzte und kleinste Detail immer um alles kümmern zu müssen, ist oft ein Weg in die Unzufriedenheit. Perfektion ist nahezu nicht zu erreichen und setzt nur unnötig unter Druck.
  • Falscher Grundeinstellung. Manchmal liegt der Grund für die Unzufriedenheit in der eigenen Einstellung. Viele Menschen konzentrieren sich auf die negativen Dinge und umgeben sich hauptsächlich mit dem, was ihnen selbst schadet.
  • Häufigen Vergleichen. Jeder Mensch hat seine persönlichen Stärken und Schwächen. Vergleiche können zwar auch anspornen, doch wer sich stets in Konkurrenz mit anderen setzt und dabei nur sieht, was diese haben und worin andere besser sind, wird unzufrieden.
  • Fehlender Dankbarkeit. Allerdings ist „Danksagung“ (griech. εὐχαριστέω eucharistéo ‚ich sage Dank‘) gerade für den Narzissten nicht 'so einfach': Müsste er doch zugeben, dass er sich nicht selbst hergestellt hat - Nicht sein Herz, nicht seine sonstigen Organe ... . Sondern, dass sie einem jeden von uns gegeben - u.zw. in einem doppelten Sinne als vor-gegeben und als auf-gegeben - sind.
  • Fehlendem Selbstwertgefühl: mit Anselm Grün verstanden als bezogen  auf "den eigenen Wert, ... die eigene Würde, ... die Einmaligkeit als Person. Es ist das Gespür für mein Selbst, für mein wahres Wesen, für das Bild, das Gott sich von mir gemacht hat ... . Das Selbstwertgefühl bläht sich nicht auf, es ist vielmehr das Gefühl für den eigenen Wert in allen Schwächen und Grenzen." (Grün Anselm, Selbstwert entwickeln - Ohnmacht meistern. Spirituelle Wege zum inneren Raum, Kreuz Vlg., Zürich 1995, 10-11)

Diese Werthaftigkeit in allen Schwächen und Grenzen zeigen religiöse Zeichen wie das Kreuz, und auch das im chinesischen Daoismus und auch Neukonfuzianismus verwendete Zeichen Yin-Yang ... nämlich insoferne als sie Sterben und Auferstehung, Schwarz und Weiß zusammenfügen, auf Grch. symballieren und so zum Symbol (dem Zusammengefügten) werden ...

 

 

 

An diese Bestimmung des Selbstwertgefühls anschließend, lässt sich fragen:

 

WAS KOSTET EINEM NARZISSTEN DAS LEBEN ?

 

Er klettert -nur auf seine eigene Leistung vertrauend- immer höher auf seiner Fahnenstange, in immer schwindelndere Höhen ...

 

... allerdings 'VERGISST' er dabei, dass 'die Luft immer dünner', der Sauerstoffgehalt immer weniger sowie dass er sich von der  Nahrung, die der Boden bereithält, immer weiter entfernt

und somit die

 

FUNKTIONALITÄT SEINEs BLUT-KREISLAUFs,

die eben darin besteht, dass das Lebens-Notwendige  an den Ziel-Ort gebracht und das Verbraucht-Belastete abtransportiert wird, 

 

also DAS AUSGEWOGENE VERHÄLTNIS VON GEBEN UND NEHMEN

 

 immer mehr verloren geht ...

 

 

Deswegen, aber auch

insoferne als SYMBALLESTHAI-BEHANDLUNGEN auf das LEBENSFÖRDERLICHE abzielen

wird jetzt besonders eingegangen auf "EMPATHIE" als einer in vielerlei (demokratiepolitischer, sozialer, ethischer, partnerschaftlicher ...) Hinsicht wesentlichen SCHLÜSSELKOMPETENZ :

damit wird "bezeichnet

die Fähigkeit und Bereitschaft, Empfindungen, Emotionen, Gedanken, Motive und 

Persönlichkeitsmerkmale einer anderen Person zu erkennen, zu verstehen und nachzuempfinden. Ein damit korrespondierender allgemeinsprachlicher Begriff ist Einfühlungsvermögen.

Zur Empathie wird gemeinhin auch die Fähigkeit zu angemessenen Reaktionen auf Gefühle anderer Menschen gezählt,

zum Beispiel Mitleid, Trauer, Schmerz und Hilfsbereitschaft aus Mitgefühl.

Die neuere Hirnforschung legt allerdings eine deutliche Unterscheidbarkeit des empathischen Vermögens vom Mitgefühl nahe.

Grundlage der Empathie ist die Selbstwahrnehmung – je offener eine Person für ihre eigenen Emotionen ist, desto besser kann sie auch die Gefühle anderer deuten. [Daniel Goleman: Emotionale Intelligenz. 1997, S. 127] " (Art. Empathie, aus  wikipedia Abfr. 24.11.20)

Was aber wenn jemand auch gegenüber (auch den eigenen) Emotionen abgeschnitten ist ?

Wie ist dieses Abschneiden gegenüber den eigenen Emotionen entstanden?

Wenn doch gilt: "Der angeborene Kern der Fähigkeit zur Einfühlung kann schon bei sehr kleinen Kindern als Affektansteckung beobachtet werden, z. B. wenn sie anfangen zu weinen, wenn ein anderes Kind weint. Allmählich fangen Kinder an, Erlebtes auf einer inneren Bühne nachzuspielen und es bilden sich Repräsentanzen der Bezugspersonen und der erlebten Beziehungssituationen. Das Kind beginnt „seine Erinnerungen an selbsterlebte Affekte und an affektiv bedeutsame Beziehungssituationen von der aktuellen Wirklichkeitserfahrung abzulösen und als Vorstellungen auf der inneren Bühne auftreten zu lassen.“ Auf dieser Spielfläche „entwirft“ das Kind Möglichkeiten der Einfühlung in die verschiedenen Personen der inneren Szenen, wie es sich auch im Kinderspiel beobachten lässt, wenn das Kind alleine spielt, z. B. mit Puppen, Figuren oder Kuscheltieren." (Art. Empathie, aus  wikipedia Abfr. 24.11.20)

 

"Im Unterschied zur Affektansteckung, die ein unwillkürlicher Vorgang ist, ist die sich entwickelnde Einfühlung also ein aktiver und kreativer Vorgang, eine Leistung des Subjekts und somit immer auch eine subjektive Interpretation der anderen." (Art. Empathie, aus  wikipedia Abfr. 24.11.20)

 

Was also hat diese Leistung des Subjekts nicht zustande kommen lassen?

Kann es darin liegen, dass in der Phase der Ich-Bildung etwas schief gelaufen ist? Dass das "Es" eingesperrt wurde?

 

"Viele Menschen haben das quälende Gefühl, in einem inneren Gefängnis zu leben, sie fühlen sich nicht wirklich frei und wohl in ihrer Haut.

In ihrer Verzweiflung entwickeln sie extreme Energien, um sich selber zu finden oder zu verwirklichen."

"Lass mich wenigstens schaun und nähren den traurigen Wahnsinn (adspicere et misero praebere alimenta furori!)" (Ovid)

Dabei suchen sie die Lösung des Problems meist mit unpassenden Mitteln, wodurch die Unfreiheit noch vergrößert wird."

"Während er klagt, zertrennt er das Kleid vom obersten Saume;

An die enthüllte Brust dann schlägt er mit marmornen Händen,

Und die geschlagene Brust ward sanft mit Röte bezogen,

So wie der Apfel sich zeigt, der weiß zur Hälfte, zur Hälfte

Rot aussieht, ..." (Ovid)

(Röhr Heinz-Peter, Narzißmus. Das innere Gefängnis, DTV, 10.Aufl. 2011, 2.

Inseriert: Ovid, Metamorphosen, 479; 480-484, in https://www.gottwein.de/Lat/ov/ovmet03339.php)

Die Brust wird -als Folge der Schläge- teilw. rot/teilw. 'weiß' - also unterschiedlich durchblutet:

dieser UNTERSCHIEDLICHE DURCHBLUTUNGSGRAD DES GEWEBES WIRD ZURÜCKGEFÜHRT AUF SELBST-SCHLÄGE, die aus einer Mentalität herrühren, die damit nicht zurecht kommt, DASS MAN NICHT PERFEKT IST ...

"Normalerweise besteht eine Spannung zwischen dem, was ein Mensch ist, und dem, was er glaubt, sein zu müssen (seinem Ich-Ideal). Menschen mit gesundem Narzissmus wissen, dass sie nicht perfekt sein müssen, dass sie nicht allen überlegen zu sein haben,  dass sie versagen dürfen etc. und trotzdem richtig sind. Bei Menschen mit einer narzisstischen Persönlichkeitsstörung wird das Selbst aufgeblasen. Das, was sie sind, und das, was sie glauben, sein zu müssen, ist verschmolzen zu einem grandiosen Selbst. Sie identifizieren sich in der Phantasie mit dem eigenen Idealbild, um auf diese Weise Unabhängigkeit von der Bewertung durch andere herzustellen. Die negativen Anteile, die nicht ins Ideal passen passen, werden verdrängt und oft auf andere projiziert. Diese Idealisierung der eigenen Person ist hochgradig realitätsfern und führt dazu, dass diese Menschen nicht mehr deutlich erkennen können, wer sie wirklich sind."(Röhr Heinz-Peter, Narzißmus. Das innere Gefängnis, DTV, 10.Aufl. 2011, 32-33).

 

 

Im Rahmen einer

  • Psychotherapie wird dieses Erkennen häufig auf der verbalen Ebene angestrebt: kognitive Therapie sucht im Gespräch deutlich zu machen, wie realitätsfern die Idealisierung der eigenen Person ist.
  • Symballesthai-Massage finden -oft so nebenbei- 'persönliche' Gespräche statt - 'natürlich' will man sich dabei gut darstellen -andererseits zeigen sich aber gerade dabei die dafür gewaltigen  Anstrengungen des Herzens,

       die allerdings nicht spurlos an uns vorübergehen ...

"Angina-pectoris-Anfälle zeichnen sich durch heftige Schmerzen aus, die bis zum Vernichtungsschmerz gehen können und damit in die Nähe eines Herzinfarktes. Tatsächlich gehen solche Anfälle nicht selten in einen Herzinfarkt über. Das Schmerzgefühl wird meist als lebensbedrohliches Enge- und Angstgefühl beschrieben, ein Empfinden, als krampfe sich das Herz zusammen oder werde von einer Eisenfaust umklammert." (Dahlke Ruediger, Herz(ens)-Probleme. Be-Deutung und Chance von Herz- und Kreislaufsymptomen, München 1990, 90)

"Der Königsohn im (Märchen vom) Eisenofen steht dafür, dass etwas, das sehr verletzt wurde, sich eingekapselt hat."(Röhr Heinz-Peter, Narzißmus. Das innere Gefängnis, DTV, 10.Aufl. 2011, 33)

Verletzt wurde das Herz: "Das Herz ist weit empfindsamer als alle anderen Sinnesorgane und damit natürlich auch unser verletzlichstes Organ. Im Herzen getroffen werden können wir ja nicht nur von Kugeln, Messern und Speeren, sondern vor allem auch von Worten und Spitzen im übertragenen Sinne. Da feuern Gegner ganze (Wort-)Salven auf einen ab, und die treffen häufig ins Herz." (Dahlke Ruediger, Herz(ens)-Probleme. Be-Deutung und Chance von Herz- und Kreislaufsymptomen, München 1990, 51)

Aber es sind nicht nur diese verletzenden Angriffe - fundamentaler ist der Mangel an Liebe: "Unerwünschte Säuglinge sind häufiger untergewichtig und werden eher krank als erwünschte, da ihr Immunsystem offensichtlich schwächer ist.

Die Liebe der Mutter in der frühen Kindheit entscheidet aber nicht nur über Gesundheit und Krankheit, sie prägt auch maßgeblich das Selbstgefühl. Der Körper, insbesondere die Bauchregion, ist der Ort des Gefühls. Die Liebe der Mutter spürt das kleine Kind in seinem Körper, besonders in Form von Liebkosungen, Gestreichelt- und Gehaltenwerden. Dies führt zu Wohlbehagen und zum Gefühl der Geborgenheit und Sicherheit. Demnach ist liebevoller Hautkontakt und überhaupt der Kontakt zum Körper des Kindes entscheidend dafür, dass sich das Selbstgefühl positiv und stark entwickelt. Lieben wird nicht unmaßgeblich über die Haut gelernt!" (Röhr Heinz-Peter, Narzißmus. Das innere Gefängnis, DTV, 10.Aufl. 2011, 31).

DEMENTSPRECHEND

 

 

 

 

 

GEWEBS-

 

       VERQUELLUNG ...

 

'na und ... ? ' 

 

oder doch ?

 

der 

 

(VITRUVIANISCHE)

 

MENSCH

 

        (des Leonardo da Vinci),

 

der aus seiner (Bauch-Nabel, also dem vorgeburtlich lebenswichtigen Zwischenraum, an dem wir bis zu unserer Geburt mütterlich versorgt werden -)Mitte heraus es schafft, einen von ihm ausgehenden Kreis zu  bilden (beim „homo ad circulum“ setzte Leonardo den Zirkel eben exakt im Nabel an)

Umgekehrt ist es beim Quadrat: dieses ist zuerst da (der Mittelpunkt [im Schritt] entsteht erst als Kreuzungspunkt der Diagonalen des vorhandenen Quadrates) und ist so ein Bild dafür, wie der Mensch seine Mitte von Außen her zugewiesen bekommt.

 

Bedenkt man, welch große Bedeutung das Suchen, Finden, Erleben ... der

z.B. für unsere Identitätsbildung hat, so wird man dieser Differenzierung zwischen einer Mitte, aus der heraus wir leben und uns entfalten - und einer, die man zugewiesen bekommt, Beachtung schenken.

Insbesondere, wenn es -in diesem Abschnitt meiner homepage- um Narzissmus als -so Röhr- einem "inneren Gefängnis" geht ...

"Nichts ist für ein Kind förderlicher als eine Mutter, die sich selbst lieben kann. Sie ist in der Lage, eine Atmosphäre zu schaffen, in der die Gefühle des Kindes ihren Raum haben, in der ihnen mit Achtung und Toleranz begegnet wird. In diesem Klima kann es selbständig werden und ein gesundes Selbstwertgefühl entwickeln."

(Röhr Hans-Peter, Narzißmus. Das innere Gefängnis, DTV, 10.Aufl. 2011, 28)

 

 

 "Angst löst sich auf, wenn wir das Beängstigende und Ersehnte als das anerkennen, was es ist, nämlich das in die Tat drängende Leben" [1]

[1] Roth Michael, Homo incurvatus in se ipsum - Der sich selbst verachtende Mensch. Narzißmustheorie und theologische Hamartiologie, 32, in: Praktische Theologie 33 (1998)  H.1, 14-33

 Umsetzbar wird das also, wenn dieses Doppelgesicht des Narzissmus erkannt wird: 

Wie aber wird es möglich, sich für das glz. Beängstigend-Ersehnte, also das Mysterium tremendum et fascinosum (R. Otto), zu öffnen ?

Als These wird formuliert: DAS POTENTIAL FÜR DIESEN WANDLUNGSVORGANG KOMMT AUS IN SAKRAL-EKSTASE BEKOMMBARER SANGUINALE  E.MOTIONALITÄT 

 

 

 

"Der dritte Leib ist unser einziges Lebensmotiv, lässt er uns doch in jedem Augenblick dem entgegengehen, was uns im Negativ des Fehlenden schon entgegenkommt." [1]

 

 

[1] "Es ist also zuwenig, wenn wir sagen: ein Lücke, eine Differenz, ein existenzieller Unterschied, ein Persönlichkeitsintervall lässt im offenen Raum der Imagination das Bild unserer Vollständigkeit in uns auftauchen. Dieses ist für Jung das Bild der 'Heiligen Hochzeit', des männlichen Ich mit der Anima oder des weiblichen Ich mit dem Animus. Das Entscheidende bleibt in dieser Auffassung noch unausgesprochen und ungelebt. Die Verdichtung des dritten Leibes geschieht durch leibliche Bewegung im Aufsteigen der Lebenssäfte, im Erwachen spontaner Du-Gebärden, im Drängen nach dem polaren Wechselspiel des dritten Leibes." (Schellenbaum Peter, Nimm deine Couch und geh!, Heilung mit Spontanritualen, Deutscher Taschenbuch Verlag München 1994, ISBN 3-466-30333-8, S. 250)