Ein Schotte bittet Gott, dass er ihn endlich im Lotto gewinnen ließe.

Gott dazu: "Könntest du dir nicht endlich einmal ein Los kaufen?"

 

 

WAS LÄSST AUS DEPRESSION [AUF-]ERSTEHEN ?

 

Nimmt man in den Blick, dass das im Depressions-Geschehen eine Rolle spielende Dopamin einerseits gesehen wird

  • im Volksmund als Glückshormon, das kurzfristig bei unerwarteten subjektiv positiven Erlebnissen ausgeschüttet wird und so für einen Belohnungseffekt sorgt, so erscheint die Aufgabe, aus Depressionen wegzukommen, ans 'Glück' delegiert; allerdings: wie oft gewinnt man schon im Lotto?
  • Sieht man allerdings, dass des Dopamin psychotrope Bedeutung hauptsächlich im Bereich der Antriebssteigerung und Motivation vermutet wird, so wird der Schwerpunkt auf der Möglichkeit an sich zu arbeiten liegen. Denn Dopamin wird ausgeschüttet, wenn zum Beispiel lang angestrebte Ziele erreicht werden und ein Verlangen oder die unmittelbare Aussicht auf Belohnung zu einer Handlung motivieren.

Es braucht aber wohl beides: die Selbst-Bemühung und das Zufalls-Glück.

Vielleicht lassen sich diese Beiden konkretisieren im Begriff des 'Urvertrauens': es  entwickelt sich sowohl im Ansatz Eriksons als auch Claessens' im sehr frühen Kindesalter durch die verlässliche, durchgehaltene, liebende und sorgende Zuwendung von Dauerpflegepersonen (zumeist den Eltern). Es verschafft die innere emotionale Sicherheit, die später zu einem Vertrauen in seine Umgebung und zu Kontakten mit anderen Menschen überhaupt erst befähigt. Urvertrauen ermöglicht angstarme Auseinandersetzung mit der sozialen Umwelt.

Es ist also die Grundlage für:

Vertrauen auf sich selbst, Selbstwertgefühl, Liebesfähigkeit („Ich bin es wert, geliebt zu werden.“ „Ich fühle mich geborgen.“),

Vertrauen in andere, in Partnerschaft, Gemeinschaft („Ich vertraue Dir.“ „Wir lieben uns.“, „Ich weiß mich verstanden und angenommen.“) und

Vertrauen in das Ganze, in die Welt („Es lohnt sich zu leben.“)

(Vgl. Art. Urvertrauen, wikipedia Abfr. 27.11.2020)