D.      DERMALE SOPHROSYNE                                      WANDELT                                          DEPRESSIVE GEWEBS-                                  ERSCHLAFFUNG                      IN URVERTRAUENDE SPANNKRAFT

 

Herr K. erlebt bereits Mitte August die "Melancholie des September": Tatsächlich werden ja die Tage kürzer. Dabei übersieht er allerdings, dass diese Augusttage ja noch immer viele Sonnenstunden bieten. Aber für ihn ist bereits jetzt die Sonne verloren - was ihn unsäglich traurig macht. Als ihn seine Frau einlädt, mit ihr einen sonnigen Augusttag zu erleben, wehrt er nur müde und lustlos ab.  Und er kann das auch erklären: "Es ist ja ein Naturgesetz, dass die Tage kürzer werden." Dementsprechend macht er sich anschließend Selbst-Vorwürfe: Er habe den vergangenen Sommer nicht genutzt, ständig auf bessere, idealere Sommertage gewartet. Überhaupt sei er jemand, der sich mit "halben Sachen" nicht zufrieden geben könne. 

Auf diese Weise verstreichen für ihn tatsächlich die Sonnentage. Als er das registriert, verstärkt sich seine Melancholie: "Ich bin halt ein Melancholiker - und da kann man nichts machen!"

U.a. diese Annahme führt immer mehr dazu, dass er sich Fähigkeiten, Situationen positiv zu nützen und zu beeinflussen  immer mehr abspricht. Immer mehr machen sich bei ihm Lust- und Antriebslosigkeit breit: "Es hat ja sowieso alles keinen Sinn ..."

Als seine Frau dies merkt, rät sie ihm einen Psychiater/Psychotherapeuten aufzusuchen, die tatsächlich  durch Medikation und Psychotherapie seine Dysphorie wegbringen.

Was ihm aber noch immer fehlt ist die Fähigkeit zur Freude z.B. über einen "unverhofften" Sonnentag. Er vermag ihn noch immer nicht sinnlich wahrzunehmen, seine Sinne sind irgendwie stumpf geworden ... 

 

 

 

In dieser Leidens-Geschichte wird erkennbar, wie Depressionen entstehen:

"Nach Seligmans Depressionsmodell werden Depressionen durch Gefühle der Hilflosigkeit bedingt, die auf unkontrollierbare, aversive Ereignisse folgen. Entscheidend für die erlebte Kontrollierbarkeit von Ereignissen sind die Ursachen, auf die die Person ein Ereignis zurückführt. Nach Seligman führt die Ursachenzuschreibung unangenehmer Ereignisse auf interne, globale und stabile Faktoren zu Gefühlen der Hilflosigkeit, die wiederum zu Depressionen führen." (Art. Depression, in wikipedia, Abfr. 19.11.20)

Tatsächlich ist nun der Lauf der Natur: 'der Sommer entschwindet' nicht grs. änderbar - und dementsprechend auch nicht kontrollierbar. Depression wird daher die Folge sein.

Aber: weshalb 'bildet man sich ein', dass es 'immer Sommer sein muss' ?

 

könnte dahinter stehen ... . Näherhin die neurotische Form des Narzissmus, bei dem "Empfindlichkeit" im Vordergrund steht (wenn von "Empfindlichkeit" die Rede ist, wird man als ganzheitlich behandelnder Masseur sich angesprochen fühlen) ...

Hier kommt -jetzt wieder auf Seligmans Depressions-Modell Bezug nehmend: Aversion, Abneigung oder Ablehnung (lateinisch aversatio ‚Abneigung‘, von  aversio ‚Ekel‘) ins Spiel. "A. bezeichnet die Neigung, auf bestimmte Reize mit Unlust zu reagieren. Eine Aversion kann gegenüber jeder Art von Reizen oder Objekten bestehen, zum Beispiel gegenüber bestimmten Menschen, Handlungen, Dingen (Nahrungsmitteln) oder Situationen und Erinnerungen.

Eine Aversion ist meistens mit dem Antrieb verbunden, sich abzuwenden.

Als aversiv können auch die Reize selbst bezeichnet werden; so wird etwa der Schmerz ein aversiver Reiz sein. Aversive Reize lösen eine Vermeidungsreaktion aus und werden möglichst gemieden. Hinter Aversionen stehen meistens entweder unangenehme oder verletzende Erfahrungen oder eine erlernte Verknüpfung (Konditionierung) von Wahrnehmungen mit dem unangenehmen Gefühl. "( Art. Depression, in wikipedia, Abfr. 19.11.20)

Könnte Herr K. also erfahren oder erlernt haben, dass kühlere oder regnerische Tage des  August schon den Herbst ankündigen? Und könnte es sein, dass er einfach nicht damit zurecht kommt: mit dem Verlust des Sommers ...; und vermutlich auch nicht mit sonstigen Verlusten (des Partners, Kinder, Arbeitsplatz ...) ?

Herrn K.s Verhalten kann in Zusammenhang gebracht werden mit dem was Anselm Grün als "Selbstbestrafung" "als Antwort auf das Ohnmachtsgefühl" beschreibt: "Wer sich ohnmächtig fühlt, seine eigenen Ideale zu verwirklichen, der geht mit sich selbst oft sehr rigoros um. Er versucht seine Triebe und Leidenschaften abzuschneiden. Er verbietet sich jede Freude. Er bestraft sich ständig, wenn er doch ein Gebot übertreten hat. Die Selbstbestrafung kann sich ... ausdrücken in harten Verzichten, mit denen er auf sein Versagen reagiert. Die Grausamkeit verlagert sich dann häufig ins Gewissen. Unbarmherzig urteilt das Gewissen über die eigenen Fehler. Solche Menschen zerren sich selbst ständig vor den Richterstuhl des unbarmherzigen Über-Ichs. Sie glauben zwar an die Barmherzigkeit Gottes, aber mit sich selbst gehen sie sehr unbarmherzig um. Sie verurteilen sich wegen kleinster Fehler und üben einen seelischen Terror gegen sich selbst. Sie wüten in einer finsteren Askese gegen sich selbst." (Grün Anselm, Selbstwert entwickeln - Ohnmacht meistern. Spirituelle Wege zum inneren Raum, Kreuz Vlg. Stuttgart 1995, 106)

 

Auch von dieser Charakteristik her lässt sich vermuten, dass die bei Herrn K. sich zeigende DYSPHORIE gewandelt zu werden vermag durch SOPHROSYNE:  

(Dies insoferne als "Das griechische Wort 'Sophrosyne', das wir mit Besonnenheit übersetzen, meint, dass einer gesunde Sinne hat (saos und phrenes). Besonnen ist also einer, der in seinen Sinnen ist, der alles um ihn herum mit seinen Sinnen wahrnimmt." [Grün Anselm, 50 Engel für die Seele, Herder Vlg., 2.Aufl. 2014, 67])

Aus einem sowohl körperlich als auch mental Erschlafften könnte so ein Mensch mit ur-vertrauender Spannkraft werden: aber dafür braucht es eben gesunde Sinne ...

Dementsprechend lautet die Frage, wie ein Dysphorischer, der es -im Extremfall- kaum 'aus dem Bett schafft', zu diesen gesunden Sinnen kommen kann ...  ,

Diese drei Phasen der Symballesthai-Behandlung ereignen sich -wie schon die Worte "Sinne"/"Sinnlichkeit" indizieren-  leiblich ganzheitlich.

 

Denn: auch wenn man DEPRESSION von folgenden drei Hauptsymptomen

Gedrückte, depressive Stimmung;

Interessensverlust und Freudlosigkeit;

Antriebsmangel und erhöhte Ermüdbarkeit

her bestimmt, handelt es sich dabei nicht um rein/hauptsächlich Psychisches (das dann wieder konterkariert würde mit der Behauptung des bloß Körperlichen), sondern m.E. um 

Daher kann hypothetisch vermutet werden, dass die

 

DYSPHORIE DEPRESSIVER

WANDELBAR WIRD

DURCH EINE AN LEIBLICH VERSTANDENER (näherhin durch eine an 'LUNGE#DICKDARM' orientierte)

SYMBALLESTHAI-BEHANDLUNG

 

  

              Was ist mit DYSPHORIE gemeint?

 

Wenn die hinter der Medikation durch SSRI's liegende Serotonin-Hypothese stimmt, dann ...

  • erfolgt bei Depression eine Falschverteilung dieses Neurotransmitters an Stellen, an denen er die seiner Neurotransmitter-Funktion entsprechende Wirksamkeit nicht entfalten kann.     
  • fehlt Serotonin eben im Synapsenspalt.

Wenn die hinter Seligmans Theorie der Depression, also die der erlernten Hilflosigkeit stimmt, dann ...

  • erfolgt bei Depression eine Fixierung auf Ausweglosigkeit.
  • fehlt die mentale Fluidität, um auch aus schwierigen Situationen einen Ausweg zu finden.

Wenn im Zentrum  Aaron T. Becks kognitiver Theorie der Depression  kognitive Verzerrungen der Realität stehen, dann ...

  • erfolgt bei Depression eine Fixierung auf pessimistische Selbst- und Weltsicht
  • fehlt die Wahrnehmung des Guten, Schönen und Wahren.

Wenn Vertreter des Konzepts der emotionalen Intelligenz, die auf die Fähigkeit abstellen, eigene und fremde Gefühle (korrekt) wahrzunehmen, zu verstehen und zu beeinflussen, dann ...

  • stellen sie bei Depressiven eine Tendenz fest, Wahrnehmungen negativ, also depressionsverstärkend, zu interpretieren.
  • und dass Depressiven ein solides Können in der Handhabung zwischenmenschlicher Beziehungen fehle (Eltern, Peergroup, Sexualpartner).  

 

 

Depression ist also nicht bloß eine falsche Positionierung von Energie, sondern auch ein Fehlen von Energie, wobei das Fehlende und das Falsche nur die zwei Seiten eines einzigen Geschehens sein könnten

 

Dieser oben aufgezeigte Doppelcharakter der DEPRESSION, also die falsche Positionierung von Energie als auch das Fehlen an den benötigten Stellen, lässt die als die drei Hauptsymptome genannten Phänomene in ihrem inneren Zusammenhang erkennen: 

  • "Gedrückte, depressive Stimmung" entspricht eben dem Positionieren von Energie an der falschen Stelle
  • "Interessensverlust und Freudlosigkeit" entspricht dem Fehlen der Energie an der richtigen Stelle
  • "Antriebsmangel und erhöhte Ermüdbarkeit" fasst Fehlen und falsche Positionierung zusammen.

Dementsprechend könnte man

"Dysphorie" nicht nur als Zustand, sondern:

DAS DEPRESSIV MACHENDE GESCHEHEN ALS DYSPHORIE CHARAKTERISIEREN

In dieses dysphorische Geschehen einzugreifen könnte Aufgabe einer                              

 

       LUNGEN#DICKDARM-Symballesthai-Behandlung sein,

nämlich insoferne als der Depressiven Dysphorie, verstanden von φορείν/ phorein „tragen“ und von Dys als: nicht nur etwas an die falsche Stelle geben, sondern damit implizieren, dass es anderer Stelle, an der es gebraucht wird, eben nicht vorhanden ist, analog gesehen werden kann in falscher sowie fehlender Funktionalität von Lunge bzw. Dickdarm:

Bedenkt man: "Die elementare Funktion der Lungen ist die Atmung, d.h. der Gasaustausch zwischen Außenwelt und Organismus" und dass "Zur Erfüllung dieser Aufgabe ein wohl koordiniertes Zusammenspiel zwischen der zentralen Steuerung durch das Nervensystem (Atemantrieb), der Atemmuskulatur wie dem Zwerchfell (Atempumpe) und dem Blutkreislauf (Transport von Sauerstoff und Kohlendioxid zwischen Gewebe und Lunge) erforderlich (ist)." (Borst Mathias. M., Anatomische und physiologische Grundlagen, 3, in: Göhring Hannelore, Atemtherapie - Therapie mit dem Atem Georg Thieme Verlag, Stuttgart-New York 2001, ISBN: 3-13-124261-2, 1-13), so kann man es auch als Dysphorie bezeichnen wenn es bei  unvollständiger Abgabe von CO2 nicht hinreichend Platz gibt für neue Sauerstoffaufnahme.

Analog dazu wird man etwa Verstopfung im Darmbereich auch als Dysphorie verstehen können. 

 

 

 

 

In welchem Verhältnis steht nun diese SYMBALLESTHAI-Behandlungs-Methode zu medizinisch-medikamentösen sowie psychotherapeutischen Verfahren ? 

!Wie aus dem Nachfolgenden ersichtlich ersetzt sie diese nicht, sondern sie ist als ganzheitliche Ergänzung zu verstehen!

 

Die in der Medizin der Depression als Anti-Depressiva eingesetzten Serotonin-Wiederaufnahmehemmer, die den Serotonintransport an für die Transmitter-Funktion ungeeignete Stellen zu blockieren suchen, setzen eben auf ein inhibitorisches Verfahren.

In psychotherapeutischer Hinsicht sei auf Aaron T. Becks kognitive Theorie der Depression hingewiesen: kognitive Verzerrungen (als typische kognitive Verzerrungen werden u. a. willkürliche Schlüsse, selektive Abstraktion, Übergeneralisierungen und Über- oder Untertreibungen angesehen) der Realität durch den Depressiven seien zu behandeln. . 

Diese Verfahren sind bekanntlich anerkannt gute Heilmethoden. Insoferne sie aber beide (mit Inhibition; mit Korrektur) auf ein Wegbringen des Depressiven abzielen, brauchen sie eine Ergänzung durch das spezifisch Menschliche:

Freilich wird jeder, der eine Depression durchgemacht hat, sich erinnern, wie sehr man sich wünscht, dass die Depression verschwindet (daher z.B. möglichst rasch wirksame Medikation) - es also überaus not-wendig ist, dass es dbzgl. Medikation bzw. Psychotherapie gibt.

 

Neben diesen not-wendenden Maßnahmen braucht es aber freilich salutogene Inputs ...

 

 

Denn: reicht es aus, wenn die Depression verschwindet? Ist man dann gesund? Ist man gesund, wenn es nicht mehr die oben genannten Hauptsymptome des Interessensverlusts und der Freudlosigkeit, des Antriebsmangels und der erhöhten Ermüdbarkeit gibt? Stellen sich Interesse und Freude, Engagement und Lebenslust allein durch Einnahme von Antidepressiva ein?

 

 

Oder braucht es -wie oben angesprochen- die Gesundheit der Sinne, also Sophrosyne ?

 

 

Dies aufgreifend, sind SYMBALLESTHAI-Behandlungen der Depression nicht auf Depression als Erkrankung bezogen (das wird eben medikamentös bzw. psychotherapeutisch abgedeckt), sondern auf DEPRESSION ALS EXISTENZIELL-LEIBLICHE KRISE, aus der bei  SYMBALLESTHAI-Massage durch

 

ek-stasiert, und -ermöglicht durch die in 'Sophrosyne' geschenkte Gesundheit der Sinne- anastasiert werden kann zu einem eutonischen Leben.  

 

 

Umgang mit Corona (offener Brief)

 

Nur ungenügend ist die hohe Corona-Ansteckungswahrscheinlichkeit mit moralisch/sozial-politischen Quarantäne-Appellen, selbst dann, wenn sie sanktioniert werden, bzw. mit dem Hinweis auf das Erkrankungs-Risiko in den Griff zu bekommen …

Nachhaltig wirksam ist hingegen die jedem von uns aufgegebene Förderung von Gesundheit wie sie die WHO versteht: Soll Gesundheit als Zustand vollkommenen körperlichen, geistigen und sozialen Wohlbefindens und nicht allein das Fehlen von Krankheit und Gebrechen“ angestrebt werden, so kann der Slogan „Schau auf dich, schau auf mich!“ dann dazu beitragen, wenn

SCHAUEN

nicht bloß als mentales Sich-Sorgen  verstanden wird,

sondern als LEIBLICH-SALUTOGENE POTENZ

die getragen ist von

von dermaler sophrosyne / Besonnenheit*

 

*Dermale Sophrosyne/Besonnenheit entsteht bei SYMBALLESTHAI® Akupressur, die Lunge 11 (1mm proximal und lateral vom radialen Nagelwinkel des Daumens): und Dickdarm 1 (1mm proximal und lateral vom radialen Nagelwinkel des Zeigefingers) symballiert (zu dieser spezifischen Behandlungs-Methode siehe meine homepage unter Salutogenität des Zwerchfells): Sie führt u.a. zu einer Zwerchfelldisposition, die einerseits unsere Lungen weitet und andererseits unsere Dickdarm-Peristaltik weder krampfhaft werden noch erschlaffen lässt …

 

ACHTUNG: DAMIT WIRD NICHT BEHAUPTET, dass die genannte Akupressur eine anti-virale, gegen das CORONA-Virus gerichtete Behandlung darstellt !!!, wohl aber, dass wir u.a. durch ZWERCHFELL-GESUNDHEIT auf meine/Deine Gesundheit SCHAUEN! Mag das auf den ersten Blick auch lächerlich klingen – Sie werden ‚ganz schön schau’n‘, wenn Sie (in diesen Tagen durch Selbst-Akupressur – hilfreich wäre ein Blick auf meine homepage: www.massage-hold.at) so auf ihre Gesundheit schau’n.

 

Mit salutogenen Wünschen

 

Dr. theol. Dr. phil. Hermann Hold, ao.Univ.Prof. i.R., gewerblicher Masseur