B. BEI SCHAMBESETZTER                                  GEWEBSVERKLEBUNG:                                                                                    DIE FLEXIBILISIERENDE POTENZ     DES 'PERIKARD'#'BRUST-' 'OBER-'                  UND 'UNTER-BAUCH'-                                  SYMBALLESTHAI                                            ERMÖGLICHT                          VASALE  RESILIENZ

 

Nicht dem Schönheits-Ideal entsprechende Maße, Schweißflecken, Pickel, ein fehlender Universitätsabschluss ... – es gibt viele Dinge, für die sich Menschen schämen ... 

 

D.h. freilich nicht, dass Scham - genausowenig wie Angst- grundsätzlich als unerwünscht angesehen werden sollte. Schon allein insoferne, als die Fähigkeit sich zu schämen, angeboren ist ...

 

Allerdings kommt es im Laufe einer Lebens zu einer Ausdifferenzierung dieser Fähigkeit, die Léon Wurmser Scham als „in ihren typischen Grundzügen komplex und variabel, viel eher eine Palette von eng verwandten Affekten als ein simpler, klar abgegrenzter Affekt“ bestimmen lässt. (Wurmser Léon Die Maske der Scham. Die Psychoanalyse von Schamaffekten und Schamkonflikten. Springer, Berlin/Heidelberg/New York 1997, ISBN 978-3-642-80458-8, S. 25(google.de [abgerufen am 15. September 2019]).(Art. "Scham" in wikipedia, abger. 17.12.2020)

 

Dementsprechend zu differenzieren gilt es für eine anthropologische Grundlegung der Scham: "Über Schamanlässe oder Schaminhalte erschließen sich – selbst wenn ein weitgehend umfassender Katalog aufgestellt werden könnte – zunächst einmal bloß situationale ‚letzte‘ Auslöser für Schamerlebnisse, die in gewisser Weise zufälligen Charakter haben. Soll jedoch nach den generellen Bedingungen der Scham geforscht werden, muss ein grundsätzlich anderer Weg eingeschlagen werden. Dieser Weg wählt den Ausgangspunkt der Untersuchung nicht in der jeweiligen Situation mit ihren konkreten schamauslösenden Anlässen, sondern beim Menschen. Er richtet sich primär auf die Frage, was der Mensch für ein Wesen ist, dass er sich überhaupt schämen kann. Er zielt auf das Subjekt der Scham, den Menschen, sowie auf seine Existenzweise, auf die Weise, wie er sich grundsätzlich zu sich selbst und zu seiner Umwelt verhält." (Lietzmann Anja, Theorie der Scham. Eine anthropologische Perspektive auf ein menschliches Charakteristikum. Dissertation zur Erlangung des akademischen Grades Doktor der Sozialwissenschaften in der Fakultät für Sozial- und Verhaltenswissenschaften der Eberhard-Karls-Universität Tübingen 2003, 16)

Lietzmann verweist dbzgl. auf Helmuth Plessner. In seinem Hauptwerk von 1928 „Die Stufen des Organischen und der Mensch“ ersetzt er den, sich leicht dem Metaphysikverdacht aussetzenden, Begriff des menschlichen „Wesens“ durch den Begriff der menschlichen „Existenzweise“. Diese bestimmt er als „exzentrische Positionalität“. Der Mensch ist das Wesen, das exzentrisch positioniert ist. (Plessner Helmuth, Die Stufen des Organischen und der Mensch. Einleitung in die philosophische Anthropologie, Berlin / New York 1975, 292; zit. nach Lietzmann 16-17) Auf dieser-mit Hinweisen auf Scheler ergänzten- Basis kommt sie im Epilog zu dem Ergebnis, Scham als einen "Zustand der inneren Desorganisation und Selbstfremdheit" zu charakterisieren. Bei Scham "versagt der Mensch sowohl an der Aufgabe, seine innere Einheit als auch die innere Übereinstimmung mit sich herzustellen. Die Folge ist ein desorganisiertes Verhältnis des Menschen sich selbst, einem seiner physischen, psychischen oder sozialen Aspekte, gegenüber: Der Mensch hat sich nicht mehr ‚im Griff’. " (Lietzmann, 200) Nun mag es sein, dass sich der Mensch seiner Desorganisation wegen geniert - aber damit ist nicht die Scham als solche charakterisiert.

 

 

Mir erscheint hingegen eine (von einem selbst oder gesellschaftlich vorgenommene) Fixierung auf EINE bestimmte exzentrische Positionalität als das Charakteristikum der Scham. 

 

Dazu passt, dass Erik H. Erikson in seinem Stufenmodell der psychosozialen Entwicklung Scham und Zweifel situiert als Effekte einer misslingenden Lernerfahrung von „Autonomie“ des zwei- bis dreijährigen Kindes in der „analen Phase“ (Stufe II seines Modells). Scham tritt hier in Gegensatz zum Stolz über gemeisterte Entwicklungsschritte. Erikson deutet Scham als sekundär gegen das Ich gerichteten Zorn: „Der Schamerfüllte möchte […] die Welt zwingen, ihn nicht anzusehen […]. Er würde am liebsten die Augen aller anderen zerstören. Stattdessen muss er seine eigene Unsichtbarkeit wünschen.“ (Art. Scham in wikipedia Abfr. 20.1.21)

 

 

Freilich löst dies -abgesehen von der letztlichen Unrealisierbarkeit- nicht die Problematik der Fixierung auf eine bestimmte exzentrische Positionalität: DIE PROBLEMATIK, die darin besteht, DASS DER SCHAMHAFTE MENSCH NICHT LEBT AUS SEINER 

DIE ES IHM ERMÖGLICHTE,

 

  • SEINE JETZT UND HIER  VORHANDENE, KONKRETE POSITIONALITÄT EBEN ALS EINE VON VIELEN ANDEREN, DIE AUCH IHM MÖGLICH SEIEN, ANZUSETZEN
  • (sowohl physische als auch psychisch/geistige) FLEXIBILITÄT ZU LEBEN

GENAU DIESE FLEXIBILITÄT DER BLUTGEFÄSSE FEHLT z.B. BEI "SCHAMRÖTE": 

"Eine typische Begleiterscheinung des Schamgefühls ist die Schamröte, eine Reaktion des vegetativen Nervensystems, die eine verstärkte Blutzufuhr im Gesicht verursacht und es erröten lässt. Als innerlich wahrnehmbare und nach außen sichtbare Reaktion kann das Bewusstsein, rot geworden zu sein, die Schamempfindung noch verstärken. Im Allgemeinen scheinen Kinder und Jugendliche schneller rot zu werden als Erwachsene, doch nicht alle Menschen erröten, wenn sie Scham empfinden. Auch ein besonders breites Grinsen oder verlegenes Lachen gelten als mögliche Anzeichen der Scham. Weitere Körperreaktionen akuter Schamgefühle können Stressreaktionen wie ein erhöhter Puls, Schweißausbrüche, Schwindel und Herzklopfen sein.

Wird im Bereich der Körpersprache der Blickkontakt unterbrochen, kann das Schamgefühle signalisieren. Sie können von Gesten begleitet werden, wie das Senken der Kopfes oder das Verbergen der Augen mit den Händen. Im Internetjargon ist diese Geste als Facepalm bekannt und wird in Memes und als Emoticon genutzt, um Fremdscham auszudrücken.

Die Körperhaltung tendiert dazu, sich zusammenzurollen und den Körper kleiner erscheinen zu lassen. Gestik und Gang sind oft gehemmt und können durch drehende, ausweichende Bewegungen einem Davonschleichen und Hinauswinden gleichen. Die Intensität, mit der das Erleben von Scham beginnt, kann zu einem Verlust der Geistesgegenwart führen, sodass die Sprache stockt oder es zum Stottern kommt." (Art. Scham in wikipedia, Abfr. 17.12.2020)

 

MINDERWERTIGKEIT / SCHAMHAFTIGKEIT ...

                 (auch selbst 'verordnete')

     und ihr körperliches Korrelat,     GEWEBS (nicht nur Faszien-)VERKLEBUNGEN,

 

könnten performiert werden durch

 

LEIB-MASSAGE

nach dem SYMBALLESTHAI-Prinzip, in der erlebt wird, wie


 

 

GEWEBS-ELASTISCHE

 

IMMUNITÄT

 

 

ENTSTEHT !

Indiziert ist diese Behandlungsform 

- bei körperlich/geistiger Inflexibilität (also sowohl der Blutgefässe, deren Wände inflexibel geworden sind, als auch bei geistiger Sturheit), die es nicht zulässt, dass man sich auf geänderte (z.B. klimatische, ...; interpersonale) Situationen einlässt ...

- nach wert-mindernden Deformationen (Niederlagen etc.) wieder in Form kommt, ist die Entwicklung vasaler Resilienz bereits präventiv indiziert ...