"Niemand kann zwei Herren dienen; er wird entweder den einen hassen und den andern lieben oder er wird zu dem einen halten und den andern verachten. Ihr könnt nicht Gott dienen und dem Mammon." [Also: dem Leben hier und jetzt oder: der ängstlich besorgten Sicherung des Lebens

Deswegen sage ich euch: Sorgt euch nicht um euer Leben, was ihr essen oder trinken sollt, noch um euren Leib, was ihr anziehen sollt! Ist nicht das Leben mehr als die Nahrung und der Leib mehr als die Kleidung? [Also: Ist nicht besser im Hier und Jetzt zu leben als sich mit  ängstlicher Vorsorge zu beschäftigen? Dementsprechend wird der Blick gelenkt:] Seht euch die Vögel des Himmels an: Sie säen nicht, sie ernten nicht und sammeln keine Vorräte in Scheunen; euer himmlischer Vater ernährt sie. [Gegen diese Behauptung gibt es den Einwand: "Ich habe noch nie erlebt, dass mir mein Leben geschenkt wurde." Aber: Wer etwa hat sein Herz selbst gemacht? Und ist es nicht so, dass ängstliche Sorge um mein Herz diesem eben nicht gut bekommt! Dementsprechend käme es wohl -und dies auch bei einer Massage-  darauf an, das Beruhigende des eigenen Herzschlags zu erleben. Dabei wird man zustimmen können:] Seid ihr nicht viel mehr wert als sie? Wer von euch kann mit all seiner Sorge sein Leben auch nur um eine kleine Spanne verlängern? Und was sorgt ihr euch um eure Kleidung? Lernt von den Lilien des Feldes, wie sie wachsen: Sie arbeiten nicht und spinnen nicht.  Doch ich sage euch: Selbst Salomo war in all seiner Pracht nicht gekleidet wie eine von ihnen.  Wenn aber Gott schon das Gras so kleidet, das heute auf dem Feld steht und morgen in den Ofen geworfen wird, wie viel mehr dann euch, ihr Kleingläubigen!  Macht euch also keine Sorgen und fragt nicht: Was sollen wir essen? Was sollen wir trinken? Was sollen wir anziehen?  Denn nach alldem streben die Heiden. [Also: die ängstlich Besorgten, die ihr Leben nicht im Hier und Jetzt wahrnehmen.] Euer himmlischer Vater weiß, dass ihr das alles braucht. [Selbstverständlich also brauchen wir Luft zum Atmen, die uns mit Sauerstoff nährt oder Wasser, das unseren Durst löscht. Aber das gibt es eigentlich, es sei denn dass wir diese Ressourcen missbrauchen oder vereinnahmen. Daher:] Sucht aber zuerst sein Reich und seine Gerechtigkeit; [also eine gerechte Verteilung der natürlichen Ressourcen, die nicht davon ausgeht, dass jemand Besitzrechte über sie hat] dann wird euch alles andere dazugegeben.  Sorgt euch also nicht um morgen; denn der morgige Tag wird für sich selbst sorgen. Jeder Tag hat genug an seiner eigenen Plage."  (Mt 6, 24-30)

 

Als "weltfremd" werden diese Hinweise häufig abgetan. Dies ist berechtigt, wenn nicht -was allerdings häufig geschieht- AUCH DER LETZTE SATZ beachtet wird: es wär' also wichtig die 'tages-eigenen' Plagen zu thematisieren 

etwa anhand der in der Johannesapokalypse genannten sieben Plagen,              so da sind:

schlimme Geschwüre an denjenigen Menschen, die das Zeichen des Tieres tragen; Meerwasser wird zu Blut und Tod aller Meereslebewesen; Flüsse und Quellen werden zu BlutSonne versengt Menschen mit großer Hitze; Reich des Tieres wird verfinstert; Austrocknung des Stromes Euphrat; größtes Erdbeben seit Menschengedenken vernichtet alle Inseln und Berge, großer Hagel fällt auf die Erde.

 

... oder die als größte Gefährdung unserer Tage bezeichnete Corona-Pandemie

 

... WOBEI DIESES ÜBERSEHEN DES GEGENWÄRTIGEN, V.A. WENN ES SICH UM PLAGEN (WIE DIE CORONA-PANDEMIE) HANDELT, TATSÄCHLICH LETAL ENDEN KANN !

 

Daher die Frage: Wie nun  mit solchen gegenwärtigen Plagen umgehen?

Sie 'rufen' nach Erlösung (bzgl. Corona: Impfstoff) bzw. einem 'Erlöser'. Analog dazu: Biblisch stehen sie in Verbindung mit dem Kommen Christi = des Gesalbten (Christus: latinisierte Form von altgriechisch Χριστός Christos ‚der Gesalbte'). Wenn man nun Christus nicht nur mit Jesus identifiziert, sondern auch Christen ein Christus-Sein zutraut, ergibt sich: 

 

FÜR DIE BEWÄLTIGUNG BESONDERER NOTSITUATIONEN

BRAUCHT ES DEN

RELIGIÖS GESALBTEN MENSCHEN !

("Wird ein Arzt bei einem akuten Panikanfall hinzugezogen, ist in den meisten Fällen ein beruhigendes Gespräch mit dem Patienten schon ausreichend, um die Panikattacke zu beenden." 

(Bandelow Borwin, Behandlung der akuten Panikattacke, in: Angst- und Panikerkrankungen. Ätiologie-Diagnostik-Therapie, Uni-Med Vlg. Bremen-London-Boston 2.Aufl. 2006, ISBN: 3-89599-840-0, S. 82)

 

"Das Hauptsymptom der Generalisierten Angststörung (GAD) ist eine übersteigerte Angst und Besorgnis, die sich auf die allgemeinen oder besondere Lebensumstände bezieht.

Das Auftreten dieser Angst ist situativ nicht umschrieben, sie ist nahezu ständig vorhanden.

ÜBERTRIEBENE SORGEN charakterisieren die Gedankeninhalte von GAD-Patienten, die in ihrer Häufigkeit, in ihrer Intensität und bezogen auf die konkrete Lebenssituation unverhältnismäßig sind.

 

Die Wachheit ist in Form einer HYPERVIGILITÄT gesteigert, welche mit gesteigerter Aufmerksamkeit, Schreckhaftigkeit, Reizbarkeit sowie Konzentrationsstörungen einhergeht." [Ugur T., Volz H.-P., in: Diagnostik und Ätiologie der generalisierten Angststörung: Diagnose, Differenzialdiagnose und Komorbidität, 100, in: Borwin Bandelow, Behandlung der akuten Panikattacke, in: Angst- und Panikerkrankungen. Ätiologie-Diagnostik-Therapie, Uni-Med Vlg. Bremen-London-Boston 2.Aufl. 2006, ISBN: 3-89599-840-0, S. 100-103)

[zu dieser spannungsreichen Aufzählung, die sowohl auf 'Aufmerksamkeit' als auch 'Konzentrationsstörungen' in einem Atemzug/Satz bringt vgl. Rudolf Otto, der das göttlich-numinose Mysterium sowohl als 'tremendum' als auch als 'fascinosum' charakterisiert. Im Kontrast dazu steht die oben zitierte These Jesu von der Unvereinbarkeit  von Gott und (in richtiger Schreibweise:) Mamon {als unredlich erworbenem Gewinn oder unmoralisch eingesetztem Reichtum, wenn er etwa zur lebensbestimmenden Maxime wird}]

HINSICHTLICH MASSAGE ist bedeutsam, wie GAD weiter charakterisiert wird: "Unruhe, verbunden mit einem allgemein gesteigerten Muskeltonus bei gleichzeitiger Unfähigkeit zu körperlicher Entspannung, ist ein motorischer Ausdruck der Erkrankung. Von einigen Autoren wird in diesem Zusammenhang ein Tremor als zusätzliches Symptom angeführt. Vegetativ äußert sich die GAD in einer sympathikotonen Übererregbarkeit mit Tachykardien, einer Schweißneigung, Übelkeit, Durchfällen und abdominellen Beschwerden."[Ugur T., Volz H.-P., in: Diagnostik und Ätiologie der generalisierten Angststörung: Diagnose, Differenzialdiagnose und Komorbidität, 100, in: Borwin Bandelow, Behandlung der akuten Panikattacke, in: Angst- und Panikerkrankungen. Ätiologie-Diagnostik-Therapie, Uni-Med Vlg. Bremen-London-Boston 2.Aufl. 2006, ISBN: 3-89599-840-0, S. 100-103)

Deswegen erscheint als angebracht:

A. BEI ÄNGSTLICHER                                                           ERSTARRUNG:                      DIE LOCKERNDE POTENZ DES                             BLASE # NIERE                                          SYMBALLESTHAI                                           ERMÖGLICHT                                            DIE WANDLUNG ZU                                  KONKRETE GEFAHR                         FÜRCHTENDER AGGRESSION

 

 

Anstelle von ÄNGSTLICHER*

 

       ('bis in die Knochen                                   gehender' Erstarrung [2])                                         

                       SORGE,                                                                                                     die uns nicht in der Gegenwart sein lässt

und uns daher weder vor aktueller Gefahr flüchten noch uns dagegen kämpfen lässt 

('aus Angst g'storbn, is a'gstorbn') 

 

 

braucht es die

- das real gegenwärtige Gefahren-Potenzial konkret wahrnehmende und in seiner Gefährlichkeit -                                  

     

       FÜRCHTENDE*  AGGRESSION                                             

 

 

 Diese entsteht allerdings nicht aus dem bloßen (Eigen-)Appell (und auch nicht, wenn man sich vornimmt 'allen Mut zusammenz'reissn')

sondern aus der sich in

SAKRAL-EKSTASE

eröffnenden

OSSÄREn ACHTSAMKEIT

 

 

 

 

Gerade auch in Tagen der Corona-Krise brauchen wir diese

 

 UMWANDLUNG VON ANGST IN FURCHT DURCH OSSÄRE ACHTSAMKEIT

wenn wir uns -'blöderweise'- nicht vor konkreten Gefahren/Gefährdern fürchten (also z.B. nicht auf Distanz gehen zu Leuten, die aufgrund ihrer Beruflichkeit mit vielen in Kontakt stehen und daher wahrscheinliche Spreader sind; nicht auf Distanz gehen zu Leuten, die offenkundig Symptome zeigen, ...) sondern überall und jederzeit Angst verspüren (D.h.: jeder Mensch erscheint uns 'verdächtig') wenn sich also "die Angst verselbständigt hat ... fangen Menschen im Kopf an, „the worst case“, die schlimmsten Befürchtungen vorwegzunehmen. Auch dies ist ursprünglich ein Schutzmechanismus, um in inneren Bildern die Situation mit verschiedenen möglichen Ausgangsszenarien zu erleben, und sich so mental und emotional zu wappnen, um sich zu schützen vor der Angst und den weiteren Gefühlen, wenn die befürchtete Situation eintritt …

 

Verselbstständigt kann sich diese Angst entkoppeln von realen Bedrohungen, sie kann in Situationen auftauchen, in denen man sich evtl. früher schützen musste, dies heute aber nicht mehr nötig ist. Die Szenen im Inneren und im Außen haben sich verändert, Anspannung und Angst bleiben und begleiten den Menschen weiterhin." [1] 

 

 

... sodass wir zum

 

"Angsthasen"  

 

                                 WERDEn ...

Allerdings: "Faszinierend ist ... die Fähigkeit ... vieler Menschen, ihre Ängste zu verleugnen und sich einzubilden, sie hätten alles im Griff. Auf die Frage, wovor sie eigentlich Angst haben, antworten sie meist nur mit einem Achselzucken. Sie behaupten, sie hätten keine Angst, jedenfalls hier und jetzt nicht ... Manchen fallen noch irgendwelche Erlebnisse ein, wie die riesige Spinne, die dem einen bei der Suche nach den besten, meist zuunterst liegenden Bananen im Supermarkt vor drei Jahren entgegengesprungen war ... Aber die Erfahrung habe sie klug gemacht, sie buddelten seither nicht mehr so tief im Bananenregal herum ... . Deshalb hätten sie nun auch keine Angst mehr, meinen sie. Zwingt man sie jedoch, darüber nachzudenken, was ihrer Meinung nach sehr schnell dazu führen würde, ihnen dieses schöne Gefühl der Angstfreiheit zu nehmen, herrscht zunächst nachdenkliches Schweigen, aber dann kommen die Antworten wie aus der Pistole geschossen: Es wäre furchtbar, wenn plötzlich kein Geld mehr da wäre, um die Familie zu versorgen, wenn sie eine unheilbare Krankheit bekämen, wenn sie ihren Arbeitsplatz verlören, wenn der Partner sie verließe, die Kinder drogenabhängig würden, wenn die Klimakatastrophe käme, ein Atomreaktor in der Nähe explodierte, die Wirtschaft zusammenbräche und was sonst noch alles."

(Hüther Gerald, Biologie der Angst. Wie aus Streß Gefühle werden, 13. unveränd. Aufl., Vandenhoeck und Ruprecht 2016, 43-44)

 

Dieses "... was sonst noch alles" ist freilich das Kennzeichen von Angst*, die - im Unterschied zu Furcht*- keine Gefahr konkret abwendenden Maßnahmen ergreifen lässt ...

 

WILL MAN ALSO SICH, SEINE GESUNDHEIT, SEINEN BESITZ, SEINEN ARBEITSPLATZ, DIE UMWELT, SEINE LIEBEN... WIRKSAM SCHÜTZEN, BRAUCHT ES DIE UMWANDLUNG VON ANGST IN FURCHT !

Da dies nicht 'quasi automatisch' geschieht, ist

OSSÄRE  ACHTSAMKEIT  erforderlich !

 

SO WIRD ES MÖGLICH,

DASS NICHT DIE ANGST UNS,

SONDERN WIR DIE ANGST BEHERRSCHEN ! 

 

DASS OSSÄRE ACHTSAMKEIT ALS WANDLUNGSPOTENZ VON ANGST ZUR FURCHT GEWÄHLT WURDE ERKLÄRT SICH AUS DER

                 UMSCHREIBUNG DER ÄNGSTLICHKEIT 

nach Hans Jürgen Eysenck: sie liegt vor bei starken Ausprägungen der Eigenschaften Introversion, also einem leicht erregbaren ARAS [2] und Neurotizismus, also einem leicht erregbaren autonomen Nervensystem.

 

Dementsprechend wird bei

MASSAGE

  nach dem SYMBALLESTHAI-PRINZIP,

        ÄNGSTLICHKEIT verstanden als ÜBERSENSIBILITÄT,

        die auf ein gesundes Maß hingeführt werden kann durch eine

 

 v.a. an 'BLASE'#'NIERE' ORIENTIERTE BEHANDLUNG

 

Denn:

In GEWEBS-erkundender Massage zeigt sich als Übersensibilität spürbare Ängstlichkeit

 

von den Augenwinkeln über den Kopf, den Nacken, in Wirbelsäule-nahen Partien des rückens, in der gesässmuskulatur, die Rückwertige Seite der beine hinunter bis zur kleinen Zehe,

und dann wieder

von der Fusssohle übers Sprunggelenk an der Innenseite des beins und vom Bauch aufwärts bis zum Schlüsselbein.

 

Näherhin: Wenn sich "Starrheit und Steifheit äußert vor allem im unteren Rücken, in den Iliosakralgelenken und in der Rückseite der Beine" dann "überwiegt" gegenüber der Wasser-Niere die "Energie der Feuer-Niere".

Diese durch am Anfang der SYMBALLESTHAI-Massage erfolgende Palpation spürbaren Gewebs-Phänomene korrelieren hoch mit einem "ständigen Getriebensein dieses Menschen"

(Eckert Achim, Das heilende Tao. Gesund im Gleichgewicht der fünf Elemente, Vlg. Hermann Bauer, Freiburg im Breisgau, 6.Aufl. 1996, 72) 

Dementsprechend wundert es nicht, wenn während der auf diese Partien bezugnehmenden SYMBALLESTHAI-Massage  häufig erzählt wird von Unruhe, die einem selbst in der Freizeit, im Urlaub 'verfolge' ...

Soll dies geändert werden so braucht es -neben der 'Niere'- eine Behandlung nach einem die 'Blase' ganzheitlich verstehenden Prinzip! Denn: "Die Funktion der Blase ist das geistige und körperliche Entspannen, das Loslassen von Aktivität, das Zurückkehren in den Ruhezustand." 

(Eckert Achim, Das heilende Tao. Gesund im Gleichgewicht der fünf Elemente, Vlg. Hermann Bauer, Freiburg im Breisgau, 6.Aufl. 1996, 72) 

 

 

Dementsprechend naheliegend ist es,

in der AKUPUNKT-MERIDIAN-MASSAGE den BLASEN- als auch den NIEREN-MERIDIAN zu ziehen,

sowie mittels SEGMENT- BZW. FUSSREFLEXZONEN-MASSAGE Organe des Rumpfs anzusprechen.

 

ZIEL IST ES DIE ÜBERERREGBARKEIT BESTIMMTER AREALE  SO UMZUBAUEN, DASS IN DER ÜBERERREGTHEIT MINDERBEACHTETES WIEDER MEHR ENERGIE ERHÄLT.

 

WESHALB WIRD IM RAHMEN EINER AUF ÄNGSTLICHKEIT BEZOGENEN SYMBALLESTHAI-MASSAGE THERAPEUTISCH BEZUG GENOMMEN NICHT NUR AUF 'PSYCHISCHE ACHTSAMKEIT', SONDERN OSSÄRE

(= KNOCHENBEZOGENE) ACHTSAMKEIT?

Angst würde -so das Sprichwort- 'in die Knochen fahren'. Dahinter scheint die Beobachtung zu stehen, dass Angst oft mit dem Gefühl von Schwindel, Unsicherheit und Schwäche zusammenhängt: im Extremfall kann man sich nicht von der Stelle rühren, ist wie gelähmt. Wenn man aber auf die Dauer unbeweglich bleibt ('sich nicht aus dem Haus traut'), wenn also unsere Knochen keine Belastung erfahren, dann bauen sie sich ab. Der Knochen folgt in seiner Form der Funktion, d.h. der Knochen passt sich an die an ihn gestellten Anforderungen an. Wenn wir ihn also Belastungen aussetzen  wird er wieder kräftiger.

 

Allerdings: Lässt sich Angst nach einem traumatischen Erlebnis 'einfach vergessen'?

Universitäre Forscher haben festgestellt, dass dies recht unwahrscheinlich ist (https://cordis.europa.eu/article/id/34812-scientists-investigate-why-people-remain-anxious/de).  Ängstliche Hypersensitivät, die auch dann noch Gefahr und Bedrohung vermutet, wenn sie schon längst vorbei ist, bleibt leider  bestehen.

 

WIE ABER LÄSST SICH ANGST NACH EINEM TRAUMATISCHEN ERLEBNIS ABBAUEN ?

Es braucht  -wie Andras Bilkei-Gorzo vom Institut für Molekulare Psychiatrie der Universität Bonn erläutert "einen aktiven Lernprozess", in dem die Betroffenen erkennen, dass sie keine Angst mehr haben müssen, weil die Gefahr vorüber ist (https://cordis.europa.eu/article/id/34812-scientists-investigate-why-people-remain-anxious/de).

Näherhin: "Wir konnten mit einer Reihe von Experimenten zeigen, dass Dynorphine eine wichtige Funktion bei der Abschwächung von Ängsten erfüllen", sagte Professor  Andreas Zimmer, Direktor des Instituts für Molekulare Psychiatrie der Universität Bonn.(https://cordis.europa.eu/article/id/34812-scientists-investigate-why-people-remain-anxious/de).

Das ist zu kombinieren mit den Empfehlungen von Siegbert A. Warwitz, der, um zu einem angemessenen Umgang mit Ängstlichkeit zu gelangen, rät, sich stufenweise einer „Normalität“ anzunähern:

1. Bewusstseinsschulung, dass Angst eine natürliche und -maßvoll empfunden- auch eine sinnvolle, ja notwendige Gefühlsregung ist.

2. Verwandlung diffuser „Ängste“ in fassbare „Furcht“-Formen. Als Beispiel nennt er die Verwandlung von „Prüfungsangst“ in „Prüfungsfurcht“, die sich wegen ihrer klaren Zuordnung zu den Angst induzierenden Faktoren gezielter angehen lässt.

3. Systematische Konfrontation mit Angst-/Furchtsituationen in beherrschbaren kleinen Schritten (Methode der „graduellen Annäherung“).

 

In teilw. Analogie dazu kann als SALBUNGS-RITUAL praktizierte SYMBALLESTHAI-Massage 

eine ebenso stufenweise erfolgende Behandlung anbieten :

Zentral dabei ist, dass "Angst" verstanden* wird als "eine übersteigerte Form der Furcht, bei der die tatsächlich existierende Bedrohung nicht mehr richtig eingeschätzt werden kann. Häufig ist die Bedrohung eingebildet und unwirklich." 

(Eckert Achim, Das heilende Tao. Gesund im Gleichgewicht der fünf Elemente, Vlg. Hermann Bauer, Freiburg im Breisgau, 6.Aufl. 1996, 74)

Daher geht es zunächst um

Und weil ...

... "Angst ... von Enge (kommt). Ängste entstehen, wenn wir in unserem Fühlen, Denken und Sein eingeengt sind, wenn wir uns abgekapselt haben und nicht mehr mit dem mitschwingen, was uns umgibt."

... "Das Mitschwingen ein Kennzeichen des [taoistisch verstandenen, durch 'Blase' und 'Niere' repräsentierten] Wasserelements (ist): weich sein, sich hingeben, keinen Widerstand entgegensetzen."

... "Bei schwereren Störungen des Wasserelements es (kommt) zu Panikzuständen, Paranoia und Verfolgungswahn, zu Angst vor der Dunkelheit, zu Angst vor dem 'schwarzen Loch' in uns selbst, zu lähmenden Zuständen der Angst, in denen wir starr und unbeweglich werden."

(Eckert Achim, Das heilende Tao. Gesund im Gleichgewicht der fünf Elemente, Vlg. Hermann Bauer, Freiburg im Breisgau, 6.Aufl. 1996, 74), 

braucht es

Denn: 

"Das Element Wasser birgt die tiefsten Geheimnisse des Lebens. Wenn wir der Kraft des Wassers folgen, werden wir innerlich still, und der Spiegel des Sees wird glatt. In dieser innerlichen Stille tun sich langsam die Welt der Träume auf, die Reiche des Schlafs und des Unbewussten. Schritt für Schritt kann auch der Weg durch den Tod hindurch sichtbar werden. Das Wasser ist das Element der Selbstversenkung und Meditation. ... Mehr als in jedem anderen Element stoßen wir hier auf das Unnennbare, das Tao." (Eckert Achim, Das heilende Tao. Gesund im Gleichgewicht der fünf Elemente, Vlg. Hermann Bauer, Freiburg im Breisgau, 6.Aufl. 1996, 74), 

Aus dessen Salutogenität

 

 

* Zur Unterscheidung von Angst und Furcht :

Der als Wagnisforscher durch seine empirischen Studien zur Mentalität von Grenzgängern und Extremsportlern ... hervorgetretene "Siegbert A. Warwitz (3)  UNTERSCHEIDET DIE KONKRETE FURCHT [lateinisch timor] VON DEM BEGRIFF DER ABSTRAKTEN, DIFFUSEN ANGST, sowie von Panik oder Phobie. 

Furcht verfüge über einen innerweltlich erfassbaren Gegenstand, sei meist rational begründbar und auf ein Konkretum gerichtet, das als reale Bedrohung wahrgenommen werde. Sie werde deshalb auch als "Realangst" bezeichnet. Angst hingegen sei ein ungerichteter Gefühlszustand, der als Gestimmtheit die Welterschließung im Ganzen betreffe." (4) 

 

[1] Kohler-Spiegel, Helga: Es gibt viele Gründe, Angst zu haben (http://www.feinschwarz.net/es-gibt-viele-gruende-angst-zu-haben/30. Januar 2018)

[2] Art. "Knochenumbau" in wikipedia, Abfr. 8.2.18

[3] Warwitz, Siegbert A., Die Funktion von Angst und Furcht. In: Ders.: Sinnsuche im Wagnis. Leben in wachsenden Ringen. Erklärungsmodelle für grenzüberschreitendes Verhalten. 2. erw. Aufl., Verlag Schneider, Baltmannsweiler 2016, ISBN 978-3-8340-1620-1, S. 32–39

[4] Art. "Furcht" in wikipedia; Abfr. 10.2.17

[5] Besonders heftig wird dies wenn Ängstlichkeit auf Transzendentes Bezug nimmt: siehe dazu meinen Forschungsschwerpunkt: "Letal-Dispositionen im Gottesbild des Mittelalters und der Neuzeit: deren Implikationen im Rahmen der Entwicklung einer Sterbekultur" (https://kg-ktf.univie.ac.at/ueber-uns/wissenschaftliches-personal/hold/letal-dispositionen/)

[6] Als Aufsteigendes retikuläres Aktivierungssystem, kurz ARAS, bezeichnet man eine Gruppe diffus verteilter Kerngebiete in der Formatio reticularis, die für die allgemeine Aktivierung verantwortlich sind.

ARAS sendet aufsteigende Projektionen zum Thalamus, zum Corpus geniculatum laterale, zum lateralen Hypothalamus sowie im begrenzten Umfang zum basalen Vorderhirn und einzelnen Gebieten des Kortex.

Die Kerngebiete des ARAS erhalten Zuflüsse aus dem Tractus spinothalamicus, dem Tractus spinalis nervi trigemini, dem Nucleus tractus solitarii sowie von den Vestibularis- und Cochleariskernen, außerdem vom optischen sowie vom olfaktorischen System.

Das ARAS ist eng verknüpft mit Neuronenketten, welche vor allem monoaminerg und serotonerg sind. Zu den monoaminergen zählen der Locus caeruleus (Noradrenalin) sowie der Nucleus basalis Meynert (Acetylcholin). Serotonin wird von Raphekernen produziert. Diese Kernsysteme sind maßgeblich an den Funktionen des ARAS beteiligt, obwohl sie nicht Teil des Systems sind.

Eine Stimulation der Neurone der Kerngebiete oder ihrer Fasern bewirkt eine Aktivierung autonomer und motorischer Systeme. Dadurch wird der Organismus von einem "wachen Ruhezustand" in einen Zustand erhöhter Aufmerksamkeit versetzt. In Folge dessen steigt die Wachheit, über den Hypothalamus werden vegetative und endokrine Funktionen ausgeübt und über das limbische System mit emotionalen und affektiven Reaktionen verbunden.