A. Anstelle von ÄNGSTLICHER ('bis in die Knochen gehender') ERSTARRUNG, die uns weder vor Gefahr flüchten noch uns dagegen kämpfen lässt ('Aus Angst g'storbn, is a'gstorbn') braucht's (das reale GefahrenPotential) FÜRCHTENDE AGGRESSION. Diese entsteht nicht aus dem Appell, sondern aus der sich in SAKRAL-EKSTASE eröffnenden OSSÄREn ACHTSAMKEIT

 

Gerade auch in Tagen der Corona-Krise brauchen wir OSSÄRE ACHTSAMKEIT ...

... wenn wir uns nicht vor konkreten Gefahren/Gefährdern fürchten (also z.B. nicht auf Distanz gehen zu Leuten, die aufgrund ihrer Beruflichkeit mit vielen in Kontakt stehen und daher wahrscheinliche Spreader sind; nicht auf Distanz gehen zu Leuten, die offenkundig Symptome zeigen,...) sondern überall und jederzeit Angst verspüren (D.h.: jeder Mensch erscheint uns 'verdächtig') wenn sich also "die Angst verselbständigt hat ...

fangen Menschen im Kopf an, „the worst case“, die schlimmsten Befürchtungen vorwegzunehmen. Auch dies ist ursprünglich ein Schutzmechanismus, um in inneren Bildern die Situation mit verschiedenen möglichen Ausgangsszenarien zu erleben, und sich so mental und emotional zu wappnen, um sich zu schützen vor der Angst und den weiteren Gefühlen, wenn die befürchtete Situation eintritt … Verselbstständigt kann sich diese Angst entkoppeln von realen Bedrohungen, sie kann in Situationen auftauchen, in denen man sich evtl. früher schützen musste, dies heute aber nicht mehr nötig ist. Die Szenen im Inneren und im Außen haben sich verändert, Anspannung und Angst bleiben und begleiten den Menschen weiterhin." [1]

 

[1] Kohler-Spiegel, Helga: Es gibt viele Gründe, Angst zu haben (http://www.feinschwarz.net/es-gibt-viele-gruende-angst-zu-haben/30. Januar 2018)

 

 

... sodass wir zum

"Angsthasen"  

                                 WERDEn ...

Seit den Arbeiten von Charles Spielberger ist die Unterscheidung zwischen Angst als (relativ manifester) Charaktereigenschaft ("trait") und Angst als (situationsbedingter) Zustandsbeschreibung ("state") üblich. Der oben angesprochene Angsthase, dessen Ängstlichkeit, ist ersterer zuzuordnen. Der Ängstliche tendiert aufgrund einer labilen psychischen Befindlichkeit dazu, sich schnell unsicher zu fühlen und leicht Angstempfindungen zu entwickeln.

In dem von ihm systematisierten „Feld der Angstgefühle“ ordnet der Experimentalpsychologe Siegbert A. Warwitz die Ängstlichkeit der Gruppe der „Unsicherheiten“ zu, denen er auch Erscheinungsformen wie „Scheu“, „Schüchternheit“, „Bangigkeit“, „Zaghaftigkeit“, „Beklommenheit“ zurechnet.

Für den Psychologen Hans Jürgen Eysenck liegt Ängstlichkeit vor bei starken Ausprägungen der Eigenschaften Introversion, also einem leicht erregbaren ARAS und Neurotizismus, also einem leicht erregbaren autonomen Nervensystem.

 

Dieser Zusammenhang von

  • ARAS

Als Aufsteigendes retikuläres Aktivierungssystem, kurz ARAS, bezeichnet man eine Gruppe diffus verteilter Kerngebiete in der Formatio reticularis, die für die allgemeine Aktivierung verantwortlich sind.

ARAS sendet aufsteigende Projektionen zum Thalamus, zum Corpus geniculatum laterale, zum lateralen Hypothalamus sowie im begrenzten Umfang zum basalen Vorderhirn und einzelnen Gebieten des Kortex.

Die Kerngebiete des ARAS erhalten Zuflüsse aus dem Tractus spinothalamicus, dem Tractus spinalis nervi trigemini, dem Nucleus tractus solitarii sowie von den Vestibularis- und Cochleariskernen, außerdem vom optischen sowie vom olfaktorischen System.

Das ARAS ist eng verknüpft mit Neuronenketten, welche vor allem monoaminerg und serotonerg sind. Zu den monoaminergen zählen der Locus caeruleus (Noradrenalin) sowie der Nucleus basalis Meynert (Acetylcholin). Serotonin wird von Raphekernen produziert. Diese Kernsysteme sind maßgeblich an den Funktionen des ARAS beteiligt, obwohl sie nicht Teil des Systems sind.

Eine Stimulation der Neurone der Kerngebiete oder ihrer Fasern bewirkt eine Aktivierung autonomer und motorischer Systeme. Dadurch wird der Organismus von einem "wachen Ruhezustand" in einen Zustand erhöhter Aufmerksamkeit versetzt. In Folge dessen steigt die Wachheit, über den Hypothalamus werden vegetative und endokrine Funktionen ausgeübt und über das limbische System mit emotionalen und affektiven Reaktionen verbunden.

  • und Psyche

wird in SYMBALLESTHAI-BEHANDLUNGEN,

die Ängstlichkeit verstehen weder als eine Krankheit, noch als Charakterschwäche, sondern als Übersensibilität, die abgebaut werden kann

als v.a. anh. v. an BLASE#NIERE 

 

 

 

Wie nun mit Ängstlichkeit umgehen?

Ängstlichkeit ist weder eine Krankheit, noch eine Charakterschwäche, sondern eine Übersensibilität, die mit geeigneten Methoden abgebaut werden kann.

Das Gefühl der Angst und das dauerhafte Bewusstsein, jemand zu sein, der sich leicht und schnell ängstigt, wird von vielen Menschen als unangenehm, das äußere Erscheinungsbild als peinlich empfunden. So wird von den Betroffenen häufig versucht, es möglichst vor anderen zu verbergen. Hoch sensible Menschen neigen vermehrt zu einer übertriebenen Ängstlichkeit. Angstfreiheit ist jedoch nach den Darlegungen des Psychologen Siegbert A. Warwitz kein erstrebenswertes Ziel, weil es den Sinn der Angst verkennt und nicht nutzt.Dies gilt auch für den Umgang mit gefahrenhaltigen Situationen, die Mut erfordern. Angst ist nach Warwitz auch kein Gegensatz zu Mut und Zivilcourage, sondern ein Korrektiv, das zuträgliche Maß bei Wagnishandlungen zu finden. Erziehungsziel ist das Lernen der Angstreflexion und Angstbeherrschung. Um zu einem angemessenen Umgang mit seiner Ängstlichkeit zu gelangen, empfiehlt er, sich stufenweise einer „Normalität“ anzunähern:

1. Bewusstseinsschulung, dass Angst eine natürliche und -maßvoll empfunden- auch eine sinnvolle, ja notwendige Gefühlsregung ist.

2. Verwandlung diffuser „Ängste“ in fassbare „Furcht“-Formen. Als Beispiel nennt er die Verwandlung von „Prüfungsangst“ in „Prüfungsfurcht“, die sich wegen ihrer klaren Zuordnung zu den Angst induzierenden Faktoren gezielter angehen lässt.

3. Systematische Konfrontation mit Angst-/Furchtsituationen in beherrschbaren kleinen Schritten (Methode der „graduellen Annäherung“).

Da Ängstlichkeit (z. B. durch den Einfluss überängstlicher Eltern, eine Überbehütung und eine mangelhafte Bereitschaft, Verselbstständigung zuzulassen) auch angelernt werden kann, muss mit der Angsterziehung schon im frühen Kindesalter angesetzt werden, z. B. im Rahmen einer konsequenten Wagniserziehung.[14]

Der Philosoph Peter Wust sieht in der dosierten Angst eine Funktion als selbsterhaltende Rückversicherung bei der Zuwendung zum Wagnis, die allerdings nicht zum Bremsklotz werden darf und Schritte ins Ungewisse zulassen muss.[15]