MEINE HYPO-tHESE :

  

 zu voller gesundheit zu kommen

 

also DEM  - Lt. who-dEFINITION - zUSTAND DES VOLLKOMMENEN PHYSISCHEN, GEISTIGEN und sozialen wohlbefindens

 

wird möglich durch LEIB-WERDUNG

 

 

daher : 

 

Die mASSAGE

  

DER zUKUNFT

 

SOLLTE

-als

[seelisch-organische] LEIB-WERDUNG

ausgeführt-  BEITRAGEN,

 

DIE zERFALLENHEIT DES mENSCHEN

 

IN kÖRPER UND gEIST zu HEILEN

 

dENN: WENN WIR LEIBLICH LEBEN ...

... sind Körper und Geist, oRGANE UND Hirn teile eines Lebendigen ganzen

...weisen unsere Organe wie auch unser Gehirn sowohl physiologische als auch seelische Dimensionen auf  

 

 

In obiger These wird der Begriff "Leib" verwendet ! Ist das dasselbe wie "Körper"?

Unterscheiden wir - auch in unserer Alltagssprache- zwischen "Leib" und "Körper" ?

Sie kochte ihm sein ... Gericht; Sie riss sich die Kleider vom  ...; Das Baby war noch im Mutter...; XY war der ...arzt von A.

'Geht es', dass wir -statt mit "Leib" zu ergänzen- das Wort "Körper" verwenden ?

? wann sprechen wir vom * Körper und wann vom *Leib ?

Die "Rede vom 'Körper' (ist) im Deutschen wie in den anderen Sprachen zweideutig, während wir den 'Leib' im allgemeinen nur dem Lebendigen zusprechen. ...

 

Die Ausdrücke 'Leib' und 'Körper' bilden ein sprachliches Kapital, das man nicht einfach verschleudern sollte, indem man vom 'Körper' spricht', wenn man den 'Leib' meint." [10]

Dazu ein Beispiel aus einer Besprechung von Schiele's Selbstdarstellung "Sitzender Männerakt" (1910):

"Der Körper wird in seinen Bildern zur abgründigen Spiegelfläche der Seele, er wird zum Ort des Stigmas, dem Schmerz geweiht. Dadurch, dass es der eigene Körper ist, macht Egon Schiele auch Sexualität zur klaffenden Wunde, zur existenzialistischen Leerstelle einer gerade anbrechenden, alles zerbrechenden Epoche."[6]

Andererseits: In eben dieser Selbstdarstellung "Sitzender Männerakt" (1910) [7] wird sein Genitale und sein Nabel in einem Kreis verbunden ... WÄRE es -in diesem Kontext- nicht besser von "LEIBLICHKEIT" zu sprechen ?

 

Wenn wir von "Leib" (1) sprechen, sprechen wir also von Lebendigem bzw. -siehe obige Redewendungen- von Lebendig-Machendem.

Die Frage ist freilich, was uns lebendig werden lässt- und noch vielmehr - wie sich dies realisiert ...

Kulturgeschichtlich könnte man dabei an den im Alten Testament vorkommenden hebräischen Ausdruck „nefeš“ denken: das Wort für "Kehle", das vielfach mit „Seele“ übersetzt wurde; leider geht damit aber die leibliche Seite verloren. Denn -worauf Peter Hausberger im Kontext von Halleluja-Jodeln hingewiesen hat[13]- Lautbildung kommt aus der Kehle hervor, einem konkreten körperlichen Ort, der mit Atmung zu tun hat und damit mit dem Leben. Nämlich insoferne als wir mit der Kehle/Gurgel in uns Luft, Wasser, Nahrung aufnehmen und andererseits aus uns heraus kommen Luft, Töne, Sprache, Gesang. So wird verständlich, dass der hebräische Begriff „nefeš“, Kehle, Gurgel auch den lebenshungrigen Menschen meint

Somit kennzeichnet „nefeš“, das auch an der Stelle des Personalpronomens stehen kann, "den Menschen, soweit er auf etwas ist" (14).  Also nicht den Menschen schlechthin ...

 

Was (eigentlich: Wer) ist mit "Leib" (1) gemeint?

 

Geht es um 'Leibliches' ? wenn gesagt wird:

"Der Schreck fuhr mir in die Glieder ..."; " Mein Nacken versteifte sich ... "; "Als ich das hörte, verzog sich mein Gesicht ..."; "Vor Freude sprang ich auf ...", "Vor Scham errötete ich ..." etc.

 

"Der Körper ist das, was objektiv erfasst und gemessen werden kann,

 

während der Leib (als subjektiv gespürter Leib) derartigen Objektivierungsverfahren nicht zugänglich ist." (1) (Bild 1)

 

 

 

Philosophische Annäherungen ...

 

zu einem Verständnis des Leibs zu kommen gestaltet sich als schwierig, weil  wir noch immer im Bann des von René Descartes konstituierten Dualismus der Trennung von Körper und Geist stehen. Cartesius hat dies im Rahmen der Verheerungen des 30-jährigen Kriegs formuliert - aber vielleicht ist das auch heute noch so:

 

der Krieg der wechselseitigen Konkurrenz, der Verteilungs-Kampf ... naheliegend, dass wir uns da zerlegen / zerlegt werden in Körper und Geist ...

 

 

Aber wenn wir von solchen  (hoffentlich nicht immer bestehenden) Situationen absehen:

 

"In der deutschen Philosophie hat der Leib eine beachtliche Tradition. Das Wort 'Leib' gewinnt einen eigenen Klang spätestens bei Feuerbach, der in seiner Auseinandersetzung mit Hegel den Sinnen ein besonderes Gewicht beimisst. Der Leib wird dann zum ausdrücklichen Thema bei Schopenhauer und Nietzsche, bei Husserl, Scheler und Plessner, also in der Phänomenologie und darüber hinaus." [11]

Für die Phänomenologie des Leibes ist auf eine umfangreiche Literatur zu verweisen [23]

  • wird dann nicht doch bei

 

Edmund Husserl's Verständnis des

 

Leibs als "Nullpunkt", als "merkwürdig unvollkommen konstituiertes Ding",

 

das nur aus der Ersten-Personen-Perspektive erfahren werden kann,

 

sich zugleich aber einer vollständigen Erfassung entzieht,

 

(auch wenn's schwierig zu verstehen ist) Wesentliches formuliert?

 

Allerdings meinten schon 1991 Guttmann Giselher und Friedrich Bestenreiner: "Sollte es am Ende keineswegs außer Streit stehen, dass unser Ich-Erleben als unverrückbare und unbezweifelbare Erkenntnisbasis anzusehen ist, auf der wir alle weiteren psychologischen oder philosophischen Überlegungen aufbauen können ?!" (9)

 

  • Und: beschreibt Hermann Schmitz (2) unseren Leib-Zugang ?

Wenn ich vom Leib spreche, denke ich nicht an den menschlichen oder tierischen Körper, den man besichtigen oder betasten kann, sondern an das, was man in dessen Gegend von sich spürt, ohne über ein 'Sinnesorgan' wie Auge oder Hand zu verfügen." [3]

 

 

"Die ganze Skala spürbarer Zustände, die in der Dimension von Enge und Weite angesiedelt sind, aber weder gesehen noch getastet und übrigens auch mit den anderen üblicherweise aufgezählten Sinnen (Hören, Riechen, Schmecken) nicht wahrgenommen werden können, bezeichne ich als den Bereich der leiblichen Regungen.

Was gehört dazu?

An erster Stelle handelt es sich um die leiblichen Regungen im nächstliegenden Sinn, die bloßen leiblichen Regungen wie Schreck, Schmerz, Angst, Hunger, Durst, Jucken, Kitzel, Ekel, Behagen, Wollust, Müdigkeit, Frische, Mattigkeit und viele andere.

An zweiter Stelle stehen alle leiblichen Regungen der Ergriffenheit von Gefühlen, z. B. Frohsein, Traurigsein, Zürnen, Sichärgern, Sichschämen, Lieben, Hassen, Entzücktsein, Bestürztsein, Fürchten, Bangigkeit, Sehnsucht usw. Gefühle werden zu eigenen, nicht nur als Atmosphären wahrgenommenen Gefühlen des Menschen nur durch sein ihm leiblich spürbares affektives Betroffensein, das ich „Ergriffenheit“ nenne, weil der Betroffene, damit sein Fühlen des Gefühls echt ist, erst einmal ein Stück weit mit dessen Impuls mitgegangen sein muss, ehe er sich in Preisgabe oder Widerstand damit auseinandersetzen kann.

An dritter Stelle sind leibliche Regungen die spürbaren (nicht sinnlich wahrnehmbaren) Bewegungen, wie Zittern, Zucken, Kauen, Schlucken, Einatmen, Ausatmen, Gehen, Greifen, Tanzen, Sprechen, Schreiben usw., sofern von der Bewegung sichtbarer und tastbarer Körperteile abgesehen wird. Viertens gehören zu den leiblichen Regungen spürbare Richtungen wie der Blick, den man auf etwas wirft oder schweifen lässt. Der Blick teilt mit den übrigen leiblichen Regungen, z. B. dem Kopf- oder Bauchschmerz, das Merkmal räumlicher Ausdehnung, das sich mit einer Versetzung leiblicher Regungen (z. B. als Empfindungen) in eine Seele – ganz gleich, was man von dieser hält – nicht verträgt; freilich ist es eine eigentümliche, von der körperlichen Ausdehnung der Art nach abweichende Ausdehnung, wie gleich zu zeigen sein wird.

Um eine zusammenfassende Formulierung zu geben, pflege ich zu sagen: Leiblich ist, was jemand in der Gegend (keineswegs, wie z. B. am Blick deutlich wird, immer in den Grenzen) seines materiellen Körpers von sich selber (als zu sich selber, der hier und jetzt ist, gehörig) spüren kann, ohne sich der fünf Sinne (Sehen, Tasten, Hören, Riechen, Schmecken) und des aus ihrem Zeugnis abgeleiteten perzeptiven Körperschemas (der habituellen Vorstellung vom eigenen Körper) zu bedienen.

Als Leib kann dann das Ganze der leiblichen Regungen ... verstanden werden; ... . "[8]

 

"Jeder Bewegung des eigenen Leibes ist aufs Selbstverständlichste eine gewisse perzeptive Bedeutung zugewiesen, der Leib und die äußeren Phänomene verknüpfen sich (...) zu einem einzigen System" (15)

 

SO verstanden ["Leib ... das Ganze der leiblichen Regungen"] macht es WENIG SINN zwischen KÖRPER und PSYCHE zu UNTERSCHEIDEN.

Denn: "Leib ist der Mensch, insofern sich sein subjektives Befinden, Erleben und Tun wie beschrieben immer im Medium des Leibes und seiner Vermögen vollzieht. Leib ist der Mensch aber auch für die Anderen, die ihn selbst in seinem Ausdruck, seiner Haltung und seinen Äußerungen unmittelbar, 'leibhaftig' wahrnehmen - also nicht als eine Kombination von reinem Körper und verborgener Psyche, sondern als ein geeintes Ganzes." [16]

 

Allerdings REICHT es NICHT aus VON 'LEIB' zu REDEN - DENN NUR dann WENN WIR EINANDER LEIBLICH SIND, GILT : 

"Wenn mir ein Anderer zur Begrüßung die Hand gibt, so ist dies für mich kein innerer 'mentaler' Akt, der sich zur äußeren Symbolisierung einer Körperbewegung bedient, sondern der Andere ist mir in seinem Gruß, in seiner Hand selbst gegenwärtig." [16]

 

SONST SOLLTEN WIR DIFFERENZIERT VON "KÖRPER" UND "PSYCHE" REDEN :

"Als Körper hingegen zeigt sich der Leib primär in den Störungen des gewohnten Lebensvollzugs, etwa bei einer Ungeschicklichkeit oder einem plötzlichen Sturz, bei einem schmerzhaft-überlauten Geräusch oder einer Verletzung, in Zuständen der Erschöpfung, des Missbefindens oder der Krankheit. Es sind solche Erfahrungen, in denen sich der Leib uns gewissermaßen entfremdet, nicht zuletzt aber die Erfahrung des toten Körpers, die seine medizinische Erforschung motiviert haben, und die schließlich aller naturwissenschaftlichen Vergegenständlichung des Leibes zugrundeliegen. Körper ist der Mensch damit als Gesamtheit materiell-anatomischer Strukturen und anatomischer Prozesse, die sich insbesondere aus der medizinischen Fremdperspektive objektivieren lassen." [18]

 

"Husserl hat diese beiden Aspekte auf zwei unterschiedliche Einstellungen zurückgeführt, die wir als Menschen zueinander einnehmen können. Leibliche Wesen sind wir füreinander in der primären , 'personalistischen Einstellung', die unserer gemeinsamen Lebenswelt und Lebenspraxis immer zugrundeliegt. Als Körper erscheinen wir einander erst in der 'naturalistischen Einstellung', die den Leib zu einem messbaren, in beliebiger Detailliertheit erforschbaren Naturgegenstand macht [19]" [20] [17]

 

 

"Den Wechsel der Einstellungen nimmt schon der Arzt tagtäglich vor, etwa wenn er beim Begrüßen eines Patienten dessen (freundlichen, ängstlichen o.ä.) Blick wahrnimmt, wenig später aber den Augenspiegel zur Hand nimmt und die Augen des Patienten als Körperorgane untersucht; ihr Blick ist damit verschwunden." [17]

Das junge Mädchen ist das erste Mal beim Gynäkologen:

" Du brauchst dich nicht zu genieren!

 

Ich seh' dich nur mit rein medizinischen Augen ..."

Nach einer Pause:

"... deine wunderbaren Rundungen, deine tollen Brüste, dein aufnahmebereiter Schoss ! "


Heißt das, dass es -im Krankheitsfall- distanziert konstatierendes Sehen braucht ? Also die Reduktion auf bloße Körperlichkeit / auf Objektivierung nicht 'nur ausreicht', sondern 'kühlen Kopf' bewahren lässt ?

Dafür spricht m.E. Einiges.

 

Wie aber mit gelungener Leiblichkeit umgehen ?

(Gott sei Dank ! erlebt der Leib-Masseur Gesundes fast bei jedem Menschen - "man muss ja nicht nur den Defekt sehen ...")

Unter Hinweis, dass es

für leibliche Menschen (und hoffentlich ist dies der Masseur) nicht nur auf "Sehen", sondern wesentlich auf "Schauen" ankommt; nicht nur auf "Hören", sondern auf "(empathisches) Horchen"; nicht nur auf "Riechen", sondern auch auf "selektionierendes Orientieren/im Sinne von 'der Nase nach', aber auch 'Niesen' inkludierend, jedenfalls auch die emotionale Seite der olfaktorischen Wahrnehmenung betreffend [22]); nicht nur auf's "Schmecken", sondern auf "selektionierendes gustatorisches Wahrnehmen" ? [21]

ergibt sich, dass es

. ) nicht um ein -im Vergleich meist Minderwertigkeitsgefühl bzw. Neid erbringendes- Sehen geht

.) sondern um ein sich im "dritten Leib"  (Schellenbaum) ereignendes, mich einbeziehendes, mitvollziehendes SCHAUEN  des

 

  • ZUSAMMENSPIELs von ENGUNG UND WEITUNG als  SIMULTANE KON-KURRENTEN

 

"Der Leib ist ...  unteilbar flächenlos ausgedehnt als prädimensionales (d.h. nicht bezifferbar dimensioniertes, z.B. nicht dreidimensionales) Volumen, das in Engung und Weitung Dynamik besitzt.

Man macht sich das leicht am leiblich spürbaren Einatmen klar. Es wird in Gestalt einer Insel in der Brust- oder auch Bauchgegend gespürt, in der simultan Engung und Weitung konkurrieren, wobei anfangs die Weitung und später, gegen Ende des Einatmens, die Engung überwiegt; diese Insel ist voluminös, aber weder von Flächen umschlossen noch durch Flächen zerlegbar  ... .

Der Leib ist fast immer – außer z.B. im heftigen Schreck – von solchen Leibesinseln besetzt, ein Gewoge verschwommener Inseln, die sich ohne stetigen Zusammenhang meist flüchtig bilden, umbilden und auflösen, in einigen Fällen aber auch mit mehr oder weniger konstanter Ausrüstung beharren, dies besonders im oralen und analen Bereich und an den Sohlen." [4] [Bild 2]

 

  • PRO-BLEMATISCH

        WIRD'S MIT

 

      FIXIERUNGEN

 

"Seine Einheit erhält der Leib nicht durch einen stetigen Umriss." [4]

 

 

 

  • WEITER-ENTWICKLUNGEN (U.ZW. SOWOHL NACH ERFOLGEN ALS AUCH NACH MISSERFOLGEN) 

    WERDEN MÖGLICH,       wenn die genannten

 

LEIBLICHEN REGUNGEN NUR ALS AKTUELLE BESETZUNGEN verstanden werden !

die nicht das leibliche An-Sich, sondern nur eine bestimmte Situierung sein könnten, die in Zukunft  vorliegen bzw. auch nicht vorhanden sein kann ...

 

Leib-Massage

kommt somit die Aufgabe zu,

erleben zu lassen,

dass der mensch

 

# nicht auf eine bestimmte, aktuelle körperlich/geistige Situiertheit beschränkt / fixiert sein muss ... 

 

D.h. -zumindest während der Massage- erleben zu lassen, dass mann/frau als Mensch z.B. nicht auf seine Beschwerden reduziert wird ... Es wird also nicht die Verspannung massiert, sondern ein Mensch mit Verspannungen ...

 

# DURCH DIE IN SAKRALER EKSTASE  ERLEBTE SALUTOGENE POTENZ

[Z.B. IN FORM SYNDEKTISCHER GELASSENHEIT] DEM ALLTAG EIN RE-FRAMING GEBEN KANN...

 

:LEIB-SEIN ZEIGT SICH IN AKTUALITÄTS-POTENZ:

(Bild 1)  https://static.fjcdn.com/pictures/Dat+power_fc3ee1_3567411.jpg (Abfr. 16.12.17)

(Bild 2) von Martin Weicker - Eigenes Werk, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=27737569

 

 [1] als Einstieg siehe Art. "Leib", in wikipedia, Abfr. 16.12.17 ; Schmitz Hermann, Mein System der Philosophie. Absicht - Methode - Grundgedanke. 1977; Schmitz Hermann, Der unerschöpfliche Gegenstand, Bonn 1990, 115; Janowski Bernd/Schwöbel Christoph (Hg.), Dimensionen der Leiblichkeit. Theologische Zugänge, Neukirchener Verlagsgesellschaft 2015.

Waldenfels Bernhard, Das leibliche Selbst. Vorlesungen zur Phänomenologie des Leibes, hrsg. v. Regula Giuliani, Suhrkamp 6.Aufl. 2016, spricht vom "Rätsel des Leibes" (14-44), der weder den Dingen noch dem Geist zugeordnet werden kann.

[2] Schmitz Hermann, Mein System der Philosophie. Absicht - Methode - Grundgedanke. 1977

[3] Schmitz Hermann, Der unerschöpfliche Gegenstand, Bonn 1990, 115.

[4] Schmitz Hermann, Der Leib, der Raum und die Gefühle, Edition Sirius, Bielefeld und Locarno 2007, 16 f. (http://www.edition-sirius.de/leseproben/9783895286100.pdf)

[5] Schmitz Hermann, Leib und Gefühl. Materialien zu einer philosophischen Therapeutik, Bielefeld und Locarno 2008, 16

[6] Judith Belfkih, Das nackte Narrativ. Egon Schieles archetypische Tat für die Moderne: der gnadenlose, nackte und kalkulierende Blick auf sich selbst, in: Wiener Zeitung 3./4.Nov. 2018, 27

[7] Leopold Museum, Wien, Inv. 465

[8] Schmitz Hermann, Der Leib, De Gruyter 2011, 4-5

[9] Guttmann Giselher und Friedrich Bestenreiner, Ich sehe, denke, träume, sterbe. Das Hier- und Jetztsein, das Sosein und Nichtsein des Menschen im Spiegel der Forschung. Ehrenwirth, München 1991, 295-296

[10]  "Vor allem in der Phänomenologie (etwa bei Husserl) wird ein Unterschied gemacht zwischen dem 'fungierenden Leib', der unser Leib ist, den wir erleben, den wir sprüren, mit dem wir uns bewegen, und dem Körper, der auch ein bloßer Flugkörper sein kann und entsprechend als 'Körperding' bezeichnet werden wird." (15)

[11] Waldenfels Bernhard, Das leibliche Selbst. Vorlesungen zur Phänomenologie des Leibes, hrsg. v. Regula Giuliani, Suhrkamp 6.Aufl. 2016, 15.

[12] Mit der Betonung des Leib-Begriffs hoffe ich eine verbreitete Haltung alterieren zu können, "die den Körper als Material der Selbstgestaltung versteht, als plastischen Werkstoff des ... Präsentationswillens. Sie ist darum keinesfalls der Ausdruck eines ganzheitlichen Lebensgefühls, sondern eher Ausdruck einer Haltung, in der Menschen ihren Körper als Objekt der Selbstgestaltung begreifen. Obwohl alles auf die möglichst perfekte Selbstpräsentation hinzielt, liegt dieser Haltung eine dualistische Konzeption des Verhältnisses von Selbst und Körper zu Grunde, insofern der Körper als Material der Selbstgestaltung begriffen wird. Problematisch wird diese Haltung dann, wenn die Selbstbezogenheit der Außenpräsentation auch das Maß des inneren Selbstverständnisses wird. Erfolg oder Misserfolg des Selbstausdrucks werden dann zum Maßstab des Selbstgefühls.

...

Der wichtigste Einspruch macht geltend, dass der Mensch einen Körper hat, aber Leib ist" (Schwöbel Christoph, Einleitung: Dimensionen der Leiblichkeit, VII-XIV, in: Dimensionen der Leiblichkeit. Theologische Zugänge, Neukirchener Verlagsgesellschaft 2015, hrsg. Bernd Janowski/ Schwöbel Christoph, VIII-IX)

[13] in: ORF-Morgengedanken 28.5.2017

[14] Schmidt, W.H., Anthropologische Begriffe im Alten Testament (1964), 90 vgl. 84, in: ders., Vielfalt und Einheit alttestamentlichen Glaubens 2, Neukirchen-Vluyn 1995, 77-91

[15] Merleau-Ponty, M., Phänomenolgie der Wahrnehmung, De Gruyter, Berlin 1966, 71

[16] Fuchs Thomas, Das Gehirn - ein Beziehungsorgan. Eine phänomenologisch-ökologische Konzeption, 2.Aufl., Kohlhammer/ Stuttgart 2009, ISBN 978-3-17-021004-2, 99

[17] Die Implikationen dieser These bzgl. "Digitalisierung" ? Endlich ernstzunehmen, dass "Digiti" Finger heißt und dass "Digiti"/Finger nur dann leiblich erlebbar sind, wenn sie nicht auf die Tasten einer Tastatur 'hauen', sondern sich selbst und den Anderen spürend berühren. Facebook hat das ein wenig kapiert - aber eben nur ein wenig (weil nur ein Bild), und außerdem nur kapiert (weil nur Kopfsache) ... Aber vielleicht kann sich facebook von Symballesthai (R)-Berührungs-Massage was abschauen ...

[18] Fuchs Thomas, Das Gehirn - ein Beziehungsorgan. Eine phänomenologisch-ökologische Konzeption, 2.Aufl., Kohlhammer/ Stuttgart 2009, ISBN 978-3-17-021004-2, 99-100. Zur ausführlichen Darstellung der Dialektik von Leib und Körper siehe auch Fuchs Thomas,   Leib, Raum, Person. Entwurf einer phänomenologischen Anthropologie, Klett-Cotta, Stuttgart 2000, 122-150

[19] Husserl E., Ideen zu einer reinen Phänomenologie und phänomenologischen  Philosophie II. Husserliana Bd. 4, Nijhoff, Den Haag 1952, 63

[20] Fuchs Thomas, Das Gehirn - ein Beziehungsorgan. Eine phänomenologisch-ökologische Konzeption, 2.Aufl., Kohlhammer/ Stuttgart 2009, ISBN 978-3-17-021004-2, 100. 

[21] Und: heißt das - mit Blick auf "Ganzheitlichkeit"- dass diese "Sinne" nicht als getrennt voneinander verstanden werden sollen (und -wie jüngere Forschungsergebnisse zeigen-  auch gar nicht so verstanden werden müssen), sondern gerade im Kontext unserer Leiblichkeit als "Zusammenspieler"?

[22] "Die folgenden Verbindungen stehen vor allem für die emotionale Komponente der Geruchswahrnehmung: Vom Bulbus olfactorius über die Stria lateralis kommt es zu einer Verbindung mit der Amygdala, dem lateralen Hypothalamus, anschließend dem basalen Vorderhirn und dem orbitofrontalen Cortex. Ebenso gibt es Projektionen über die Stria medialis zum Tuberculum olfactorium und weiter zum Septum. Dieser Schaltkreis ist vor allem für die Vermittlung des Gefühls zuständig, das wir empfinden, wenn wir einen Duft riechen. Besonders die Amygdala ist an der Vermittlung von Gefühlen beteiligt, das basale Vorderhirn und der orbitofrontale Cortex spielen bei motivationalen Funktionen eine Rolle. Informationen, welche mit Emotionen verknüpft sind, lassen sich besser lernen, da sie nicht nur explizit im semantischen Gedächtnis zu speichern sind, sondern mit dem emotionalen Hintergrund auch implizit über das episodische Gedächtnis abgelegt werden." (https://de.wikipedia.org/wiki/Olfaktorische_Wahrnehmung; Abfr. 7.3.18)

[23] zu nennen sind in erster Linie Husserl Edmund, Ideen zu einer reinen Phänomenologie und phänomenologischen Philosophie II. Husserliana Bd.4 Nijhoff, Den Haag 1952; Merleau-Ponty M., Phänomenologie der Wahrnehmung, De Gruyter Berlin 1966; Meyer-Drawe K., Leiblichkeit und Sozialität, Fink , München 1984; Waldenfels B., Das leibliche Selbst. Vorlesungen zur Phänomenologie des Leibes Suhrkamp, Frankfurt/Main  2000; Fuchs T.,, Leib, Raum, Person. Entwurf einer phänomenolgischen Anthropologie, Klett-Cotta, Stuttgart 2000; Böhme G., Leibsein als Aufgabe. Leibphilosophie inpragmatischer Hinsicht, Die Graue Editioon, Kusterdingen 2004