"Manche Menschen empfinden Scheu, sich sogar langjährigen Freunden in körperlicher Nacktheit zu zeigen. Das bedeutet, dass sie sogar diesen nahen Menschen  gegenüber in jeder, auch in seelischer und geistiger Hinsicht, gehemmt sind: Sie verbergen von der eigenen Person, was sie selbst nicht lieben und nicht entwickeln." [18]

Andererseits:  wir sehnen uns nach gelingender Beziehung: zu uns selbst, zu anderen ...; nach einer nicht auf bloße Sexualität reduzierten, sondern nach ganzheitlich leib-seelischer Erotik ...

 

"Ich betrachte es als das wahre Vermächtnis und die wahre Zueignung dieser Untersuchung über die Scham, dass diesem Ideal der Liebe das Wort gesprochen wird. Sie ist in vieler Hinsicht diese wahre 'Transzendenz', nach der so viele Philosophen gesucht haben - 'Eros, der große Heilende' aus dem Symposion. In ihm werden sowohl die Vereinigung als auch die Getrenntheit erfüllt und in einer höheren Aussöhnung überwunden."

[Wurmser Léon, Die Maske der Scham. Die Psychoanalyse von Schamaffekten und Schamkonflikten. Springer, Berlin/Heidelberg/New York 3.Aufl.1998, ISBN 3-540-63324-3, S. 486] 

 

Dementsprechend - eben: 

       WEIL DAS LEBEN LEIBLICH LIEBT ...  

 ®                                                     

 

BEHANDLUNG des TYPs B, also das

 

PERIKARD/KREISLAUFSEXUS#DREIFACHER ERWÄRMER

SALBUNGS-RITUAL :

               In dafür adaptierten Formen der

KLASSISCHEN MASSAGE

SEGMENT-MASSAGE

MANUELLEN LYMPHDRAINAGE

FUSSREFLEXZONEN-MASSAGE

AKUPUNKT-MERIDIAN-MASSAGE

 

SAKRAL-EKSTATISCH 

ERMÖGLICHTE

VASAL-ORGASMISCHE  RESILIENZ 

LÄSST AUS

BLUTGEFÄSSVERPRESSENDER SCHAM

AUFERSTEHEN ZU 

KREISLAUF-ALLOSTATISCHER EROTIK

 

Resilienz, Scham als auch Erotik werden im Rahmen dieser SYMBALLESTHAI-Behandlung nicht bloß als mentale Größen verstanden, sondern als die geistig/seelischen Aspekte einer bestimmten Situiertheit des 

BLUT -

'Blut' wird verstanden als das 'flüssige Gewebe', das Vitalstoffe bringt und Abfallstoffe abtransportiert, wobei wir in dieses Geschehen sowohl abhängig als auch bestimmend involviert sind (dementsprechend wird in der Tora Blut mit Leben oder Seele gleichgesetzt [Le 17, 11-14])

- KREISLAUFs

näherhin sowohl in denen  des großen als auch des kleinen Blutkreislauf-Phasen der Austreibung des Bluts aus dem Herzen, dann in den Phasen des Übergangs vom arteriellen zum venösen Teil des Kreislaufs und dann in denen der Rückführung zum Herzen.

Die Berechtigung dieser ganzheitlichen Sicht wird erkennbar u.a. beim Erröten, der "auffällige[n] emotionsbedingte[n] Verfärbung der Wangenpartie in einer Konfliktsituation (Konfliktverhalten) speziell bei Scham oder sexuell bedingter Verlegenheit. Neurale Impulse, ansonsten für die Regulierung des Gefäßtonus zuständig, führen zu einer vegetativen Gefäßerweiterung. Das Erröten beginnt in der Wangenmitte (Wange) an zwei definierten Punkten und breitet sich über die übrige Wangenoberfläche aus. Nimmt die Erregung zu, so greift das Erröten auf andere Hautpartien wie Hals, Nase, Ohrläppchen bzw. das ganze Gesicht und den oberen Brustbereich über."(Lexikon der Biologie, Art. "Erröten) 

 

"Die Emotionsforschung deutet das Erröten als täuschungssicheres Emotionssignal im Sozialverband (attraktives Verhalten, Transparenz) und ordnet es als Verknüpfung emotionalen Erlebens mit einem unwillkürlichen mimischen Ausdruck (Mimik) zwei unterschiedlichen Bereichen zu: a) der Reaktion auf das Werben und Flirten eines (potentiellen) Sexualpartners (Flirtverhalten, Werbeverhalten), b) der Reaktion auf eine peinliche und beschämende Erkenntnis nach Einsicht in einen unbeabsichtigten, da versehentlich inadäquat beeinflußten Situationsverlauf." (Lexikon der Biologie, Art. "Erröten) 

Eigens hervorgehoben werden soll, dass Erröten als Reaktion gesehen wird.

 

"In beiden Fällen ist das Erröten von einem erhöhten Puls, Schweißausbrüchen und dem Abbruch des Blickkontakts verbunden. Die Wahrnehmung, zu erröten, wirkt wiederum beschämend und kann zu einem circulus vitiosus aus Errötungsangst (Erythrophobie) und erneutem Erröten führen. (Lexikon der Biologie, Art. "Erröten) 

 

 

ALLERDINGS: IN EROTISCHER HINSICHT  BLEIBT DAMIT DIE SITUATION ZIEMLICH AUSSICHTSLOS ...

"Er vertrieb den Menschen und stellte östlich des Gartens von Eden die Kerubim auf und das lodernde Flammenschwert, damit sie den Weg zum Baum des Lebens bewachten"

(Gen 3,24)

 

Es sei denn, man bewältigt dieses "den Weg zum Baum des Lebens bewachende Flammenschwert" (vom 'Feuer des Begehrens' ist ja auch im 21.Jhdt. häufig die Rede; zu denken wäre auch an das taoistisch verstandene Element des Feuers), lässt sich also ein auf eine Erotik von einer Engführung auf verobjektivierte Sexualität herauslösende

"Das junge Mädchen ist das erste Mal beim Gynäkologen: "Du brauchst dich nicht zu  genieren: Ich sehe dich nur mit  rein                    medizinischen Augen. Deine wundervollen Brüste, deinen  aufnahmebereiten Schoß ..." 

Weshalb sagt der Gynäkologe, dass Scham 'überflüssig' sei ? Was bewegt ihn selbst zu dieser Aussage? Wird dadurch die Untersuchung leichter? Spielen dabei auch persönliche Motive eine Rolle?

Und grundsätzlicher: sind die 'medizinischen Augen' objektivierende Augen?[70]

Und intersubjektiv gesehen: Stellt sich gerade wegen der Verobjektivierungs beim jungen Mädchen Scham ein? [71]

Möchte sie sich vielmehr in ihrer Attraktivität ihrem Freund zeigen ?

 

Die vielfältigen Antwortmöglichkeiten indizieren, dass es Sinn macht, sich mit dem Thema "Scham" zu beschäftigen [11]  ...; doch:

 

WAS IST DAS: "SCHAM"? [29] [30][45] 

"Das Wort Scham stammt von einer alten germanischen Wurzel skam/skem (althochdeutsch scama, angelsächsisch scamu) und hat die Bedeutung "Schamgefühl, Beschämung, Schande". Es geht zurück auf die indogermanische Wurzel kam/kem "zudecken, verschleiern, verbergen" (Kluge 1975). Das vorangestellte s(skam) fügt die  reflexive Bedeutung hinzu - 'sich zudecken'. Die Vorstellung des Sichverbergens ist dabei spezifisch und untrennbar vom Schamkonzept." (Wurmser, 42)

 

So ergibt sich: 

DAS SCHAM-GEFÜHL ist [65] ...

... DER ANTRIEB

 "Im Schamgefühl äußert sich der Wunsch, etwas unsichtbar zu machen, das sichtbar war oder werden könnte." [12 Baer]

 

... SICH SCHÄMEN DER VORGANG

(Beschämen heißt: Druck auf jemanden auszuüben, aufdass der/die/es sich schämt)

Bolko Pfau: "Beschämt zu werden, deutete immer wieder auf Gefährdung der eigenen Identität als Vater, Partner oder Arzt hin. Später wurde mir auch deutlich, dass ich wiederholt das Moment des aktiven Beschämens in Beziehung zu anderen als Machtinstrument einsetzte, oft wohl auch als eine Art Notwehr, um mich selbst vor vermeintlicher Scham zu schützen." [26] 

WIR PROVOZIEREN  ALSO SCHAM IM ANDEREN ZUM ZWECK DER REGELUNG SOZIALER VERHÄLTNISSE, wie Über- und Unterordnung, Abgrenzung und Zugehörigkeit etc. :

Konkreter: siehe dazu Marks' Hinweis, dass es in vielen Gesellschaften jeweils Minderheiten gibt, die all die Scham-die-keiner-will verkörpern.[22]

Allerdings: Wurmser weist im "Appendix" seiner "Psychoanalyse von Schamaffekten und Schamkonflikten", der "Zwei Leitbilder des Menschenverständnisses" bringt, auf ein Loa Tse-Zitat hin: "Die Klugen und Scharfsinnigen sind dem Tode nahe, denn sie lieben es, andere Menschen zu beurteilen." [100]

ZUM/DES ZUDECKEN/ ZUDECKENS 

DES RESULTATS eines GESCHEHENS DER VERGEGENSTÄNDLICHUNG ...

 

... DER EROTIK

"Wenn der andere benutzt wird, sei es teilweise oder ganz, seelisch oder körperlich, unbewusst oder bewusst, dann flieht die Liebe, und Scham tritt auf." [101]

Anstelle beziehungstiftender Erotik tritt Fixierung auf Sexualität

"Ein besonders wichtiges Beispiel der Scham, die früh beginnt und das ganze Leben lang bestehen bleibt, ist die Scham über die Entblößung der eigenen Geschlechtsorgane, über die sexuellen Aktivitäten und Gefühle. Dieses Musterbeispiel (Paradigma) ist von solch vornehmlicher Bedeutung, dass Scham in den meisten westlichen Sprachen praktisch synonym mit sexueller Entblößung und mit den Geschlechtsorganen ist." [x] So der für die Psychoanalyse der Scham wesentliche L. Wurmser, der 'Scham' einerseits auf phänomenologische Weise (S.42 ff.), andererseits unter dem Gesichtspunkt: "Schamkonflikte in der Kultur" (S.86 ff.) untersucht; zu bachten ist, dass "Scham über ..." eben nicht die Antwort gibt auf das, was "Scham" ist, sondern eben darauf, worauf Scham Bezug nimmt.

 

... DER WIR-BEZIEHUNG AUF EIN ICH [24]-DU-ARRANGEMENT 

Siehe dazu die Übersicht Tiedemann's zu Formen der  Scham:

"Bei den Schamformen handelt es sich erstens um die 'Urscham' des Liebesunwertes, zweitens um Scham für Bedürfnisse im Allgemeinen, drittens um die 'Abhängigkeitsscham' und viertens um die 'ödipale' Scham." [7]

Die existenziell bedeutsame Frage [59] ist allerdings, welche Sinn bzw. Un-Sinn es macht und daher welche Berechtigung es hat, sich oder Andere als 'liebesunwert' einzustufen, sich für Bedürfnisse, für Abhängigkeit, sich für schicksalhaftes ödipales Geschehen zu schämen ...

Die erstgenannte Form taucht auf unter verschiedenen Akzentuierungen: Als "Urscham' (Wurmser 1990), 'elementare Scham' (Spero 1984), 'existenzielle Scham' (Ayers 2003), 'Kern-Wertlosigkeit' (Morrison 1989) oder "Daseinsscham", die im Kern auf die Überzeugung oder den Glaubenssatz zurückgeht, dass 'etwas mit mir nicht stimmt.' ".

"Diese Daseinsscham bezeichnet das Gefühl, ohne jeglichen Wert und ohne Daseinsberechtigung zu sein. Dieses tief sitzende Gefühl der Selbstverneinung muss aus Selbstschutzgründen verdrängt werden." [7]

M.E. drängt sich allerdings die Frage auf, woher -bei einem 'tief sitzenden Gefühl der Selbstverneinung'- 'Selbstschutzgründe' kommen sollen.

"Eine andere wichtige Form der Scham ist das grundsätzliche Sich-Schämen für Bedürfnisse. ... In extreme[r] Ausprägung wird in den Augen des Betroffenen die komplette Emotionalität zum Zeichen eines schrecklichen Selbstdefekts, von dem man sich befreien muss." (61]

Bedürfnisse würden sich also in Emotionalität zeigen. Und: von diesem Schamaffekt müsse man sich befreien: "Stay cool !" Allerdings: ein Leben ohne Emotionen ... ?

"Für viele Menschen stellt eine der unerträglichsten Formen der Scham diejendige dar, die mit Abhängigkeit und Unabhängigkeit assoziiert wird. ... Die sogenannte Abhängigkeitsscham -quasi als Gegenstück der 'Abhängigkeitssehnsucht'- tritt dann auf, wenn die eigene Abhängigkeit von anderen oder das Herausfallen aus Beziehungen, die eigentlich gewünscht sind, schmerzhaft deutlich wird." [62]

In therapeutischet Absicht verweist Tiedemann darauf, "dass Sich-abhängig-Fühlen nicht automatisch und zwingend gleichgesetzt werden muss mit Sich-erpressbar-Machen oder Sich-unterwerfen Müssen." [63] Allerdings: reicht der verbale Hinweis, wenn gegenteilige Erfahrungen, nämlich in Abhängigkeit verobjektiviert zu werden, vorliegen?

"Die ödipale Situation ... ist mindestens genausosehr ein Tragödie der Scham wie ein Drama der Schuld und Kastrationsangst. In der Bezugsgruppe kann dies zu dem Gefühl führen, als weniger kompetent, kleiner oder minderwertiger anderen gegenüber zu sein. Es geht dabei auf der Erlebnisebene um das Ausgeschlossensein, das zutiefst beschämend ist, und um die eigenen feindseligen, rivalisierenden und liebenden Gefühle, die als beschämend erlebt werden:" [64]

Lassen sich -so stellt sich ja wohl die Frage nach dieser Übersicht zu Schamformen und zu sexueller Scham- diese in formaler Hinsicht auf ein Grundmuster zurückführen ?

M.E. ist -AN DIE STELLE VON NACKT-SEIN-

KÖRPERLICHE, GEISTIGE, SOZIALE NACKT-HEIT GETRETEN.

"Da gingen beiden die Augen auf und sie erkannten, dass sie nackt waren. Sie hefteten Feigenblätter zusammen und machten sich einen Schurz. " (Gen 3,7)

"Bei der Scham muss immer etwas weg - anders als bei der Schuld, bei der immer Fehlendes herbeigeschafft werden muss, etwa in Form von Nachzahlungen ..." [27]

Körperliche, geistige, soziale Nackt-heit macht angreifbar, vulnerabel; sie 'muss' daher ebenso wie un-erotische Sexualität verborgen werden [24]:

Zeigt sich ein Anschwellen der Geschlechtsorgane, ein Erröten der Wangen ... ohne dass Mann/Frau erwarten kann, dass es zu erotischer Communio kommt, 'so tut man eben gut daran, dies schamhaft zu verbergen'. 

  

ALLERDINGS: DIESES VERBERGEN ENTBIRGT DAS ZU VERBERGEN GESUCHTE

"Eine typische Begleiterscheinung des Schamgefühls ist die Schamröte, eine Reaktion des vegetativen Nervensystems, die eine verstärkte Blutzufuhr im Gesicht verursacht und es erröten lässt. Als innerlich wahrnehmbare und nach außen sichtbare Reaktion kann das Bewusstsein, rot geworden zu sein, die Schamempfindung noch verstärken. Im Allgemeinen scheinen Kinder und Jugendliche schneller rot zu werden als Erwachsene, doch nicht alle Menschen erröten, wenn sie Scham empfinden. Auch ein besonders breites Grinsen oder verlegenes Lachen gelten als mögliche Anzeichen der Scham. Weitere Körperreaktionen akuter Schamgefühle können Stressreaktionen wie ein erhöhter Puls, Schweißausbrüche, Schwindel und Herzklopfen sein.

 

Wird im Bereich der Körpersprache der Blickkontakt unterbrochen, kann das Schamgefühle signalisieren. Sie können von Gesten begleitet werden, wie das Senken der Kopfes oder das Verbergen der Augen mit den Händen. Im Internetjargon ist diese Geste als Facepalm bekannt und wird in Memes und als Emoticon genutzt, um Fremdscham auszudrücken. Die Körperhaltung tendiert dazu, sich zusammenzurollen und den Körper kleiner erscheinen zu lassen. Gestik und Gang sind oft gehemmt und können durch drehende, ausweichende Bewegungen einem Davonschleichen und Hinauswinden gleichen. Die Intensität, mit der das Erleben von Scham beginnt, kann zu einem Verlust der Geistesgegenwart führen, sodass die Sprache stockt oder es zum Stottern kommt." [44]

"Der Schamaffekt offenbart eine dialektische Spannung, indem er einerseits etwas zu verbergen sucht, was sich z.B. im Niederschlagen der Augen bekundet oder sich gar in das Gefühl hineinsteigert, dass der sich schämende Mensch am liebsten vor Scham im Erdboden versinken möchte. Gleichzeitig aber führt gerade das Erröten dazu, dass andere aufmerksam werden, genau hinblicken. Jeder Mensch kennt Situationen, in den man am liebsten nicht mehr da sein möchte und gleichzeitig angstvoll gespannt darauf wartet, dass der Andere einen anblickt und erkennt. In dieser Dialektik zeigt sich die anthropologische Dimension der Scham." [54]

"Am Schamaffekt mit seinen Ausdruckserscheinungen ,,, ist auffällig, dass die sichtbare Reaktion des Errötens der willkürlichen Beeinflussung durch den sich schämenden Menschen entzogen ist und gleichsam als vegetative Reaktion erscheint. Der Mensch weiß sich für dieses Erröten nicht 'unmittelbar verantwortlich.' (Plessner Helmuth, Philosophische Anthropologie -Lachen und Weinen- Das Lächeln- Anthropologie der Sinne, S.Fischer Vlg., Frankfurt 1970, 29) Er kann den Prozess des Errötens nicht beeinflussen."  

So Pfau Bolko (Körpersprache der Depression. Atlas depressiver Ausdrucksformen, Unter Mitarbeit von Isodoro Fernandez. Fotos von Jörg Saibou. Mit einem Geleitwort von Fritz Hartmann, Schattauer: Stuttgart/New York 1994, ISBN 3-7945-1642-7, 2).

Aber: warum sollte er das? Pfau meint: "Die körperliche Aktion wird als etwas Befremdendes, ja Bedrohliches erlebt. Deshalb spiegelt sich nach Plessner im Erröten symptomatisch eine Störung der personalen Existenz (Plessner Helmuth, Philosophische Anthropologie -Lachen und Weinen- Das Lächeln- Anthropologie der Sinne, S.Fischer Vlg., Frankfurt 1970, 42) In diesem Sinne äußert sich auch ein Patient mit einer neurotischen Depression: 'Immer wieder schäme ich mich für mein Verhalten. Gleichzeitig überfällt mich ein Erröten, dem ich ausgeliefert bin. Ich weiß nicht, was ich tun soll. Ich kann nichts dagegen tun. Das verstärkt meine Scham, und gleichzeitig befürchte ich, dass andere mein Erröten als Schwäche erkennen. Ich muss mich dann verstecken, muss weggehen." (Pfau Bolko, Körpersprache der Depression. Atlas depressiver Ausdrucksformen, Unter Mitarbeit von Isodoro Fernandez. Fotos von Jörg Saibou. Mit einem Geleitwort von Fritz Hartmann, Schattauer: Stuttgart/New York 1994, ISBN 3-7945-1642-7, 2).

 

 

So ergibt sich die SYMBALLESTHAI-Hypothese für Behandlungstyp B:

 

SCHAM, DIE ALS VERBERGUNG OBJEKTIVIERTER NACKTHEIT / SEXUALITÄT FUNGIERT,

SOLLTE ERSETZT WERDEN, 

DURCH SCHAM, DIE AUTHENTISCHES NACKT-SEIN BIRGT

Damit wird -immer dann wenn es um ein nach dem Buch Genesis verstandenes "Erkennen", also um die Frage nach gelingender Erotik geht (insbes. wird dies in der Phase des Einander-Kennenlernens interessant sein)- möglich, zu prüfen, wem man sein Herz schenkt.

Das Spüren der eigenen vasalen Libido bedeutet ja eben nicht, dass dies im begehrten Gegenüber  ebenfalls der Fall ist. Und interessanter: (Wie) passt deren/dessen Libido mit der eigenen zusammen?

Dementsprechend kann das entlarvende Erröten ein Risiko enthalten: eben das Risiko nicht "anzukommen"

 

 

DURCH EINE AM GANZHEITLICH VERSTANDENEN  HERZBEUTEL  / PERIKARD ORIENTIERTE BEHANDLUNG

Weshalb wird der Herzbeutel/Herzhülle/Perikard als wesentlich im Kontext einer heilsamen Formung der Scham herangezogen?

Die Herzhülle wird im Rahmen der TCM einerseits als Beschützer des Herzens verstanden, wirkt also nach innen; andererseits aber ist es auch Aufgabe des Perikard, Herzensanliegen nach außen hin zu artikulieren.

Konkreter heißt das z.B., dass die u.a. auch durch die Tätigkeit des Perikard geregelte Höhe des Blutdrucks  einerseits eben orientiert sein soll am Schutz des Herzens, andererseits aber auch genügend Blutdruck da sein soll, um initiativ werden zu können.

Die Symballesthai(R)-Behandlung des ganzheitlich begriffenen Perikards setzt ein mit Techniken der Segment-Massage, nutzt dann -je nach erspürter Situation- solche der Klassischen Massage bzw. der Manuellen Lymphdrainage und sucht die salutogenen Potenzen mittels Fußreflexzonen- und Akupunkt-Meridian-Massage anzusprechen. (Näheres dazu im Detailkapitel zu Perikard-Purificatio) 

 

 

 AUF DIESE WEISE SOLLTE

DIE SCHAM

 VON IHRER MISSBRÄUCHLICHEN VERWENDUNG ZUR (BLUT-)GEFÄSSVERPRESSENDEN VERDECKUNG VON- EROTIK OBJEKTIVIERT HABENDER- SEXUALITÄT

HIN ZUR BERGUNG VITALISIERENDER EROTISCHER WÜNSCHE BEFREIT WERDEN 

 

"Der vorzeitige Samenerguss (Ejaculatio praecox) betrifft bis zu 30% aller Männer. Er kann einen negativen Einfluss auf das Selbstbild des Mannes als auch eine negative Auswirkung auf die Beziehung haben."

[https://www.dr-kuehhas.at/behandlungen/mens-health/vorzeitiger-samenerguss/?gclid=CjwKCAjwm8WZBhBUEiwA178UnNf4YRx8hrZ2XXjPscoUy7okHfpFF0zEpH2NNo4zxY3gOG4JizwB3hoCzf4QAvD_BwE]

 

"Die Penisvergrößerung, auch Penisaugmentation genannt, ist ein beliebter ästhetischer Eingriff beim männlichen Geschlecht. Durch die Anwendung verschiedener Methoden kann das Volumen des Glieds fast verdoppelt werden, was auch einen positiven Einfluss auf die Psyche und das Selbstbewusstsein des Patienten hat."

[https://www.mooci.org/intimchirurgie/penisvergroesserung/#:~:text=Die%20Penisvergr%C3%B6%C3%9Ferung%2C%20auch%20Penisaugmentation%20genannt,das%20Selbstbewusstsein%20des%20Patienten%20hat.]

 

"Die weibliche Brust steht seit jeher für Attraktivität und Verführung. Die Form und Größe der Brust beeinflusst die Selbstwahrnehmung einer Frau und kann somit starke Auswirkungen auf ihr Selbstbewusstsein haben. Empfindet eine Frau ihre Brust als zu klein oder ist unzufrieden mit der Form, kann dies ihr Leben in vielen Bereichen erheblich beeinträchtigen."

[https://www.xn--wien-brustvergrsserung-8hc.at/?gclid=CjwKCAjwm8WZBhBUEiwA178UnHRE3g_5U9Q7rRgDB4VkVoRkGpQ24O5oXCDPvK3p35hh9PNrlHOvKRoCXq8QAvD_BwE]

 

Die obigen Einladungen zu ästhetischer Chirurgie lassen sich -abgesehen von ihrer rethorischen Komponente- der Fundamentalontologie Heideggers, näherin etwa bezüglich seines Begriffs der 'Fürsorge', zuordnen. "Einen Versuch, die Fundamentalontologie Heideggers zu überwinden, stellt das Werk Emanuel Levinas dar, der das Verhältnis zu anderen nicht ontologisch, sondern ethisch begreift, in dem er verdeutlicht, dass dem Verstehen im Sinne Heideggers und der Gewalt durch das Beherrschen der Widerstand des Anderen entgegensteht. Eine Bedingung des Widerstandes ist nach Levinas darin zu sehen, dass der Andere letztendlich nicht erkannt werden kann. Deshalb kommt Levinas auch zu dem Schluss:  ...'Sein Geheimnis macht seine Anderheit aus'."[72]

"Der andere entzieht sich somit einer endgültigen Beurteilung: Auch wenn ich es versuche, den Mitmenschen kategorial ein- und zuzuordnen, ihn z.B. im Rahmen eines Autoritätsverhältnisses mir zugänglich zu machen, entzieht er sich und bleibt ein anderes Subjekt. Der andere versucht sich zu verbergen, um der 'Unerkennbare' zu bleiben. Dieses sich Verbergen ist nach Levinas die Schamhaftigkeit."[74] In diesem Kontext wird Schamhaftigkeit als Notwehr charakterisierbar. Dann zeigt der Objektivierte eben nur sein Gesicht, aber nicht sein Antlitz. Dadurch vermag er auch nicht entdeckt zu werden. So beschreibt Levinas "die Möglichkeit des Menschen, sich vor Bloßstellung und Entdecktwerden zu schützen, indem er sich verbirgt."[75][Ausgefuchste Formen des Verbergens s. unter 'Maskierungen' in Wurmser Le`on, Die Maske der Scham. Die Psychoanalyse von Schamaffektn und Schamkonflikten, 3.Aufl. Springer Vlg. Berlin u.a., ISBN 3-540-6324-3, S.302ff]

 

Die Frage ist allerdings, ob das, was zu verbergen gesucht wird, tatsächlich ein zu Verbergendes ist. Missbräuchlich ist jedenfalls die Verwendung der Scham als Verdecken der 'Urscham',  eigenener Bedürftigkeit und der Abhängigkeit von anderen. Dies insoferne als die damit angesprochenen Probleme damit nicht gelöst werden können. 

Gelöst werden können -so meine Hypothese- diese Probleme durch ein sich Ein-Lassen auf geheimnisvolle Erotik. Das braucht freilich einen Ausstieg aus den das je konkrete Dasein bestimmenden chronologischen Zeit- und den dreidimensionalen Raum-Kategorien.

Und weiters: Dieser Ausstieg allein reicht nicht, sondern es braucht Ekstase als ein sich Ein-Lassen auf Kategorien des Ewigen. Innerhalb dieses Kontexts wird Erotik möglich. Dementsprechend greife ich auf, dass "Levinas den Antrieb, der die Kommunikation mit dem Anderen bewirkt, als den Eros (beschreibt). Auch Plato sah im Eros den Antrieb des Menschen, nach seinem wahren Sein zu forschen und das Gute zu entdecken." [73]

 

So ergibt sich: Die in den oben aufgeführten Zitaten angegebenen Ungenügendheiten sind nur dann als zu behebend zu betrachten, wenn man sich gelingende Erotik wünscht.  Wenn es aber nur darum geht, sich sexuell tadellos präsentieren zu können und nicht darum, dass man vom Eros ergriffen wird und es zu geheimnisvoller Begegnung kommt, wird man KDS vermuten können:  

"Menschen mit Körperdysmorpher Störung (KDS) fühlen sich hässlich- dabei haben sie allenfalls einen kleinen Schönheitsfehler." Ihre Gedanken z.B. kreisen um Akne oder unproportionierte Körperteile. Bis zu mehrere Stunden täglich beschäftigen sie sich damit, den 'Makel' zu inspizieren oder zu verbergen. .. . " [34]

 Man macht also sich selbst zu einem zu inspizierenden Gegenstand: Das personale Subjekt objektiviert sich. Der Maßstab dafür kommt aus der Annahme, dass man in göttlich absoluter Qualität der Meinung ist, dass am Menschen liegt, bestimmen zu können, was hässlich bzw. was schön ist.

Von daher wird die Frage von Rytina verständlich: "Leiden sie (Menschen mit körperdysmorphaler Störung] an einem besonders feinen Sinn für Ästhetik?" [34] Sie zitiert "Stangier's Vermutung bezüglich des Phänomens der eingebildeten Hässlichen ... Seine Hypothese: Die Betroffenen verfügen über einen gesteigerten Sinn für Ästhetik, Symmetrie und Form." [35]

Wenn dieser gesteigerte Sinn für Ästhetik, Symmetrie und Form aber in göttlich-absoluter Manier Urteile einführt, und damit Vergegenständlichung des Erotischen betreibt (wobei damit nicht nur abwertende Urteile ("Du, mit Deinem Hängebusen ..."; "Aber ich hab auch schon Steiferes erlebt ...") gemeint sind, sondern auch Aufwertungen ("Du bist meine Traumfrau!") geht Erotik verloren und bloße Sexualität bleibt. 

Grundsätzlicher gesehen: Als Hindernis individuell und gesellschaftlich praktizierter Wertschätzung macht Corine Pelluchon in ihrer 'Ethik der Wertschätzung' dabei jenen verhängnisvollen Dualismus aus, der in pseudo-neutraler Manier angebliche Gegensätze markiert, um diese dann hierarisch einzuhegen: Mann-Frau, Kultur-Natur, Geist-Körper, Mensch-Tier. Es ist das große Verdienst der Autorin, eine von ihr stattdessen angestrebte 'Ganzheit' gänzlich ohne esoterisches Geschwurbel zu skizzieren."

(Besprechung zu Corine Pelluchon: „Ethik der Wertschätzung“ Aus dem Französischen von Heinz Jatho und Annette Jucknat, Wissenschaftliche Buchgesellschaft, Darmstadt 2019 in: https://www.deutschlandfunkkultur.de/corine-pelluchon-ethik-der-wertschaetzung-moral-ohne-100.html) 

Für Erotik braucht es also ein Heraus-Steigen aus zeitlich und räumlich begrenztem Sexus und der damit verbundenen Scham; allerdings scheint dies nicht ganz einfach zu sein ...

DAHER VERDIENT BEACHTUNG DER HINWEIS AUF DAS BUCH GENESIS, IN DEM BEHAUPTET WIRD, DASS ES  DER

"ICH BIN DER 'ICH-BIN-DA' GOTT [31],

DER GEGEN DEN TAGWIND EINHERSCHREITET"

IST,

DER DIE SEXUELLE SCHAMHAFTIGKEIT HINTERFRÄGT:

Als sie Gott, den Herrn, im Garten gegen den Tagwind einherschreiten hörten, versteckten sich Adam und seine Frau vor Gott, dem Herrn, unter den Bäumen des Gartens. (Gen 3,8) Gott, der Herr, rief Adam zu und sprach: Wo bist du? (Gen 3,9) Er antwortete: Ich habe dich im Garten kommen hören; da geriet ich in Furcht, weil ich nackt bin, und versteckte mich. (Gen 3,10) Darauf fragte er: Wer hat dir gesagt, dass du nackt bist? Hast du von dem Baum gegessen, von dem zu essen ich dir verboten habe? (Gen 3,11)

Daraufhin beginnt ein "Schwarze Peter"-Spiel wie es am Meisterwerk von Antonio Rizzo am Dogenpalast in Venedig [32] erkennbar wird: 

Adam antwortete: Die Frau, die du mir beigesellt hast, sie hat mir von dem Baum gegeben und so habe ich gegessen (Gen 3,12)

Gott, der Herr, sprach zu der Frau: Was hast du da getan? Die Frau antwortete: Die Schlange hat mich verführt und so habe ich gegessen (Gen 3,13)

 

DAMIT ALLERDINGS WIRD DAS PROBLEM DER ENTFREMDUNG NICHT GELÖST, SONDERN UNTER -BEI RIZZO ÜBER-DIMENSIONALEN- SCHAM-BLÄTTERN ZU VERSTECKEN GESUCHT.

GUT WÄRE ES DAHER GEWESEN AUF DES  "ICH BIN DER 'ICH-BIN-DA' " WER-FRAGE NICHT MIT WAS-ANTWORTEN ZU REAGIEREN, SONDERN SICH ZUSAMMENFÜHREN ZU LASSEN IN PARADIESISCH-SITUATIV ANGELEGTEM NACKT-SEIN

Konkretisiert wird dies etwa an Schellenbaum's Beobachtung, in der er die eingangs zitierte Scham-Thematik -wie folgt- weiterführt ...

"Sollten sie sich dann doch einmal nackt zeigen, nicht nur kurz beim Umziehen, sondern zum Beispiel an der Sonne, beim Baden oder in der Sauna, dann weicht eine alte zwischenmenschliche Barriere und wächst eine neue entspannte Vertrautheit: Wir haben uns nackt gezeigt und gesehen und mögen uns noch mehr als zuvor! " [18] 

Rén Mai 4 (Guan Yuan, Verschluss der Ursprungsenergie, Pass zur Einheit) "gibt Kraft im Hara und neue Antriebsdynamik. er macht entschlossen und gibt seelische Kraft. Guan Yuan regt das zweite Chakra an, dessen Funktion im körperlichen Bereich die Regulierung des Flüssigkeitshaushaltes und die Ausscheidung ist, im seelischen Bereich die Begegnung mit dem anderen und die Sexualität, die Dynamik und die Kreativität. ... Manchmal gibt er den Impuls, in Beziehung zu nahe stehenden Menschen 'unangenehmen alten Mist' aufzuräumen. Manchmal bekommt man Lust, etwas Neues zu formen, zu gestalten. Und manchmal, wenn man in einer glücklichen Ehe oder Partnerschaft, spürt man den Fluss und die Harmonie mit dem geliebten Menschen. " (Eckert, Tao, 276)

Rén Mai 5 (Shi Mén, Steinernes Tor) Yáng Tor zum Hara und zum zweiten Chakra (Eckert 276)

 

[10] Plateauphase, also (1) die zweite von vier Phasen im sexuellen Ablauf – nach der Erregungsphase und vor der Orgasmusphase gekennzeichnet. In der Plateauphase sind bei Mann und Frau eine Steigerung von Herzfequenz und Blutdruck sowie Muskelanspannung zu beobachten. (2) die Phase des Stillstands beim Lernen: Sowohl beim Erlernen von Sprachen als auch von Fertigkeiten folgt nach einer Phase des schnellen Lernens ein Zeitabschnitt, in dem keine Lernzuwachs zu beobachten ist, wohl aber eine “stille Organisation” stattfindet, die am Ende des Plateaus zu einem plötzlichen Lernanstieg führt.

"Alle Menschen müssen sterben. Vielleicht auch ich ...." (aus einer Predigt beim Auferstehungs-Gottesdienst am Ostersonntag)

"Alle Menschen sind korrumpierbar. Mir ist es bis jetzt gelungen, eine reine Weste zu behalten ..." (aus einer Ansprache eines wahlwerbenden Politikers)

 

Beim Pfarrer: Die Sehnsucht ist da: unversehrt, integer zu bleiben, nicht von Krankheit und schon gar nicht: vom Tod berührt zu werden.

Beim Politiker: verspricht Integrität und sucht gleichzeitig die anderen als korrumpierbar darzustellen.

ODER POINTIERTER:

WENN ANSTELLE EROTISCHER BEGEGNUNG, DIE LUST AUF MEHR MACHT,

 

BLOSSE SEXUELLE BEFRIEDIGUNG GEWORDEN IST ...

bei an unserem DREIFACHEN ERWÄRMER orientierter Massage

   der es ermöglicht einerseits

 DIE MIT DER OBEN ANGESPROCHENEN VERDECKUNGSTENZENZ DER SCHAM       EINHERGEHENDE FIXIERUNG  AUF DAS ALS ZU VERBERGEND ERACHTETE ZU     RELATIVIEREN

  und andererseits

 VITALFUNKTIONEN (wie Regelung der beim Erröten vorliegenden partiellen     Erhöhung der Körpertemperatur [44]) HOMÖOSTATISCH zu HALTEN

  Konkreter: u.a. das etwa im schamhaften Erröten sich zeigende

              STOCKEN DES BLUTKREISLAUFS IM ÜBERGANG VOM ARTERIELLEN INS VENÖSE SYSTEM                    SOLL SO BEHANDELT WERDEN

 [18] Schellenbaum Peter, Die Wunde der Ungeliebten. Blockierung und Verlebendigung der Liebe, Dt. Taschenbuchverlag, München 4.Aufl. 1993, 17-18

[18] a.a.O., 14

[1] Wurmser Léon, Die Maske der Scham. Die Psychoanalyse von Schamaffekten und Schamkonflikten. Springer, Berlin/Heidelberg/New York 3.Aufl.1998, ISBN 3-540-63324-3, S. 25  

(Art. "Scham" in wikipedia, abger. 17.12.2020)

 [100] Wurmser Léon, Die Maske der Scham. Die Psychoanalyse von Schamaffekten und Schamkonflikten. Springer, Berlin/Heidelberg/New York 3.Aufl.1998, ISBN 3-540-63324-3, S. 25 

[101]  Wurmser Léon, Die Maske der Scham. Die Psychoanalyse von Schamaffekten und Schamkonflikten. Springer, Berlin/Heidelberg/New York 3.Aufl.1998, ISBN 3-540-63324-3, S. 486 

 

[4] Art. Scham in wikipedia Abfr. 20.1.21

[5] Eckert, Tao der Akupressur und Akupunktur, 225

[6] Eckert, Tao der Akupressur und Akupunktur, 234 

 

[8] Eckert, Das heilende Tao, 47

[9] Eckert, Das heilende Tao, 45

 

[11]  "Scham ist eine Emotion, die jeder kennt und die Menschen im Innersten verletzt und bedroht. Daher wird selten über sie gesprochen. Dabei hat Scham viele Gesichter: Selbst so extreme Taten wie sogenannte 'Ehrenmorde' und Selbstmordattentate beruhen auf dem Mechanismus von Scham und Schamabwehr." [Marks Stephan, Scham - die tabuisierte Emotion. Patmos Vlg. 2011, ISBN-10384360052X, Klappentext]

[12] Baer Udo, Frick-Baer Gabriele, Vom Schämen und Beschämtwerden, Beltz Vlg. 2008, Weinheim und Basel , 10

[20] Leider missversteht Marks die 'Scham' betreffenden Partien von Gen 2 und 3 als Hinweis auf "Intimitäts-Scham" [Marks Stephan, Scham-die tabuisierte Emotion, Patmos Verlag 2021, ISBN 978-3-8436-1307-1, S. 23].

 

[23] Pfau Bolko sieht in Sartres Analyse der Scham eine "Ontologie der Scham, welche Sartre aus der Subjekt-Objekt-Spannung ableitet" (Pfau Bolko, Scham und Depression. Ärztliche Anthropologie eines Affektes, Schattauer Vlg., Stuttgart 1998, ISBN 3-7945-1878-0, S.9)

[24] "1925 notiert Paul Häberlin in seinen Studien über das Gute zum Wesen Scham: "Scham ist immer die Abneigung gegenüber das blosse Ichsein, gegen die nackte Subjektivität. Darum empfinden wir Scham, wo immer die eigene Ichheit unverhüllt uns entgegentritt. da wir -übrigens gerade aus Scham- gewohnt sind, sie vor uns selbst möglichst geheim zu halten, so pflegt sie, die nackte Ichheit, uns erst dann eindrücklich zu werden, wenn andere sie bemerken und wir sie im Spiegel des fremden Auges wahrnehmen. ... Wir schämen uns unserer Blöße, Körperliche Blöße ist nur das Symbol der nackten Ichheit, der unverhüllten Subjektivität. Wir empfinden, vom Einheitsinteresse aus, die triebhaft sich gebärdende Ichheit als nicht sein sollend, als etwas, dessen man sich schämen und das man zu verbergen trachten muss. Woher käme es denn sonst, dass die Menschen sich so sehr verschließen und dass sie sich so ungern in ihr 'Inneres' schauen lassen - dass sie solche Künste anwenden, um den Schein zu wahren, den Schein, dass sie nicht eigensüchtige Ichheiten seien! Scham über die Existenz als Ich, Scham über das nackte Leben. (Häberlin Paul, Das Gute, Basel 1927, 23)" [zitiert nach Bammel Christina-Maria, Aufgetane Augen - Aufgedecktes Angesicht. Theologische Studien zur Scham im interdisziplinären Gespräch [= Öffentliche Theologie 19], S.26-27] 

Die Bammel'sche Einordnung des Häberlin-Zitats unter "Existenzscham" ("Die bloße Existenz, die Existenz als Blöße, hat eine Wurzel, die in tiefste, nicht unmittelbar auftretende Scham hineinreicht." [a.a.O., 27]) scheint allerdings gerade in theologischer Hinsicht fragwürdig. nämlich insoferne als Scham eben erst nach dem Sündenfall auftritt. 

[25] Tiedemann Jens L., Scham, Psychosozial-Verlag 2013, ISBN 978-3-8379-2229-5, S.7

[26] Pfau Bolko, Scham und Depression. Ärztliche Anthropologie eines Affektes, Schattauer Vlg., Stuttgart 1998, ISBN 3-7945-1878-0, S.6

[27] Interview in: DiePresse. Dienstag 7.Juni 2022, S.17

[28] Presse-Meldung  vom 24.Mai 2022

[29] Wie schwierig das ist, wird deutlich Freud's nicht auf Scham beschränktem Verständnis der Scham

"In seinen frühen Arbeiten bestimmt Freud die Scham:

1. eindeutig als Affekt innerhalb eines sozialen Kontextes und setzt sie mit der Angst vor Bewertung gleich,

2. als ein Motiv für Abwehr, das heißt als affektive Erfahrung,

3. als eine Methode der Abwehr, als Reaktionsbildung im Dienst der Verdrängung sowie

4. in Verbindung zu´m Narzissmus und zu Idealen.

Diese Ambiguität (Scham als Affekt, als Motiv und Methode der Abwehr, als Symptom) zieht sich durch Freuds Werk Werk und findet sich auch bei den meisten Autorinnen und Autoren, die sich nach ihm mit dem Thema der Scham befasst haben." (Tiedemann Jens L., Scham, Psychosozial-Verlag 2013, ISBN 978-3-8379-2229-5, S.17)

[30]  Diesbezüglich hilfreich ist eine ANTHROPOLOGISCHE  ABKLÄRUNG DER SCHAM, 

die mit erkenntnistheoretischen Hinweisen einsetzen kann: 

"Über Schamanlässe oder Schaminhalte erschließen sich – selbst wenn ein weitgehend umfassender Katalog aufgestellt werden könnte – zunächst einmal bloß situationale ‚letzte‘ Auslöser für Schamerlebnisse, die in gewisser Weise zufälligen Charakter haben.

Soll jedoch nach den generellen Bedingungen der Scham geforscht werden, muss ein grundsätzlich anderer Weg eingeschlagen werden. Dieser Weg wählt den Ausgangspunkt der Untersuchung nicht in der jeweiligen Situation mit ihren konkreten schamauslösenden Anlässen, sondern beim Menschen.

Er richtet sich primär auf die Frage, was der Mensch für ein Wesen ist, dass er sich überhaupt schämen kann. Er zielt auf das Subjekt der Scham, den Menschen, sowie auf seine Existenzweise, auf die Weise, wie er sich grundsätzlich zu sich selbst und zu seiner Umwelt verhält." (Lietzmann Anja, Theorie der Scham. Eine anthropologische Perspektive auf ein menschliches Charakteristikum. Dissertation zur Erlangung des akademischen Grades Doktor der Sozialwissenschaften in der Fakultät für Sozial- und Verhaltenswissenschaften der Eberhard-Karls-Universität Tübingen 2003, 16)

Lietzmann verweist dbzgl. auf Helmuth Plessner. In seinem Hauptwerk von 1928 „Die Stufen des Organischen und der Mensch“ ersetzt er den, sich leicht dem Metaphysikverdacht aussetzenden, Begriff des menschlichen „Wesens“ durch den Begriff der menschlichen „Existenzweise“. Diese bestimmt er als „exzentrische Positionalität“. Der Mensch ist das Wesen, das exzentrisch positioniert ist. (Plessner Helmuth, Die Stufen des Organischen und der Mensch. Einleitung in die philosophische Anthropologie, Berlin / New York 1975, 292; zit. nach Lietzmann 16-17) 

[31] JHWH (hebräisch יהוה) ist der unvokalisierte Eigenname des Gottes Israels im Tanach. Zu Beginn der Zehn Gebote stellt dieser Gott sich seinem Volk wie folgt vor:

אנכי יהוה אלהיך אשר הוצאתיך מארץ מצרים מבית עבדים

לא יהיה־לך אלהים אחרים על־פני     Ex 20,2–3

„Ich bin der HERR, dein Gott, der ich dich aus dem Land Ägypten, aus dem Sklavenhaus, herausgeführt habe.

Du sollst keine andern Götter haben neben mir.“ – Ex 20,2–3 

In der Bibel ist JHWH der gnädige Befreier und gerechte Bundespartner des erwählten Volkes Israel und zugleich der Schöpfer, Bewahrer, Richter und Erlöser der ganzen Welt.

(https://de.wikipedia.org/wiki/JHWH; Abfr.8.6.2022)

[32] Zwar lautet häufig die Erläuterung dieses Werks von Rizzo: "Adam und Eva im Paradies". Allerdings (wenn man nämlich berücksichtigt, dass sich diese Skulpturen an einem Gebäude,  an dem über Schuld/Un-Schuld entschieden wurde, aus dem die Seufzerbrücke ins Gefängnis führt, befinden) werden Mann und Frau  in einer Situation gezeigt, in der eben nicht mehr paradiesische Zustände herrschen.

Groupe sculpté La Chute d'Adam et Ève, œuvre réalisée par Antonio Rizzo en 1476 ornant le dessus du chapiteau de l'angle sud-ouest du Palais des Doges à Venise).

(Bild: Author Jean-Pol GRANDMONT; https://de.wikipedia.org/wiki/Erbsünde; Abfr. 3.3.2022]

[33] "San Jiao bedeutet „Drei, die brennen...“. Er ist ein 3-geteiltes funktionelles System ohne ein eigenes Organ und koordiniert die energetischen Yang-Wärme-erzeugenden Funktionskreise der Organe in Brust, Bauch und Unterbauch. Er reguliert dabei den Wasserhaushalt, indem er an Transformation, Verdampfung, Verteilung und Ausscheidung der Körperflüssigkeiten beteiligt ist und gewähreistet auch die Regulation der Verdauung mit Aufnahme von Nahrung und Getränken, Umwandlung, Produktion, Transport und Ausscheidung. Er reguliert dabei die Synthese von Ying-Qi und Wei-Qi für Ernährung und Abwehr. Er ist der Passageweg für das Ursprungs-Qi, die „Wurzel“ des Lebens. Auch kontrolliert er alle Hohl-und Zwischenräume im Körper und verbindet so alle Körperregionen miteinander." (Reis Arnfried, San Jiao — der Dreifache Erwärmer,  Zusammenfassung, in: Akupunktur & Aurikulomedizin | Ausgabe 1/2021)

[34] Rytina Susanne, Der eingebildete Makel, 32, in Psychotherapie heute. Seelische Erkrankungen und ihre Behandlung im 21. Jahrhundert, hrsg. von Christiane Gelitz, Schattauer 2012, ISBN 978-3-7945-2867-7, S. 32-38

[35] Rytina Susanne, Der eingebildete Makel, 32, in Psychotherapie heute. Seelische Erkrankungen und ihre Behandlung im 21. Jahrhundert, hrsg. von Christiane Gelitz, Schattauer 2012, ISBN 978-3-7945-2867-7, S. 32-38

[44] wikipedia Art. "Scham"

[45] Selbst "Freud [hat] bezüglich des Schamaffekts nicht nur einen theoretischen, sondern vor allem einen persönlichen 'blinden Fleck' gehabt. (Tiedemann Jens L., Scham. Psychosozial-Verlag 2013, ISBN 978-3-8379-2229, 5.19) "

"... Gebiete auf denen Freuds Schamvulnerabilität deutlich gemacht werden könnte: die Scham über die ärmlichen Verhältnisse, aus denen seine Familie stammte, seine enttäuschenden Beziehungen zu männlichen Kollegen, die Angstsymptomatik, seine sexuellen Schwierigkeiten, seine Kokainsucht, seine langjährige Krebskrankheit etc. All dies deutet darauf hin, dass Freud durchaus ein Mensch war, der Schamgefühle von sich selbst gekannt haben muss. Die Institutionalisierung der Blickvermeidung durch die Couch, die für Freud persönliche Gründe hatte, da er es nicht aushielt, angestarrt zu werden, weist auf Freuds eigene Geheimhaltungstendenz und Schamverletzlichkeit hin." (Tiedemann Jens L., Scham. Psychosozial-Verlag 2013, ISBN 978-3-8379-2229, 5.22)

[46] Klebow Lilian, Reise zurück zu mir, edition a, Wien 2021, ISBN 978-3-99001-536-0, S 30-31

[47] Nietzsche, Die fröhliche Wissenschaft (La gaya scienza), 1882 (ergänzt 1887)

[48] Pfau Bolko, Scham und Depression. Ärztliche Anthropologie eines Affektes, Schattauer Vlg., Stuttgart 1998, ISBN 3-7945-1878-0, S.28 charakterisiert so Sartre's Ausführung zur Scham. Er fügt an: "Die These Sartre's ist dahingehend kritisch zu bewerten, als der 'Blick' an sich nicht zwangsläufig 'Verobjektivierung' oder 'Entsubjektivierung' bedeutet. Es ist eine Erfahrung des praktischen Alltagslebens: Die Wahrnehmung der eigenen 'Objekthaftigkeit' ist sicherlich auch dadurch bestimmt, mit welcher Intention der Andere das Subjekt anblickt. Es kann ein liebevoller, um Verständnis bemühter Blick sein, es kann ein sich nähernder Blick sein; ein Blick kann flüchtig oder intensiv fragend sein. Ist die Einstellung des anderen offen, vorbehaltlos und durch Respekt und Achtung vor der unendlichen Vielfalt der Person geprägt, so ist die Gefahr, das der Blick das angeschaute Subjekt zum Objekt macht, sehr gering...die Gefahr der Objekthaftigkeit entsteht im allgemeinen dann, wenn der Blick Folge einer Intention, einer Vorstellung und Idee vom Subjekt ist. Der Mensch wird z.B. nur dann instrumentalisiert und zu einer Idee abstrahiert, wenn er unter 'bestimmten Gesichtspunkten' angeblickt und betrachtet wird.(S 30)

[50] Pfaller Robert, Zwei Enthüllungen über die Scham, S. Fischer Verlag 2022, ISB 978-3-10-397137-8,  S.63-87

[51] Pfaller Robert, Zwei Enthüllungen über die Scham, S. Fischer Verlag 2022, ISB 978-3-10-397137-8,  S.63 ff.

[52] "Der Irrtum der Psychoanalytiker: Scham als vom Über-Ich beanstandetes Defizit des Ich gegenüber einem IdeaL" (Pfaller Robert, Zwei Enthüllungen über die Scham, S.Fischer Verlag 2022, ISB 978-3- -397137-8,  S.89 ff.) Dem stimme ich insoferne zu als Scham das Verdecken des vom Überich beanstandeten Defizits des Ich gegenüber einem Ideal ist. 

[53] Johannes Paul II., 13. Katechese, 2. Januar 1980. In: Norbert und Renate Martin (Hrsg.): Johannes Paul II.: Die menschliche Liebe im göttlichen Heilsplan. Eine Theologie des Leibes. Mittwochskatechesen 1979–1984, Vallendar 2008, S. 137

[54] Pfau Bolko, Scham und Depression. Ärztliche Anthropologie eines Affektes, Schattauer Vlg., Stuttgart 1998, ISBN 3-7945-1878-0, S.1

[55] Pfaller Robert, Zwei Enthüllungen über die Scham, S. Fischer Verlag 2022, ISB 978-3-10-397137-8,  S.89 ff.

[56] Pfaller Robert, Zwei Enthüllungen über die Scham, S. Fischer Verlag 2022, ISB 978-3-10-397137-8,  S. 103

[57] Wurmser Le`on, Die Maske der Scham. Die Psychoanalyse von Schamaffektn und Schamkonflikten, 3.Aufl. Springer Vlg. Berlin u.a., ISBN 3-540-6324-3, S.305-310.

[58] Binswanger L., Schizophrenie, Pfullingen: Neske 1957, S.161, zitiert nach Pfau, Scham und Depression, S.37

[59] Diese Frage stellt sich freilich nicht, wenn man bzgl. Scham annimmt: "Jeder existente Mensch findet sich in der ontischen Unsicherheit vor, inmitten von Weltstrukturen, die nicht bergen, sondern der Ungeborgenheit das Regiment überlassen. Klar zu stellen ist somit, dass es um eine prä-emotionale Grundgestimmtheit geht, die nicht anders denn als objektive Tatsache der ontischen Verfassung des Menschen vorauszusetzen ist." (Bammel Christina-Maria, Aufgetane Augen - Aufgedecktes Angesicht. Theologische Studien zur Scham im interdisziplinären Gespräch, Gütersloher Verlagshaus 2005, ISBN-13: 978-579-05214-49, S.28-29) Diese These ist aber u.a. insoferne unhaltbar, als es in der Paradies-Erzählung der Genesis 2,25,heißt: "Beide, Adam und seine Frau, waren nackt, aber sie schämten sich nicht." Die Bammel'sche "ontische Unsicherheit", in der sich nach ihr "jeder existente Mensch vorfindet", findet sich also beim menschlichen Prototyp nicht.

[61] Tiedemann Jens L., Scham. Psychosozial-Verlag 2013, ISBN 978-3-8379-2229, 5.11

[62] Tiedemann Jens L., Scham. Psychosozial-Verlag 2013, ISBN 978-3-8379-2229, 5.81-82

[63] Tiedemann Jens L., Scham. Psychosozial-Verlag 2013, ISBN 978-3-8379-2229, 5.83

[64] Tiedemann Jens L., Scham. Psychosozial-Verlag 2013, ISBN 978-3-8379-2229, 5.87

[65] Wurmser Le`on, Die Maske der Scham. Die Psychoanalyse von Schamaffekten und Schamkonflikten, 3.Aufl. Springer Vlg. Berlin u.a., ISBN 3-540-6324-3, bringt S.72-77 eine "Definition verschiedener Schamaffekte", darunter auch die von Plato angeprochene αίσχύνη und αίδως (Schamgefühl. Ehrgefühl), die Wurmser der Schamangst zuordnet (S.73): "Ich fürchte mich, dass Bloßstellung bevorsteht und damit Erniedrigung."

Allerdings: "... das Schamsignal, das die Individuen vor dem Ausbruch des Schamaffekts schützt und sie zu ehrenvollen Haltungen der Tapferkeit, der Noblesse und der Diskretion anleitet, (wird) fälschlich als der Schamaffekt selbst empfunden." (Wurmser, Scham, S.137) 

 

 

[2] Schellenbaum Peter, Die Wunde der Ungeliebten. Blockierung und Verlebendigung der Liebe, Dt. Taschenbuchverlag, München 4.Aufl. 1993, 17-18 [2] a.a.O., 14

 

[4] Eckert, Das heilende Tao, 36

[5] Eckert, Tao der Akupressur und Akupunktur, 225

[6] Tiedemann Jens L., Scham. Psychosozial-Verlag 2013, ISBN 978-3-8379-2229, 5.7

[7] Tiedemann Jens L., Scham. Psychosozial-Verlag 2013, ISBN 978-3-8379-2229, 5.79

[8] Tiedemann Jens L., Scham. Psychosozial-Verlag 2013, ISBN 978-3-8379-2229, 5.81

[9] Eckert, Tao der Akupressur und Akupunktur, 245

 

[11] Pfaller Robert, Zwei Enthüllungen über die Scham, S.Fischer Vlg. 2022, ISBN 978-3-10-397137-8, S.89

 

[13] Pfaller Robert, Zwei Enthüllungen über die Scham, S.Fischer Vlg. 2022, ISBN 978-3-10-397137-8, S.99

[14]  Pfaller Robert, Zwei Enthüllungen über die Scham, S.Fischer Vlg. 2022, ISBN 978-3-10-397137-8, S.102

[15] Pfaller Robert, Zwei Enthüllungen über die Scham, S.Fischer Vlg. 2022, ISBN 978-3-10-397137-8, S.103

[16] Pfaller Robert, Zwei Enthüllungen über die Scham, S.Fischer Vlg. 2022, ISBN 978-3-10-397137-8, S.125

[16] Pfaller Robert, Zwei Enthüllungen über die Scham, S.Fischer Vlg. 2022, ISBN 978-3-10-397137-8, S.125

[17] Pfaller Robert, Zwei Enthüllungen über die Scham, S.Fischer Vlg. 2022, ISPfau Bolko, Scham und Depression. Ärztliche Anthropologie eines Affektes, Schattauer Vlg., Stuttgart 1998, ISBN 3-7945-1878-0, S.1BN 978-3-10-397137-8, S.127

[18] Eckert, Tao der Akupressur und Akupunktur, 226

[70] "Foucault beschäftigt sich in seinem Buch 'Die Geburt der Klinik', welches bezeichnenderweise den Untertitel 'Eine Archäologie des ärztlichen Blickes' trägt, ausführlich mit dem Thema 'Blick'. [Pfau Bolko, Scham und Depression. Ärztliche Anthropologie eines Affektes, Schattauer Vlg., Stuttgart 1998, ISBN 3-7945-1878-0, S.30] Dem Arzt wird von Foucault die Möglichkeit des' absoluten Blicks' zugeschrieben. "In dieser Forderung nach 'Ganzheit' spiegelt sich jedoch ein Dilemma wieder: einerseits wird sie dem Anspruch gerecht, den Menschen mit all seinen unterschiedlichen Eigenarten zu erfassen, andererseits heißt das, dass die Hüllen und Verhüllungen durchsichtig gemacht werden müssen. Hüllen, Membranen, 'Schutzhäute' unter diagnostischen Gesichtspunkten zu durchdringen, bedeutet möglicherweise in letzter Konsequenz, dass der Mensch Strukturen verliert, die ihn schützen. Der Objektcharakter des Patienten wird deutlich, indem der absolute Blick letztendlich zielgerichtet versucht, Strukturen, funktionale (oder disfunktionale) Abläufe kenntlich zu machen. Unter dem erspähenden Blick wird der Mensch zum eines 'gläsernen Menschen'."[Pfau Bolko, Scham und Depression. Ärztliche Anthropologie eines Affektes, Schattauer Vlg., Stuttgart 1998, ISBN 3-7945-1878-0, S.32]

[71] "Der Arzt als 'Experte' steht immer wieder in der Gefahr, sein Wissen als Machtmittel zu missbrauchen. Überlegenheitsgesten als Ausdruck ärztlicher Kompetenz können Patienten beschämen, weil sie so die eigene Objekthaftigkeit erleben und sich als subjekt degradiert fühlen." [Pfau Bolko, Scham und Depression. Ärztliche Anthropologie eines Affektes, Schattauer Vlg., Stuttgart 1998, ISBN 3-7945-1878-0, S.47]

[72] Pfau Bolko, Scham und Depression. Ärztliche Anthropologie eines Affektes, Schattauer Vlg., Stuttgart 1998, ISBN 3-7945-1878-0, S.48-49; Das Zitat stammt aus Levinas E., Die Zeit und der Andere, 2.Auflg. Hamburg: Felix Meiner 1989, S.58

[73] Pfau Bolko, Scham und Depression. Ärztliche Anthropologie eines Affektes, Schattauer Vlg., Stuttgart 1998, ISBN 3-7945-1878-0, S.49

[74] Pfau Bolko, Scham und Depression. Ärztliche Anthropologie eines Affektes, Schattauer Vlg., Stuttgart 1998, ISBN 3-7945-1878-0, S.49. Zu 'Schamhaftigkeit' siehe Levinas E., Die Zeit und der Andere, 2.Auflg. Hamburg: Felix Meiner 1989, S.59

[75] Pfau Bolko, Scham und Depression. Ärztliche Anthropologie eines Affektes, Schattauer Vlg., Stuttgart 1998, ISBN 3-7945-1878-0, S.51. Zu 'Schamhaftigkeit' siehe Levinas E., Die Zeit und der Andere, 2.Auflg. Hamburg: Felix Meiner 1989, S.59

 

"Der Schamaffekt offenbart eine dialektische Spannung, indem er einerseits etwas zu verbergen sucht, was sich z.B. im Niederschlagen der Augen bekundet oder sich gar in das Gefühl hineinsteigert, dass der sich schämende Mensch am liebsten vor Scham im Erdboden versinken möchte. Gleichzeitig aber führt gerade das Erröten dazu, dass andere aufmerksam werden, genau hinblicken. Jeder Mensch kennt Situationen, in den man am liebsten nicht mehr da sein möchte und gleichzeitig angstvoll gespannt darauf wartet, dass der Andere einen anblickt und erkennt. In dieser Dialektik zeigt sich die anthropologische Dimension der Scham." [54]