" I feel very adventurous. There are so many doors to be opened, and I'm not afraid to look behind them." (2008: Movie Icons Elizabeth Taylor, ISBN 9783822823224, Seite 112, Verlag Taschen GmbH)

 

 

Die „Berliner Schule der Dynamischen Psychiatrie“ um den Psychoanalytiker Günter Ammon geht davon aus, dass Aggression eine sog. „Ich-Funktion“ oder – ein anderer Terminus – ein „Ich-Potential“ ist. Eine mangelhafte Ausbildung der Aggression könne demnach dazu führen, dass Dinge nicht – oder eben nur unzureichend – aggressiv angegangen werden.

  

"Tedeschi und Felson nennen in ihrer sozial-interaktionistischen Theorie aggressiven Verhaltens drei Motive, die zentral für die Entscheidung zu aggressivem Verhalten sind:

 

Streben nach sozialer Macht

Ob aggressive Verhaltensweisen oder positive Verhaltensweisen eingesetzt werden, um soziale Kontrolle zu erhalten, hängt z. B. davon ab, wie wichtig der angestrebte Einflussbereich ist, welche früheren Erfahrungen man mit aggressiven und nicht-aggressiven Verhaltensweisen gemacht hat und welche Alternativen zur Verfügung stehen. Alternativen zur Ausübung sozialer Macht durch körperliche Überlegenheit sind z. B. Intelligenz, Argumente und Redegewandtheit.

 

Gerechtigkeit

Aggressive Verhaltensweisen werden zur Herstellung von Gerechtigkeit vor allem dann eingesetzt, wenn eine Person annimmt, dass eine schwere Provokation und Ungerechtigkeit stattgefunden hat, eine eindeutige Schuld zuweisbar ist und es keine wirksame externe Bestrafungsinstanz gibt. Ein weiterer wichtiger Faktor ist das Verhältnis zwischen den am Konflikt beteiligten Personen.

 

Positive Selbstdarstellung

Aggressive Verhaltensweisen werden auch zur Herstellung oder Wahrung einer positiven Identität angewendet. Insbesondere sozialer Druck, der z. B. in bestimmten jugendlichen Subkulturen herrscht, in denen aggressives Handeln als Indikator für Männlichkeit gilt, hat Einfluss auf die Entscheidung zu aggressivem Handeln." 

(zit. nach wikipedia-Art. "Aggression"; Abfr. 31.1.2021)

 

Dementsprechend verständlich ist: "Die negative Bewertung von Aggression, die (nur oder überwiegend) die destruktiven Seiten betont, wird nicht generell geteilt.

[G. Stumm, A. Pritz: Wörterbuch der Psychotherapie. Wien 2000.] 

Innerhalb der Psychotherapie betrachtet etwa die Gestalttherapie 

Aggression als eine Form der Erregung, die z. B. dazu dient, Hindernisse zu beseitigen, oder Neues aus der Umwelt für den Organismus assimilierbar zu machen." 

 

(zit. nach wikipedia-Art. "Aggression"; Abfr. 31.1.2021)

 

Diese so verstandene

Aggression 

(lateinisch aggressiō vom Deponens aggredī sich zubewegen auf [etw./jdn.]; heranschreiten; sich nähern; angreifen)

scheint also durchaus auch lebensförderlich sein zu können.

 

Allerdings:

Ob Aggresion lebensförderlich wird

hängt davon ab,

ob  -so meine Hypothese- Angst zu Furcht gewandelt wird

(wobei das Wandlungspotential dafür aus der im vorhergehenden Abschnitt besprochenen Ossären Achtsamkeit herrührt).

Dies insoferne als -wie "der Neurowissenschaftler Joachim Bauer erklärt [-] ... im Menschen Angst und Aggression eng miteinander verwandt sind. Psychisch labile Menschen seien durch alles, was Angst macht, besonders leicht erregbar.

[Wie Angst in Aggression umschlägt: „Unser Angstsystem hat keinen Schulabschluss“. Joachim Bauer im Gespräch mit Julius Stucke. In: www.deutschlandfunkkultur.de. 2. Januar 2019, abgerufen am 18. Oktober 2019.] Auf Angst aufgrund von Bedrohungen durch die Außenwelt, Demütigungen und Verletzungen würden viele Menschen mit Aggression reagieren, die sich keineswegs immer gegen die Ursache des Schmerzes richte, sondern zeitversetzt auch Unbeteiligte treffe, was eine Spirale der Gewalt in Gang setze." [Angst macht böse. In: www.deutschlandfunkkultur.de. 18. April 2011, abgerufen am 18. Oktober 2019.]"

(zit. nach wikipedia-Art. "Aggression"; Abfr. 31.1.2021)

 

Dementsprechend braucht es eine Aggression,

die "punktgenau" sich auf die Ursache des Schmerzes richtet:

ALSO FURCHTSAME AGGRESSION.

 

Was dabei "furchtsam" meint möge untenstehendes Bild erläutern lassen:

A.3. ANASTASIS ZU FURCHTSAMER AGGRESSION

In der dritten Phase der Achtsamkeits-Massage -also der der 

Anastasis- soll -auf der Basis Ossärer Achtsamkeit-       die                                                  die  an                                        um LEBENS-BEDROHLICHES                             KONKRET ORTEN UND BE-KÄMPFEN ZU KÖNNEN, ALSO FURCHTSAME AGGRESSION ...

SYMBALLESTHAI-Behandlung des Typs "Ossäre Achtsamkeit" zielen daher ab auf den Wandel Ängstlicher Erstarrung zu konkrete Gefahr wahrnehmender Furcht*

ein Beispiel dazu: STATT hypochondrisch in ÄNGSTLICHKEIT, die KREBS immer und überall vermuten (und dementsprechend entw. starr vor Angst nicht zum Arzt gehen oder flüchtend vor ihm davonlaufen) lässt, SOLLTE    -AUF DER BASIS OSSÄRER ACHTSAMKEIT- FURCHT entwickelt werden, die konkrete Krebsphänomene früh wahrnimmt !

"Im psychologischen und biologischen Sinne ist die Furcht eines Lebewesens vor einem Objekt (Lebewesen, Gegenstand oder Situation) dessen (emotionale) Reaktion auf das Wissen oder die Vermutung, dass von dem Objekt eine Gefahr ausgeht. Die Furcht ist somit lebensnotwendig, da sie dazu motiviert, gegen die Bedrohung Abwehrmaßnahmen zu ergreifen (z. B. erhöhte Wachsamkeit), ihr zu entgehen oder ihr entgegenzutreten ("Fight or flight")".(1)

 

 

Wie wichtig die Transformation der Ängstlichkeit zu Furcht ist, lässt sich auch am Vergleich von deren jeweils unterschiedlicher Wirkung erschließen:

Konkret erkennbar z.B. im  Vergleich der Elfer-Situationen im Spanien- und im Dänemark-Spiel der österr. Damen-Nationalmannschaft bei der Europa-Meisterschaft 2017:  anhand des Vergleichs der eu-stressigen Stimmung, die beim Elfer-Erfolg im Spanien-Spiel beobachtbar war, mit dem Distress bereits beim Elfer in der ersten Halbzeit des Dänemark-Spiels, der mit dem Misserfolg beim Elferschießen korrelierte, zeigt sich wie wichtig es ist, nicht vor Angst zu erstarrensondern den Gegner zu fürchten (d.h. : ein realistisches Einschätzen der Potenz des Gegners [im konkreten Fall: der Torfrau der Däninnen], das aber nicht ängstigt, sondern einerseits fürchten lässt, dass bzw. wie die gegnerische Torfrau den Ball hält und andererseits Strategien entstehen lässt, wie man mit der Gefährlichkeit des Gegners  umgeht ...) 

Dementsprechend wird man dem Philosophen Peter Wust zustimmen, wenn er in der dosierten Angst eine Funktion als selbsterhaltende Rückversicherung bei der Zuwendung zum Wagnis sieht, die allerdings nicht zum Bremsklotz werden darf und Schritte ins Ungewisse zulassen muss.

Dieser Anforderung nachzukommen scheint möglich durch

 

PURIFICATIO

 

DER ÄNGSTLICHKEIT:

 

  SITUATIONSBEWÄLTIGENDE

FURCHT ZEIGT SICH

Konkrete Umsetzung im Rahmen von Massage nach dem Symballesthai-Prinzip:

Da DIE VON EINER (GANZHEITLICH VERSTANDENEN) NIERE AUSGEHENDEN GEFÜHLE

entweder : Angst, Panik, Verfolgungswahn

oder: Furcht; Ehrfurcht und Staunen; sexuelle Lust

sein können (2)

macht es THERAPEUTISCHEN SINN die Nieren als auch die Nebennieren und die verschiedenen anderen Hormondrüsen des Körpers (3) zu einer Transformation der Angst in Richtung Furcht 'einzuladen'.

In der SYMBALLESTHAI-BEHANDLUNG WIRD DAZU -unter Verwendung nicht nur von Techniken aus Akupunkt-Meridian-Massage, sondern auch der Klassischen-, der Segment- und der Fußreflexzonenmassage V.A. DER VERLAUF UND PUNKTE DES NIERENMERIDIANs GENUTZT.

"Der chinesische Organbegriff der Niere umfasst sowohl die Nieren als auch die Nebennieren und die verschiedenen anderen Hormondrüsen des Körpers. Die Niere als Ausscheidungsorgan wird Wasser- oder Yin-Niere genannt; das System der endokrinen Drüsen wird in der Traditionellen Chinesischen Medizin als Feuer- oder Yang-Niere bezeichnet." (Eckert, Tao, 207)

 

WENN ES GEHT UM PURIFICATIO ...

                           ALS ABBAU DER ÄNGSTLICHKEIT,

                         IST DIE 'WASSER-NIERE' ANZUSPRECHEN:

          "(sie) reinigt das Blut, bildet den Harn und hält den Mineralstoffwechsel im Gleichgewicht."                           (Eckert, Tao, 207)

                         ALS AUFBAU GEFAHREN-BEWÄLTIGENDER FURCHT:

                                   DIE FEUER- ODER YANG-NIERE

"Der Feuer- oder Yang-Niere entspricht nach westlichem Verständnis das System der endokrinen Drüsen: die Nebennieren und die Geschlechtsdrüsen, die Langerhansschen Inseln des Pankreas, die Thymusdrüse, die Schilddrüse und die Nebenschilddrüsen und schließlich die Hypophyse und die Zirbeldrüse."

(Eckert, Tao, 207)

DER NICHT NUR ABWASCHENDEN, SONDERN AUCH DAS WESENTLICHE ZUM VORSCHEIN KOMMEN LASSENDEN PURIFICATIO ENTSPRICHT,

DASS BEI EINEM AUSGEWOGENEN VERHÄLTNIS VON WASSER-UND FEUER-NIERE DER SHEN IN SEINER FUNKTION ALS ÜBERLEBENSTRIEB [ALSO IN DEM, WAS ALS SINN DER ANGST ANGESEHEN WIRD] VOLL WIRKSAM WIRD: WILLENSKRAFT, GESCHLECHTSTRIEB UND SEXUELLE LUST LASSEN AUCH LEBENSBEDROHENDES MEISTERN.

 

[1] https://de.wikipedia.org/wiki/Furcht; Abfr. 17.2.18

[2] Vgl. Eckert Achim, Das Tao der Akupressur und Akupunktur. Die Psychosomatik der Punkte, Stuttgart 4.Aufl., 204

[3] "Die Niere als Ausscheidungsorgan wird Wasser- oder Yin-Niere genannt; das System der endokrinen Drüsen wird in der Traditionellen Chinesischen Medizin als Feuer- oder Yáng-Niere genannt" (Eckert Achim, Das Tao der Akupressur und Akupunktur. Die Psychosomatik der Punkte, Stuttgart 4.Aufl., 207)