"Das gefühlte Fehlen von wirklichem Wohlbefinden sorgt für eine Negativspirale, durch die sich Probleme ständig verschärfen. wir steuern mit hoher Geschwindigkeit einem kranken Gesundheitssystem entgegen.

Gründe dafür gibt es viele. Sicherlich wesentliche Aspekte sind die zunehmende Komplexität und vielschichtigen Herausforderungen des Lebens 2.0. Dazu kommen Überfluss, Überdruss und weit überzogene Erwartungshaltungen. Wir wollen immer alles haben. Und das sofort. Schlimmer noch: Wir können immer alles haben. Und das sofort. Doch um dieses völlig aus der Balance geratene Leben zu führen, zahlen wir einen hohen Preis ...

GENAU GENOMMEN ENTFERNEN WIR UNS KONTINUIERLICH VON JENEM ANVISIERTEN PSYCHISCHEN, PHYSISCHEN UND SOZIALEN WOHLBEFINDEN, ANSTATT IHM NÄHER ZU KOMMEN. WIR SPÜREN, DASS UNS ETWAS FEHLT. WIR SUCHEN DANACH." (Mandl Mike, Meridiane. Landkarten der Seele, Bacopa Verlag, 3.Aufl. 2020, ISBN 9783903071759, S.18) 

Vielleicht allerdings: suchen nicht Wir, sondern jeweils die einzelne Person nach diesem Fehlenden.

Demgegenüber wäre auf Martin Bubers Erkenntnis hinzuweisen: Im Anfang ist die Beziehung, und Beziehung ist Gegenseitigkeit. Was geschieht, geschieht zwischen einem »Ich« und einem »Du«.

In diesem Kontext ist auf die Psychotonik Glasers hinzuweisen, die von ihm "bereits Anfang der 30er Jahre aus den Phänomenen des verbalen und nonverbalen zwischenmenschlichen Dialogs entwickelt (wurde): es ergaben sich dabei folgende Grundannahmen:

1. Der Mensch ist in seinen biologischen Möglichkeiten auf den Umgang mit der Welt angelegt.

2. Der Mensch besitzt Intentionalität, d.h. er ist fähig zur persönlichen Stellungnahme, zur Entscheidung und zum Wahlverhalten. Für Glaser ist darüber hinaus wesentlich, dass Entscheidungen mit einem persönlichen Wertgefühl verbunden sind im Sinne eines positiven, der Welt zugewandten Kontakts.

3. Seelisches und Körperliches stellen sich gleichzeitig dar und erläutern einander (i.S. des Gestaltkreises V. v. Weizsäckers).

Anhand seiner Beobachtungen des 'natürlichen', d.h. des nicht krankheitsbedingten gestörten Verhaltens und anhand der inzwischen entdeckten neurophysiologischen Zusammenhänge entstand ein Modell des zwischenmenschlichen Kontakt- und Hinwendungsverhaltens: das 'Neuropsychologische Modell der Eutonie' mit seinen zwei integrierenden Bestandteilen "Sensomotorisches Modell der Eutonie" und "Grundformen intentionaler Bewegungsmuster (KeiRaKu-System)"; sein Modell bezieht sich gleichermaßen auf die physiologische wie auf die psychisch soziale Ebene und beschreibt die psychophysische Wechselseitigkeit im Zusammenhang mit intentionalem Verhalten."

(2) Glatzer Matthias, Leiblicher Dialog und psychosomatisches Symptom, 81, in: Neue Wege der Atem- und Körpertherapie. Die Psychotonik GLASER (R) im Licht aktueller Entwicklungen, hrsg. v. Matthias Glatzer, Hippokrates Vlg. Stuttgart 1997, ISBN 3-7773-1321-1, S.79-110)

Umso katastrophaler wirkt es sich aus, wenn Institutionen, die -wie die kath.  Kirche- eigentlich für Heil zuständig wären, mit sich beschäftigt sind: "Ihre Hierarchie höhlt mit kirchlicher Härte die Kirche aus und ruft angesichts des Untergangs nach einem Schuldigen, der draußen in der „Welt“ wäre. Sie lebt ohne das Feuer der Propheten, ohne die Drangsal des Messias, ohne das gebrochene Beten, ohne schutzlose Begegnung mit den tiefen Antlitzen Missbrauchter und ohne das unheimlich ansprechende, faszinierende und abweisende Abgrundgeheimnis, das so leichtfertig als Gott genannt wird." [300]

 

Was wir daher bräuchten: wäre - so die zentrale These des Symballesthai(R)-Geschehens

SAKRAL - EKSTASE, die  LEIBLICH HEIL[:IG:]T

Als LEIB-MASSAGE umgesetzt wird sie in einem

SALBUNGSRITUAL 

mit den Unterabschnitten

PURIFICATIO

EKSTASIS

ANASTASIS 

 

Allerdings finden für die Erläuterung der These:

DAS SYMBALLESTHAI-SALBUNGSRITUAL: SAKRAL-EKSTASE HEIL[:IL:]GT LEIBLICH

fachsprachliche Begriffe Anwendung ...

 

(somit wird Nicht-Fachleuten allerdings einiges abverlangt - meistens reicht es daher sich mit  dem Abschnitt : "Auswahl aus 6 Formen der Leib-Massage" zu beschäftigen),

 

 

 

[1] Treitler Wolfgang, Am Ende der klerikalen Prozession, in: feinschwarz.net  1. Oktober 2021 

[2] Glatzer Matthias, Leiblicher Dialog und psychosomatisches Symptom, 81, in: Neue Wege der Atem- und Körpertherapie. Die Psychotonik GLASER (R) im Licht aktueller Entwicklungen, hrsg. v. Matthias Glatzer, Hippokrates Vlg. Stuttgart 1997, ISBN 3-7773-1321-1, S.79-110