z.B. für unsere Identitätsbildung hat, so wird man dieser Differenzierung zwischen einer Mitte, aus der heraus wir leben und uns entfalten - und einer, die man zugewiesen bekommt, Beachtung schenken.

Insbesondere, wenn es -in diesem Abschnitt meiner homepage- um Narzissmus als -so Röhr- einem "inneren Gefängnis" geht ...

 

oder doch ?

 

der 

 

(VITRUVIANISCHE)

 

MENSCH

 

        (des Leonardo da Vinci),

 

der aus seiner (Bauch-Nabel, also dem vorgeburtlich lebenswichtigen Zwischenraum, an dem wir bis zu unserer Geburt mütterlich versorgt werden -)Mitte heraus es schafft, einen von ihm ausgehenden Kreis zu  bilden (beim „homo ad circulum“ setzte Leonardo den Zirkel eben exakt im Nabel an)

Umgekehrt ist es beim Quadrat: dieses ist zuerst da (der Mittelpunkt [im Schritt] entsteht erst als Kreuzungspunkt der Diagonalen des vorhandenen Quadrates) und ist so ein Bild dafür, wie der Mensch seine Mitte von Außen her zugewiesen bekommt.

 

Bedenkt man, welch große Bedeutung das Suchen, Finden, Erleben ... der

"Nichts ist für ein Kind förderlicher als eine Mutter, die sich selbst lieben kann. Sie ist in der Lage, eine Atmosphäre zu schaffen, in der die Gefühle des Kindes ihren Raum haben, in der ihnen mit Achtung und Toleranz begegnet wird. In diesem Klima kann es selbständig werden und ein gesundes Selbstwertgefühl entwickeln."

(Röhr Hans-Peter, Narzißmus. Das innere Gefängnis, DTV, 10.Aufl. 2011, 28)

 

 

"Der dritte Leib ist unser einziges Lebensmotiv, lässt er uns doch in jedem Augenblick dem entgegengehen, was uns im Negativ des Fehlenden schon entgegenkommt." [1][1] "Es ist also zuwenig, wenn wir sagen: ein Lücke, eine Differenz, ein existenzieller Unterschied, ein Persönlichkeitsintervall lässt im offenen Raum der Imagination das Bild unserer Vollständigkeit in uns auftauchen. Dieses ist für Jung das Bild der 'Heiligen Hochzeit', des männlichen Ich mit der Anima oder des weiblichen Ich mit dem Animus. Das Entscheidende bleibt in dieser Auffassung noch unausgesprochen und ungelebt. Die Verdichtung des dritten Leibes geschieht durch leibliche Bewegung im Aufsteigen der Lebenssäfte, im Erwachen spontaner Du-Gebärden, im Drängen nach dem polaren Wechselspiel des dritten Leibes." (Schellenbaum Peter, Nimm deine Couch und geh!, Heilung mit Spontanritualen, Deutscher Taschenbuch Verlag München 1994, ISBN 3-466-30333-8, S. 250)